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OldBo
25.03.2020
Auch hinter einer Lärmschutzwand (oder Lärmschutzwall) hört man noch Geräusche, obwohl man die Schallquelle nicht sieht, weil der Schall an Kanten gebeugt (abgelenkt) wird.
Begrünte Lärmschutzwand
 Begrünte Lärmschutzwand
Quelle: RAU Lärmschutzwände - Geosystem GBK GmbH
Miniwall
 Miniwall
Quelle: RAU Lärmschutzwände - Geosystem GBK GmbH
Lärmschutzwall
 Lärmschutzwall
Quelle: Garten- und Landschaftsbau Wartmann
Auch hinter einer Lärmschutzwand (oder Lärmschutzwall) hört man noch Geräusche, obwohl man die Schallquelle nicht sieht, weil der Schall an Kanten gebeugt (abgelenkt) wird.
Eine Lärmschutzwand wird eingesetzt, um Lärm, der von einer linienförmigen oder flächigen Schallquelle (Emissionsort), besonders von einer Straße, Fabrikanlage, Schienenweg, Kindergarten, Schule, Sportplatz, haustechnische Geräte [z. B. Luft-Wärmepumpe]) ausgeht, zu dämmen. Durch eine fachgerecht gebaute Lärmschutzwand kann der Lärm so weit abgeschwächt werden, dass an einem zu schützenden Immissionsort (z. B. Wohnsiedlung, Krankenhaus) die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden oder die Anwohner sich nicht mehr belästigt fühlen.

Die Immission, die nach dem Überqueren der der Wandoberkante einen Empfänger erreicht, hängt hierbei von dem Winkel ab, um den der Schall hierzu abgelenkt wird. Dabei ist der Beugungswinkel frequenzabhängig. Der Winkel ist umso kleiner, je höher die Frequenz ist. Auch die Wetterbedingungen (Wind, Temperaturschichtung) können die Schallwellen nach oben oder nach unten hin ablenken. Deswegen erreicht der Schall auch Immissionsorte, die hinter der Wand vorhanden sind.

Aber auch Reflexionen am Boden, an gegenüberliegenden Gebäuden oder einer gegenüberliegenden Lärmschutzwand können die Schalldämmung vermindern. Außerdem addiert sich der reflektierte Schall zum Direktschall.

Die schallabschirmende Wirkung von bis zu 20 dB(A) ist von folgenden Faktoren abhängig:
  • Höhe der Wand
  • Krümmung der Wand
  • Abstand vom Immissionsort (Gebäude)
  • Abstand von der Emissionsort (Schallquelle)
  • Höhe des Immissionsortes
  • Frequenzspektrum des Schalls
  • akustische Konzeption

Schallschutzwände werden aus den verschiedensten Materialien und Formen hergestellt. Die Materialien sollten schallabsorbierend sein, da sie den reflektierten und durchdringenden Schall besonders gut reduzieren. Außerdem müssen sie eine hohe Lebensdauer aufweisen und der Witterung widerstehen.

Vor allem ästhetische Gründe entscheiden über verschiedenen Formen und Bauweisen. Dabei können besondere Krümmungen oder spezielle Oberkantenformen zu einer Effizienzsteigerung beitragen.
Bauweisen und Materialien

  • Beton-Mauern - lange Lebensdauer
  • Metalle (Stahl und Aluminium)
  • Holz (gute landschaftliche Anpassung)
  • Glas (ästhetische Gründe)
  • Kunststoffe oder poröse Materialien (guten schallisolierenden Eigenschaften)
  • Gabionen (Stein-, Schütt- und Mauersteinkorb oder Drahtschotterkasten)
Der Aushub beim Straßenbau kann für den Bau eines Lärmschutzwalls verwendet werden und sich mit der Bepflanzung gut in die Landschaft einfügen. Die Effektivität ist jedoch in der Regel geringer als bei Wänden und der Platzbedarf ist erheblich größer.
Lärmschutzwand mit 3 Funktionen
Lärmschutzwand NOxBOX von LARIX®
 Lärmschutzwand NOxBOX von LARIX®
Quelle: LARIX Lärmschutz GmbH
Eine Lärmschutzwand kann auch noch andere Funktionen erfüllen. So vereint z. B. die NOxBOX von LARIX® drei Funktionen gleichzeitig. Sie schützt vor Lärm, bindet Feinstaub und baut Stickoxide ab.

Die Lärchenholzkonstruktion ist mit einer dicken Schicht aus porösen Lavasteinen aus der Vulkaneifel gefüllt. Hier werden die Schallwellen aufgenommen.

Die Lavasteine sind mit Titandioxid beschichtet, an denen sich Stickoxide über Photokatalyse in Nitrat umgewandeln.

Außerdem werden Feinstäube und Rußpartikel in den Poren (Hohlräumen) des Lavagesteins aufgenommen bzw. bleiben an einem dahinter eingebauten Vlies haften.

Die in der Wand gebundenen Schadstoffe werden vom Regen abgewaschen und bei starker Verschmutzung mit einem Schlauch abgespritzt.

Damit die Wand gut mit Luft durchströmt wird, können Ventilatoren in der Wand den Strom, der durch Solarmodule, die auf der Wand angebracht werden können, nutzen.

Aufstellung einer Wärmepumpe

Bei der Aufstellung einer Wärmepumpe treten immer wieder Schallprobleme, besonders in Verbindung mit Luft-Wärmepumpen, auf. Streitigkeiten mit den Nachbarn inbezug auf Geräusche sind oft vorprogrammiert. Der richtige Standort und der Einsatz wirksamer Schalldämpfer muss/kann die Akzeptanz erhöhen. Schon der Anblick der Wärmepumpe weckt bei vielen Nachbarn eine Antistimmung. Aber auch eine Lärmschutzwand kann hier Abhilfe schaffen, wenn genügend Platz für einen fachgerechten Aufbau vorhanden ist.

Bei der Aufstellung von Wärmepumpen sind neben den akustischen Gesichtspunkten auch der Schutz vor Schmutz und Schnee zu beachten. Eine sichere Kondensatableitung ist notwendig, um eine Vereisung zu vermeiden bzw. zu minimieren. Außerdem muss zwischen einer Innen- und Außenaufstellung unterschieden werden.

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