Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Autoren
OldBo
16.02.2020
Wenn ein Raum in einem Eigenheim (Einfamilienhaus [EFH], Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Bungalow, Mini-Haus, Doppelhaus, Reihenhaus [RH], Zweifamilienhaus [ZFH]), einer Eigentumswohnung oder eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gegenüber der in der Baugenehmigung angegebenen Nutzung, anders genutzt werden soll, dann muss diese Umnutzung gemeldet oder beantragt werden.

Wenn ein Raum in einem Eigenheim (Einfamilienhaus [EFH], Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Bungalow, Mini-Haus, Doppelhaus, Reihenhaus [RH], Zweifamilienhaus [ZFH]), einer Eigentumswohnung oder eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gegenüber der in der Baugenehmigung angegebenen Nutzung, anders genutzt werden soll, dann muss diese Umnutzung gemeldet oder beantragt werden.

Eine Nutzungsänderung (Umnutzung) bezeichnet die Änderung der genehmigten Benutzungsart oder die Änderung der Zweckbestimmung einer Nutzungseinheit (im MFH eine Wohnung, Büros, Praxen oder Geschäfte und im EFH oder Eigentumswohnung einzelne Räume, die gewerblich genutzt werden oder werden sollen) oder eines Gebäudes. In den Landesbauordnungen der Bundesländer wird das als "Änderung der genehmigten Benutzungsart" bezeichnet. Eine Nutzungsänderung bedarf genau wie die Errichtung eines Gebäudes eine Baugenehmigung und muss bei der zuständigen Genehmigungsbehörde (z. B. unteren Baurechtbehörde) beantragt werden.

Wenn eine genehmigte Benutzungsart (z. B. Kinderzimmer, Schlafzimmer) einer baulichen Anlage (z. B. Einfamilienhaus, Eigentumswohnung), die in der Baugenehmigung festgelegt ist, anders genutzt werden soll, so wird sich in der Regel bei einer privaten Nutzung niemand darüber Gedanken machen, dies bei der Baubehörde zu melden bzw. zu beantragen. Die Landesbauordnungen sehen für einige Fälle auch eine Ausnahme von der Genehmigungspflicht vor. Es handelt sich dabei regelmäßig um Nutzungsänderungen von kleinen baulichen Anlagen.

  • Wird aber ein Raum, der nicht als Aufenthaltsraum1 genutzt wurde (z. B. Dachboden, Kellerraum, Abstellraum, Hobbyraum), der als Aufenthaltsraum umgebaut und genutzt werden soll, dann können die jeweiligen Landesbauordnungen Bestimmungen über Fluchtwege, Schalldämmung und Feuerschutz enthalten, die eine neue Beurteilung nach sich ziehen.
  • Wenn die Gebäudehülle und Statik eines Hauses maßgeblich verändert wird, muss ein Antrag vor Baubeginn gestellt werden. Der Planer stellt die Antragsunterlagen und Zeichnungen zusammen, unterschreibt für die fachliche und inhaltliche Richtigkeit des Antrages und reicht diesen bei der Baubehörde ein.
    Dies ist für folgende Bautätigkeiten am bestehenden Gebäude erforderlich:
      • Dachumbauten mit statischen Veränderungen
      • Dachausbauten, wenn eine neue Wohnung entsteht (Nutzungsänderung)
      • Kellerum- und ausbauten, wenn neuer Wohnraum entsteht
      • Fassadenrenovierungen mit starken Veränderungen an Aufbau und Aussehen
      • Anbauten
      • Nachträglicher Einbau von Heizräumen
      • Nachträglicher Einbau von Lagerstätten für Heizöl und Flüssiggas
      • Veränderungen an der Abwasseranlage

Ob ein Arbeitszimmer in einem Einfamilienhaus oder einer Wohnung, das einem Leher/in steuerlich anerkannt wurde, einer Umnutzung gleichkommt, wird strittig diskutiert.
1 Landesbauordnung für das Land Schleswig-Holstein (LBO) om 22. Januar 2009 (2016) § 48 Aufenthaltsräume
(1) Aufenthaltsräume müssen eine lichte Raumhöhe von mindestens 2,40 m haben. Aufenthaltsräume im Dachraum müssen eine lichte Höhe von mindestens 2,30 m über mindestens der Hälfte ihrer Grundfläche haben; Raumteile mit einer lichten Höhe bis zu 1,50 m bleiben bei der Berechnung der Grundfläche außer Betracht.
(2) Aufenthaltsräume müssen unmittelbar ins Freie führende Fenster von solcher Anzahl und Beschaffenheit haben, dass die Räume ausreichend belüftet und mit Tageslicht belichtet werden können (notwendige Fenster). Das Rohbaumaß der Fensteröffnungen muss mindestens ein Achtel der nutzbaren Grundfläche des Raumes einschließlich der nutzbaren Grundfläche verglaster Vorbauten und Loggien haben. Oberlichter anstelle von Fenstern sind zulässig, wenn wegen der Nutzung des Aufenthaltsraumes Bedenken nicht bestehen. Verglaste Vorbauten und Loggien sind vor notwendigen Fenstern zulässig, wenn für die dahinter liegenden Räume eine ausreichende Belichtung mit Tageslicht und Lüftung sichergestellt ist.
(3) Aufenthaltsräume, deren Nutzung eine Belichtung mit Tageslicht verbietet, sowie Verkaufsräume, Schank- und Speisegaststätten, ärztliche Behandlungs-, Sport-, Spiel-, Werk- und ähnliche Räume sind ohne Fenster zulässig

Wird hier aber eine gewerbliche Nutzung (z. B. Arbeitszimmer, Büro, Praxis [Heilpraktiker, Massage], Vermietung) geplant, dann bedarf die Umnutzung in der Regel eine Nutzungsänderung nach den §§ 29 ff. des Baugesetzbuchs (BauGB) eine neue Baugenehmigung nach der jeweiligen Landesbauordnung.

Wenn private Zimmer oder Wohnungen kurzfristig zur Miete an Monteure oder Touristen angeboten werden, dann verändert sich die Nutzungsart eines Wohnraums. Für Nutzungsänderungen dieser Art besteht deutschlandweite Meldepflicht bei der jeweils zuständigen Behörde. Diese kann diese gewerblich kurzfristige Vermietungen als eine Wohnraumzweckentfremdung ansehen und ablehnen.

  • Wer in seinem eigenem Einfamilienhaus eine Praxis (z. B. Massage, Heilpraktiker/in) einrichten will, muss abklären, ob diese Praxis in dem Haus eröffnet werden kann. Das hängt vom jeweiligen Bauordnungsrecht des Landes ab. Nach dem Landesbaurecht werden Anforderungen an Praxen gestellt. So gehören z. B. mehrere Parkplätze, ein barrierefreier Zugang, ein problemloser Notausgang und Brandschutztüren dazu.Außerdem muss eine Praxiseröffnung dem Gesundheitsamt angezeigt werden, das dann die hygienische Einrichtung kontrolliert.
  • Wer einen normalen Praxisbetrieb (z. B. Massage, Heilpraktiker/in) in der eigenen Wohnung (Eigentumswohnung) einrichten will, benötigt zuerst die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft dieser Nutzungsänderung. Ob diese Praxis in privaten Räumen eröffnet werden können, hängt vom jeweiligen Bauordnungsrecht des Landes ab. Nach dem Landesbaurecht werden Anforderungen an Praxen gestellt. So gehören z. B. mehrere Parkplätze, ein barrierefreier Zugang, ein problemloser Notausgang und Brandschutztüren dazu. Außerdem muss eine Praxiseröffnung dem Gesundheitsamt angezeigt werden, das dann die hygienische Einrichtung kontrolliert.
  • Wenn ein Wochenendhaus dauerhaft als Wohngebäude genutzt werden soll, dann stellt das eine Nutzungsänderung. Dauerhaftes Wohnen in Wochenendhausgebieten ist nur zulässig, wenn die zuständige Behörde eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes erteilt hat.

Der Nutzungsänderungsgenehmigungsantrag muss ausgefüllt, von dem Bauherren bzw. vom Antragssteller persönlich unterschrieben und bei der zuständigen Behörde abgegeben werden.
Dem Nutzungsänderungsantrag sind folgende Unterlagen beizufügen (Beispiel):

    • Ein Lageplan, der nicht älter als sechs Monate sein darf und der mindestens im Maßstab 1:500 auf der Grundlage einer Flur- oder Liegenschaftskarte erstellt sein muss.
    • Bauzeichnungen mit Eintragungen der bisherigen und der geplanten Nutzung, die sämtliche von der Nutzungsänderung betroffenen Räume und Geschosse des Gebäudes zeigen müssen (Maßstab 1:100).
    • Wohn- und Nutzflächenberechnung
    • Stellplatznachweis für den Mehrbedarf, da für die geplante Nutzung im Allgemeinen Stellplätze wie bei einer Neuerrichtung des Gebäudes vorhanden sein müssen. Wenn die Nutzungsänderung keinen zu deutlich höheren Bedarf an Stellplätzen und es zu keiner Änderung der Identität des Gebäudes führt, ist der Nachweis nicht notwendig.
    • Eine Betriebsbeschreibung, wenn die Nutzungsänderung gewerblicher Art ist. Zusätzlich muss die Konzession oder das Aufstellen von Werbeanlagen gesondert beantragt werden.
    • Wenn zusätzliche baulichen Änderung notwendig sind, dann sind die voraussichtlichen Herstellungskosten und die die Baubeschreibung notwendig.
    • Abhängig vom Objekt können auch Gutachten (z. B. Schallschutzgutachten, Brandschutzkonzept) erforderlich sein.

Die Zulässigkeit der geplanten Nutzungsänderung wird von der zuständigen Behörde überprüft. Eine Genehmigung kann evtl. auch nur unter Auflagen erfolgen.
Wenn keine Nutzungsänderungsgenehmigung vorliegt, kann die zuständige Behörde anordnen, die neue Nutzung einzustellen. In besonders schweren Fällen kann auch der Abriss der neuen baulichen Anlage gefordert werden. In der Regel wird die zuständige Behörde einen Bußgeldbescheid erlassen, wenn jemand eine Nutzung ohne die erforderliche Nutzungsänderungsgenehmigung aufnimmt.

Weitere Funktionen
Aktuelle Forenbeiträge
passra schrieb: Man könnte sich die zusätzliche Pumpe auch sparen und einfach...
elkulk schrieb: Die Luftzufuhr kann man bei unserer Anlage im HWR an den Verteilerrohren...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Hersteller von Tanks und Behältern aus
Kunststoff und Stahl
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik