Die Entschheidung, ob man im Eigentum oder zur Miete wohnen will, ist nicht einfach. Sie hängt von vielen Faktoren ab. Man muss sich darüber bewusst werden, warum man gerne kaufen oder bauen möchte. Ist das Ziel die Absicherung im Alter? Soll die Immobilie eine Geldanlage sein, die vermietet werden soll?
Durch die Sanierung von Altbauten geht der Trend oft in Richtung Eigentumswohnung. Diese Wohnungen werden besonders in Städten, großen Ballungszentren und auch in Feriengebieten immer attraktiver. Hier wird auf möglichst kleinem Raum viel Wohnraum geschaffen.
Bei der Frage "Kaufen oder Mieten?" ist nicht nur die finanzielle Situation, sondern auch die eigene Lebenssituation zu klären. (z. B. Kaufen, wenn man seinen Lebensmittelpunkt gefunden hat. Wenn man alle paar Jahre umziehen muss, dann kann eine Mietwohnung sinnvoll sein. Ist man der Typ, der es lieber bequem mag und bei jedem Problem gleich den Vermieter anruft oder ist man bereit, sich selbst zu kümmern).
Besonders in den Ballungszentren wird die Suche nach einem "bezahlbaren" Einfamilienhaus, einer bezahlbaren Mietwohnung oder eines Grundstücks für den Bau immer schwerer. Dazu kommen noch die immer höheren Bauvorschriften (z. B. die EnEV), die das Bauen immer teurer machen.
Auf der anderen Seite sollte man auch den Leerstand bzw. die unverkäuflichen Häuser in einigen ländlichen Regionen nicht verschweigen und sich Gedanken machen, wie man diese Immobilien bei die Wohnraumbeschaffung mit einbezieht.
Das Wohnen in der Zukunft wird und muss sich erheblich ändern. Nicht nur die ständig steigenden Grundstücks- und Baukosten, sondern auch die oft viel zu großzügigen Wohnflächen, werden ein Umdenken notwendig machen. Außerdem müssen aufgrund des Klimawandels die Gebäude saniert werden, damit die Heiz- und Kühllasten gesenkt werden und die Versiegelungen der Flächen müssen zurückgebaut und die Regenwasserableitung muss neu geplant werden.
Ein Modebegriff ist "Smart City", der für Nachhaltigkeit und Klimawandel steht, aber auch ein erhebliches Gefahrenpotenzial birgt. Hier ist z. B. vor allem die Möglichkeit der Überwachung durch Kameras und Sensoren bzw. des Missbrauchs dieser Technologien zu nennen.
Eine besondere Art des Wohnens ist das Co-Living (Co-Housing) bzw. Collaborate Living. Bei dem wohnt jeder Bewohner in der eigenen kleinen Wohnung, ist aber gleichzeitig Teil einer Hausgemeinschaft, die vom Dachgarten bis zum Gästezimmer alles miteinander teilt. Die eigene Wohnung ist bescheiden, der Gewinn in Form der Gemeinschaft und der finanziellen Freiheit ist groß. Und natürlich ist das Collaborate Living eine weitere Chance, den ökologischen Fußabdruck des Wohnbereichs zu verringern. Single-Haushalte haben in der Regel den höchsten Stromverbrauch pro Kopf. Da beim Co-Housing Küchen- und Unterhaltungsgeräte gemeinschaftlich genutzt werden, verteilt sich der Stromverbrauch wieder auf mehrere Köpfe. Zudem können Verkehrsmittel (Autos und Fahrräder) gemeinschaftlich genutzt werden.
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Dringend ist ein Ende der Regulierungswut sowie ein Aussetzen zeitraubender Genehmigungsverfahren notwendig.