Ein Tiny-Haus (Tiny Houses) ist, einfach gesagt, ein Minihaus auf Rädern (Tiny Houses on Wheels - THoW) oder wird auch als "Singlehaus" bezeichnet.
Im Gegensatz zu den USA ist hierzulande die Nutzung von Gebäuden bestimmend, ob unser bürokratisches Baurecht anzuwenden ist. Für ein mobiles Tiny-Haus, das an einem bestimmten Standort für Wohnzwecke vorgesehen ist, muss daher eine Baugenehmigung beantragt werden, völlig unabhängig davon, ob es Räder hat oder nicht. Da die deutsche Straßenverkehrsordnung Anhänger bis 4 m Höhe und 2,55 m Breite ohne Sonderzulassung gestattet und sich Längen über 7 Meter nicht wirklich bequem durch Deutschland (und unsere Nachbarstaaten) bewegen lassen, wird man bei uns kaum größeren Tiny Houses begegnen. Die "typischen", auf Trailer aufgebauten Tiny-Häuser haben also selten mehr als 15 m² Wohnfläche, verfügen aber dennoch über alles Wesentliche, was man zum Wohnen braucht (ein Wohnbereich mit Kochnische, ein Sanitärbereich mit Dusche und Toilette sowie ein Schlafloft.
Tinyhäuser können trotz ihrer relativ geringen Größe den gleichen Komfort wie eine herkömmliche Wohnung oder ein Eigenheim bieten. Die Bedeutung von frischer Luft im Wohnraum ist dabei jedoch nicht zu unterschätzen, denn durch das geringe Raum- und damit Luftvolumen wird es in kleinen Räumen eher stickig als in großen. Daher muss der Wohnraum in modernen Mini- und Tinyhäusern (bei denen es keine natürliche Lüftung durch Fugen und Ritzen gibt) angemessen belüftet werden.
Dies ist den meisten Bauherren nicht klar. Viel schlimmer ist es aber, dass Bauträger, Planer und auch viele Gebäudetechniker die Notwendigkeit dafür nicht verstanden haben und nach wie vor Raumklima mit Raumluftqualität verwechseln. Ein Einbau einer Lüftung im Neubau ist wesentlich einfacher und kostengünstiger integrierbar gegenüber einer Nachrüstung. Für die Lüftung von Wohnungen bietet sich die dezentrale Lüftungstechnologie an.
Für die meisten Besitzer bzw. Nutzer der kleinen Tiny-Häuser bzw. Mini-Häuser steht die Energieeffizienz und der Klimaschutz im Vordergrund. Ein Tiny-Haus besteht meistens aus Holz. Damit es wirklich ökologisch ist, sollte regionales Holz verwendet werden. Um die Wärme der Sonne optimal zu nutzen, entscheiden sich viele Bauherren für ein großes Fenster auf der Südseite des Minihauses. Beim energieeffizienten Bauen steht eine gute Dämmung im Vordergrund, um Wärmeverluste zu vermeiden. Die Bauweise mit der höchsten Energieeffizienz ist das Passivhaus und spart die meiste Energie. Ein Passivhaus kostet zwar mehr, wird aber auch von der KfW-Bank mit Zuschüssen und günstigen Darlehen unterstützt.
Die Klimafreundlichkeit beruht hauptsach darauf, dass z. B. ein 17 m² großes Tiny-Haus lediglich 7 % der CO2 eines 240 m² großen Familienhaus verbraucht. So sparen die Bewohner ca. 11,8 Tonnen CO2. CO2-Einsparungen werden durch eine ressourcenschonende Bauweise aus regionalen Materialien (z. B. Holz), autarke Stromversorgung mit Photovoltaik im Sommer, wenig beheizten Raum und wenige Elektrogeräte erreicht.
Die Tiny- und Mini-Häuser sind zwischen 15 und 45 m² groß und kosten je nach Ausstattung zwischen 5.000 und 45.000 Euro. Die Kosten setzen sich aus den Ausgaben für das Grundstück, die Anschlussgebühren, die Versorgungstechnik, die Innenausstattung, die Außenanlage und den Baunebenkosten zusammen.
Wie in vielen Bereichen in Deutschland bestehen auch hier viele bürokratische Vorschriften und Gesetze. Besonders das deutschen Baurecht verhindert oder verleidet oft das Wohnen in Tiny- und Mini-Häusern. Sobald ein Haus dauerhaft bewohnt werden soll, ist es genehmigungspflichtig. Es muss bei der Gemeinde, in der das Grundstück gekauft wurde, einen Bauantrag stellen. Die Gemeinde legt den Bauantrag anschließend dem Landratsamt vor, das dann den Bau im besten Fall genehmigt. Es gibt bestimmte Mindestanforderungen, die ein Tiny House erfüllen muss, damit es eine Baugenehmigung erhält.
Baubestimmungen für ein dauerhaft bewohntes Tiny-Haus sind
• Küche und Bad müssen vorhanden sein.
• Höhe der Aufenthaltsräume beträgt mindestens 2,40 Meter.
• Fensterlose Bäder und Toiletten sind nur zulässig, wenn eine Lüftung installiert ist.
• Holzhäuser brauchen Blitzschutzanlage
• Breite und Höhe von Treppen, Fenstern, Türen und Fluchtwegen unterliegen den jeweiligen Bestimmungen der Landesbauordnung.
Wenn das Tiny-Haus auf einem Campingplatz aufgestellt wird, für den die Wohnnutzung im Bebauungsplan eingetragen ist, benötigen man keine Baugenehmigung. Laut Landesverordnung über Camping- und Wochenendplätze gibt es dann aber zwei Auflagen. Das Tiny- bzw. Mini-Haus darf maximal 50 m² groß und nicht höher als 3,50 Meter sein. Einige Campingplatzbetreiber lassen allerdings auch Tiny Houses bis 4 Meter Höhe zu.
Tinyhäuser können trotz ihrer relativ geringen Größe den gleichen Komfort wie eine herkömmliche Wohnung oder ein Eigenheim bieten. Die Bedeutung von frischer Luft im Wohnraum ist dabei jedoch nicht zu unterschätzen, denn durch das geringe Raum- und damit Luftvolumen wird es in kleinen Räumen eher stickig als in großen. Daher muss der Wohnraum in modernen Mini- und Tinyhäusern (bei denen es keine natürliche Lüftung durch Fugen und Ritzen gibt) angemessen belüftet werden.
Dies ist den meisten Bauherren nicht klar. Viel schlimmer ist es aber, dass Bauträger, Planer und auch viele Gebäudetechniker die Notwendigkeit dafür nicht verstanden haben und nach wie vor Raumklima mit Raumluftqualität verwechseln. Ein Einbau einer Lüftung im Neubau ist wesentlich einfacher und kostengünstiger integrierbar gegenüber einer Nachrüstung. Hier bietet sich die dezentrale Lüftungstechnologie (Lüftung - Mini-Haus) an. Auch über die Beheizung des jeweiligen Hauses wird zunehmend diskutiert.