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OldBo
28.06.2015
Auch hinter einer Lärmschutzwand (oder Lärmschutzwall) hört man noch Geräusche, obwohl man die Schallquelle nicht sieht, weil der Schall an Kanten gebeugt (abgelenkt) wird.
Begrünte Lärmschutzwand
 Begrünte Lärmschutzwand
Quelle: RAU Lärmschutzwände - Geosystem GBK GmbH
Miniwall
 Miniwall
Quelle: RAU Lärmschutzwände - Geosystem GBK GmbH
Lärmschutzwall
 Lärmschutzwall
Quelle: Garten- und Landschaftsbau Wartmann
Auch hinter einer Lärmschutzwand (oder Lärmschutzwall) hört man noch Geräusche, obwohl man die Schallquelle nicht sieht, weil der Schall an Kanten gebeugt (abgelenkt) wird.
Eine Lärmschutzwand wird eingesetzt, um Lärm, der von einer linienförmigen oder flächigen Schallquelle (Emissionsort), besonders von einer Straße, Fabrikanlage, Schienenweg, Kindergarten, Schule, Sportplatz, haustechnische Geräte [z. B. Luft-Wärmepumpe]) ausgeht, zu dämmen. Durch eine fachgerecht gebaute Lärmschutzwand kann der Lärm so weit abgeschwächt werden, dass an einem zu schützenden Immissionsort (z. B. Wohnsiedlung, Krankenhaus) die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden oder die Anwohner sich nicht mehr belästigt fühlen.

Die Immission, die nach dem Überqueren der der Wandoberkante einen Empfänger erreicht, hängt hierbei von dem Winkel ab, um den der Schall hierzu abgelenkt wird. Dabei ist der Beugungswinkel frequenzabhängig. Der Winkel ist umso kleiner, je höher die Frequenz ist. Auch die Wetterbedingungen (Wind, Temperaturschichtung) können die Schallwellen nach oben oder nach unten hin ablenken. Deswegen erreicht der Schall auch Immissionsorte, die hinter der Wand vorhanden sind.

Aber auch Reflexionen am Boden, an gegenüberliegenden Gebäuden oder einer gegenüberliegenden Lärmschutzwand können die Schalldämmung vermindern. Außerdem addiert sich der reflektierte Schall zum Direktschall.

Die schallabschirmende Wirkung von bis zu 20 dB(A) ist von folgenden Faktoren abhängig:
  • Höhe der Wand
  • Krümmung der Wand
  • Abstand vom Immissionsort (Gebäude)
  • Abstand von der Emissionsort (Schallquelle)
  • Höhe des Immissionsortes
  • Frequenzspektrum des Schalls
  • akustische Konzeption

Schallschutzwände werden aus den verschiedensten Materialien und Formen hergestellt. Die Materialien sollten schallabsorbierend sein, da sie den reflektierten und durchdringenden Schall besonders gut reduzieren. Außerdem müssen sie eine hohe Lebensdauer aufweisen und der Witterung widerstehen.

Vor allem ästhetische Gründe entscheiden über verschiedenen Formen und Bauweisen. Dabei können besondere Krümmungen oder spezielle Oberkantenformen zu einer Effizienzsteigerung beitragen.
Bauweisen und Materialien

  • Beton-Mauern - lange Lebensdauer
  • Metalle (Stahl und Aluminium)
  • Holz (gute landschaftliche Anpassung)
  • Glas (ästhetische Gründe)
  • Kunststoffe oder poröse Materialien (guten schallisolierenden Eigenschaften)
  • Gabionen (Stein-, Schütt- und Mauersteinkorb oder Drahtschotterkasten)
Der Aushub beim Straßenbau kann für den Bau eines Lärmschutzwalls verwendet werden und sich mit der Bepflanzung gut in die Landschaft einfügen. Die Effektivität ist jedoch in der Regel geringer als bei Wänden und der Platzbedarf ist erheblich größer.
Lärmschutzwand mit 3 Funktionen
Lärmschutzwand NOxBOX von LARIX®
 Lärmschutzwand NOxBOX von LARIX®
Quelle: LARIX Lärmschutz GmbH
Eine Lärmschutzwand kann auch noch andere Funktionen erfüllen. So vereint z. B. die NOxBOX von LARIX® drei Funktionen gleichzeitig. Sie schützt vor Lärm, bindet Feinstaub und baut Stickoxide ab.

Die Lärchenholzkonstruktion ist mit einer dicken Schicht aus porösen Lavasteinen aus der Vulkaneifel gefüllt. Hier werden die Schallwellen aufgenommen.

Die Lavasteine sind mit Titandioxid beschichtet, an denen sich Stickoxide über Photokatalyse in Nitrat umgewandeln.

Außerdem werden Feinstäube und Rußpartikel in den Poren (Hohlräumen) des Lavagesteins aufgenommen bzw. bleiben an einem dahinter eingebauten Vlies haften.

Die in der Wand gebundenen Schadstoffe werden vom Regen abgewaschen und bei starker Verschmutzung mit einem Schlauch abgespritzt.

Damit die Wand gut mit Luft durchströmt wird, können Ventilatoren in der Wand den Strom, der durch Solarmodule, die auf der Wand angebracht werden können, nutzen.

Schallprobleme bei Luft-Wärmepumpen
Luftansaugfilter und Luftausstoßschalldämpfer
 Luftansaugfilter und Luftausstoßschalldämpfer
Quelle: Hessen-Zarge GmbH
Immer wieder treten Schallprobleme bei Luft-Wärmepumpen auf. Streitigkeiten mit den Nachbarn sind oft vorprogrammiert. Der Einsatz wirksamer Schalldämpfer muss eine Lösung bringen. Aber auch eine Lärmschutzwand kann hier Abhilfe schaffen, wenn genügend Platz für einen fachgerechten Aufbau vorhanden ist.

Der Luftansaug-Filter und der Luft-Ausstoß-Filter ist vom Aussehen gleich, im Inneren befindet sich ein Naturprodukt, das als Schalldämpfer dient.

Das Luft-Ausstoß-Geräusch wird auf ca. 46 dB gemindert, wodurch auch der Nachbar nicht mehr in seiner Nachtruhe gestört wird.

Auch bei einem Kellerfenster- oder Kellerwand-Durchbruch lässt sich der Filter sowohl als Ansaug- als auch als Luft-Ausstoß-Gehäuse mittels Eckwinkel montieren.

Wenn es sich aber um Körperschall und damit verbundenen tieffrequenten Schall handelt, dann müssen zusätzlich andere Maßnahmen (Schwingungsdämpfer, Gegenschall - Technik) vorgenommen werden.
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Jens99 schrieb: Hi Wolfgang, Das wär toll wenn du Mal nachschauen könntest . Wie würde ich dann ein wickelfalzrohr durch eine Porenbetonwand isoliert durchführen, sodass kein tauwasserausfall erfolgt? Oder wäre der...
daniel19 schrieb: Das hört sich doch schonmal gut an solche Werte wie unten ;) Der Kessel ist schon längers defekt, aktuell haben wir nochmals so ein Dichtmittel reingefüllt .... MAG ist erst erneuert wurden .. Aktuell...
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