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Vordruck

Autoren
OldBo
21.09.2017
Der Vordruck in einem Membrandruckausdehnungsgefäß (MAG) ist der Gegendruck, der getrennt durch eine Membrane dem Ausdehnungswasser einer Anlage entgegenwirkt.

Der Vordruck in einem Membrandruckausdehnungsgefäß (MAG) ist der Gegendruck, der getrennt durch eine Membrane dem Ausdehnungswasser einer Anlage entgegenwirkt. Dadurch wird ein starker Druckanstig vermieden. Ein Druckanstieg zwischen 0,1 bis 0,5 bar wird als normal angesehen. Wenn eine Druckerhöhung unter 0,1 bar gewünscht wird, dann muss das Gefäß entsprechend vergrößert werden.

Der Vordruck wird über ein Gaspolster (Stickstoff) aufgebaut. Bei dem Temperaturanstieg in der Anlage dringt das entstehende Ausdehnungswasser gegen den Gasdruck in die Blase (Gefäß) ein. Bei der Abkühlung und damit verbundener Volumenminderung stellt der auf die Blasenwandung wirkende Gasdruck sicher, dass der Anlage das Ausdehnungswasser wieder zugeführt wird.

Die Gasfüllung wird durch ein Schraderventil auf der Gasseite vorgenommen. Hier wird auch der Vordruck bei Wartungsarbeiten überprüft.

Der Vordruck muss mindestens dem hydrostatischem Druck (Anlagenhöhe über dem MAG) angepasst werden. In der Praxis sollte der Vordruck 0,3 bar über dem hydrostastischen Druck liegen, da je nach der Art bzw. Material der Membrane mit Druckverlusten zu rechnen ist. Ein zu niedriger, aber auch zu hoher Vordruck kann zu Betriebstörungen führen.

Inzwischen haben sich in der Praxis wohl die Regeln für den Vordruck eines Membrandruckausdehnungsgefäßes (MAG) dahingehend geändert, dass bei Anlagen bis 10 m Anlagenhöhe grundsätzlich ein Vordruck von 1 bar eingesetzt werden sollte. Dadurch wird die Kavitation am Pumpenlaufrad verhindert.

In der Praxis wird ein Vordruck von 1,5 bar in Verbindung mit einem 3-bar-Sicherheitsventil als sinnvoll angesehen Dies besonders in Anlagen mit hohen Temperaturen (z. B. Solar-Pufferspeicher) und wenn der Wärmeerzeuger (und Pufferspeicher) im Dachgeschoss steht.

Der Anlagendruck im kalten Zustand sollte  0,3 bar über dem Vodruck liegen, damit eine ausreichende Wasservorlage vorhanden ist, weil über Undichtigkeiten (z. B. undichte Armaturen, automatische Be- und Entlüfter, Sicherheitsventil) Wasserverluste auftreten können, die dann zu einem Druckverlust führen. Der Anlagendruck im vollaufgeheizten Zustand muss 0,5 bar unter dem Ansprechdruck des Sicherheitsventiles liegen, damit es nicht zu "Leckverlusten" kommen kann.

Besonders in größeren Heizungsanlagen muss das Ausdehnungsgefäß genau berechnet werden. Dies ist besonders in Kühl- und Solarsystemen notwendig, weil hier Frostschutzmittel eingesetzt werden, die zu einer erheblich höheren Ausdehnung gegenüber Wasser führen.

Eine einwandfreie Funktion in einer Trinkwasserinstallation ist nur gegeben, wenn durch einen Druckminderer am Hauswasseranschluss ein konstanter Ruhedruck im Wassernetz sichergestellt wird. Die Anschlussleitungen zum Gefäß sollen mindestens die gleiche Nennweite aufweisen wie die Gefäßanschlüsse, wenn es kein vollständig durchströmten Gefäß ist.
Wichtig ist, dass der Vordruck 0,2 bis 0,3 bar unter dem Ruhedruck eingestellt ist (Wasservorlage).

Das MAG sollte einmal im Jahr gewartet bzw. überprüft werden.
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Stefan2601 schrieb: Eine V13 oder R333 sind Rohfilzbahnen. Die sind nicht zum schweissen geeignet. Die kann man nur als Zwischenlagen verwenden. Heißt, wird eine V13 oder R333 verwendet, muß darüber noch eine V60 nackt...
dyarne schrieb: das ist ja völlig normal wenn man die tiefen schichten der außenluft aussetzt. gerade die veränderung zeigt ja daß bei überdeckung ein ganz anderes feuchtes klima im kollektorbereich herrscht. der gewachsene...
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