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15.12.2004 17:23:31 |
Bei den derzeitigen Wetterverhältnissen (Dauerfrost tagsüber -2 Grad, nachts bis -8 Grad) läuft unsere Wasser-Wasser- Wärmepumpe bis zu 120 min bei der Erwärmung des Heizungswassers (600l Speicher, max. Temp. 44 Grad) und ca. 35 min bei der Erwärmung des Warmwassers (300l Speicher, 45 Grad). Ist diese (lange) Laufzeit der Wärmepumpe für den Kompressor schädlich (Wärmenetwicklung) oder gilt der Grundsatz je länger die Laufzeit desto besser? Wer hat damit Erfahrungen?
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15.12.2004 17:31:50 |
Schädlich ist das Anlaufen, also das Takten für die Lebensdauer und die Arbeitszahl. Die Wärme des Verdichters wird im Verflüssiger auf deine Heizung übertragen. Je länger die Laufzeit, desto besser. H. Frank
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15.12.2004 19:50:51 |
H. Frank Danke für die Auskunft. Bei den geschilderten Wetterverhältnissen benötigt die WP ca. 50 kwH pro Tag (incl. Warmwasserbereitung), die Wohnfläche beträgt ca. 180 m², das Haus ist mit Vollwärmeschutz (16 cm Wärmedämmung auf 17,5cm KS-Mauerwerk) und kontrollierter Be-und Entlüftung mit WRG ausgestattet. Ist das ungefähr o.k.? |
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16.12.2004 00:00:43 |
Hallo.
Ist das die erste Heizsaison für das Haus oder wurde schon ein Winter vorher geheizt?
Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de |
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16.12.2004 00:35:04 |
@arkl "Bei den geschilderten Wetterverhältnissen benötigt die WP ca. 50 kwH pro Tag (incl. Warmwasserbereitung)," Meinst Du mit "benötigt", daß die Wärmepumpe so viel Strom verbraucht, oder daß sie so viel Wärme liefert? Denn bei "die Wohnfläche beträgt ca. 180 m², das Haus ist mit Vollwärmeschutz (16 cm Wärmedämmung auf 17,5cm KS-Mauerwerk) und kontrollierter Be-und Entlüftung mit WRG ausgestattet." diesen Daten und der Annahme, daß das Haus nicht in den Alpen steht, wäre ein solcher Stromverbrauch meiner Meinung nach mehr als nur sehr hoch. Wir verbrauchen bei ähnlicher Wohnfläche, wahrscheinlich etwas schlechterer Dämmung (8 cm WDVS auf 24 cm Poroton) und ohne kontrollierte Wohnraumlüftung zur Zeit maximal 10 m^3 Erdgas, mithin also 100 kWh pro Tag. Macht 4,35 Euro pro Tag. 50 kWh Strom kosten ohne Verbillgung für WP so 8 Euro, und es müssen das zweifache bis dreifache an Primärenergie aufgebracht werden. Falls die 50 kWh wirklich Strom sind und Du nicht Dein Haus wegen Neubau trockenheizen mußt (dann sieht das Ganze anders aus, da ist der Verbrauch einfach viel höher), würde ich mir über den ökologischen Aspekt der WP Gedanken machen.
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16.12.2004 17:09:17 |
@ brenner Wir haben das Haus im Mai 2004 bezogen, es ist also die erste Heizperiode. @ ralf es sind tatsächlich bis zu 50 kwh Strom, aber zum Sondertarif (halber Preis wie für den übrigen Strom), d.h. ca. 5 EUR/Tag Im Sommer (nur Kühlen und Warmwasser-Breitung) lag der Verbrauch bei nur 3-5 kwh Strom pro Tag |
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16.12.2004 17:20:22 |
50 kWh/d = ~ 5 m³ Gas/d Irgendwie stehe ich jetzt auf dem Schlauch! Würde dies etwa einer Arbeitszahl 1:2 (verglichen mit Gaskeizkessel) entsprechen? Dies wäre in der Tat miserabel. Mit hohem Aufwand (vorgelagerte Prozesskette + WP) würde dann quasi nichts erreicht. Bei einer WP sollte doch bei 50kWh Stromeinsatz im minimum 200 kWh besser 250 kWh Wärme erzeugt werden. Oder liege ich hier schief? Gruß heiznix
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16.12.2004 17:47:22 |
Hallo. heiznix steht nicht auf dem Schlauch. Wenn die WP ordentlich ausgelegt wurde, und bei Wasser-Wasser-Betrieb mit einer Leistungszahl von rund 5 läuft, entspricht der gegenwärtige Wärmebedarf tatsächlich rd. 250 kWh/d. Das sind dann wohl 25m³ Gas pro Tag. 600 Liter Brauchwasser ist viel. Ich nehme mal an, dass ein relativ großer Teil des Energiebedarfs darin steckt (12 - 15 kWh). Der Rest muß wohl erst mal in die Trocknung des Gebäudes investiert werden. Meiner Erfahrung nach ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Heizung im ersten Winter nahezu doppelt so viel Energie benötigt, wie später bei trockener Bausubstanz. Wenn die WP und deren Temperaturwerte (10°C Quellentemperatur / 35°C Heiztemperatur) passen, sollten wir uns in einem Jahr nochmal unterhalten. Grüße, C. Brenner www.Celsius-compile.de |
| | Zeit:
16.12.2004 21:51:08 |
Meiner Erfahrung nach ist es nicht ungewöhnlich, wenn die Heizung im ersten Winter nahezu doppelt so viel Energie benötigt, wie später bei trockener Bausubstanz. Na dann wollen wir mal hoffen dass C.Brenner recht hat. Gruß heiznix der gerade (als Hobbyheizer) beim Schwager auch 'ne WP einbaut.
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16.12.2004 23:07:23 |
Oh je, wieder der typische Fall. Was kostet so eine WP-Anlage und wieviel Prozent davon würde ein Wärmemengenzähler kosten? Mit dem Wärmemengenzähler wäre doch das ganze Problem erschlagen, unabhängig davon ob Bautrocknung oder nicht. Dann könnte man sofort den Erbauer dieser Anlage in die Pflicht nehmen und auf Nachbesserung fordern. H. Frank |
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17.12.2004 07:50:49 |
Aber doch nicht in der ersten Heizperiode..... Gegen den Energiebedarf der Bautrocknung ist noch kein kraut gewachsen. Aus einem Untersuchungsbericht des Fraunhofer Institutes weiß ich, das Bei NEH-Neubauten der Heizwärmebedarf in den ersten drei Heizperioden kontinuierlich sinkt. Liegt zum einen an der Baufeuchte----zum anderen am Lernverhalten der Bewohner. Auch energiebewusstes Wohnen will gelernt sein. Unterm Strich betrug die Schwankungsbandbreite bei 13 Häusern gleicher Bauart etwa 20 % www.heizungsoptimierung.de.vu
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17.12.2004 08:37:27 |
Noch eine Anmerkung zum Thema Nutzerverhalten.
In einer Anfang der 90er Jahre errichteten NEH-Siedlung in Kassel war der prognostizierte Verbrauch 70 kWh/m² a. Der tatsächliche Verbrauch bei vollkommen baugleichen Häusern war dann 20....150 kWh/m² a!!
Gruß heiznix
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17.12.2004 08:44:51 |
Das der Energieverbrauch in der ersten Heizperiode höher liegt, ist schon klar. Mit dem Messen meine ich doch nur die Arbeitszahl der WP zu bestimmen: abgegebene Heizenergie/aufgenommene elektr. Energie Sicher ist die Arbeitszahl der wegen der Bautrocknung notw. höheren Vorlauftemp. nicht so optimal. Aber nur mit Messen weiß man über die Effektivität der WP bescheid, nur den Stromzähler ablesen bringt nichts. H. Frank |
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17.12.2004 09:18:19 |
@ H.Frank
Ja, da könnten bei mancher WP-Anlage die Augen aufgehen. Die 300 Euro für den WMZ sind da womöglich gut investiert.
Gruß heiznix
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17.12.2004 09:26:37 |
Jo, Turbo 3,5 MW mit Leistungszahl laut prospekt 7 Im realen Betrieb Jahresdurchschnitt 2, 5 bis 3
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17.12.2004 10:13:44 |
... joo, standartmäßig einen Wärmemengenzähler (WMZ) hinter Wärmepumpen und Solaranlagen! Das könnte vielen die Augen öffnen... Gut wäre auch wenn der installierende Fachmann einen Mindestertrag oder Wirtschaftlichkeit garantieren müsste. Ich werde auch das Gefühl nicht los, das arkls Anlage nicht ganz passt. Bitte mal nachlesen: 1. Dauerfrost tagsüber -2 Grad, nachts bis -8 Grad 2. Laufzeit) bis zu 120 min für Erwärmung des Heizungswassers (600l Speicher, max. Temp. 44 Grad) und 35 min für Warmwasser(300l Speicher, 45 Grad). Ich finde die Laufzeiten unter diesen Bedingungen etwas kurz, mE wäre es besser wenn eine schwächere Pumpe (tagsüber) durchlaufen könnte. Wenn der Neubau erst mal richtig trocken ist wird der Wärmebedarf sinken und damit auch nochmals die Laufzeiten. @ark: Nicht Laufzeiten produzieren den größten Verschleis, sondern starts (=anlaufen)! Harry |
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17.12.2004 10:35:34 |
Und durch das viele Takten hat man dann wieder Auskühlverluste, was wiederum die Arbeitszahl reduziert.
H. Frank
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17.12.2004 19:31:52 |
Danke für die Antworten. Ich mache seit über 3 Monaten regelmäßige Aufzeichnungen über den Stromverbrauch, aber die Anregung, einen Wärmemengenzähler einzubauen finde ich gut. Wo soll dieser denn sinnvollerweise angebracht werden? Mit der WP wird sowohl das Brauchwasser als auch das Heizungswasser erwärmt. Arkl Innerhalb der letzten 24 h (bei durchschnittlich 2 Grad Außentemperatur ging der Stromverbrauch insgesamt (heizen + Warmwasser)auf 32 kwH zurück. Ich warte am besten mal das erste Jahr ab. |
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17.12.2004 22:16:35 |
Den WMZ am besten direkt vor oder nach der WP einbauen, es müssen nähmlich Heizungs- und Boilervolumenstrom und deren jeweilige V.- und R.-Lauftemp. erfasst werden. Einfach über eine gewisse Zeitspanne die gelieferte Wärmeenergie der WP und deren elektr. Energiebedarf ( Wärmepumpe + Hilfsantrieb wie z.B. Sole-Wasser-Umwälzpumpe oder Wasserpumpe) ermitteln. Dann Wärmeenergie durch elektr. Energie dividieren, das Ergebnis ist die Arbeitszahl. Die Effektivität der WP-Anlage wird in der Jahresarbeitszahl dargestellt. Bei einer Wasser-Wasser-WP sollte, wie C. Brenner schon erwähnte, die Jahresarbeitszahl um die 5 liegen. H. Frank
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17.12.2004 22:17:28 |
bei mir wird darum 1x pro Tag getaktet. Kann mir jemand sagen, warum mein Kühlschrank Kompressor so lange hält. Der Kühlschrank ist 38 Jahre alt und taktet doch so einiges öfter als meine Wärmepumpe. Zum Wärmemengenmesser habe ich schon mal woanders was zu geschrieben. mfg Quehl |
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17.12.2004 22:36:06 |
@Quehl Deine WP läuft doch auch noch oder? Nein kannst du auch nicht vergleichen. Beim Kühlschrank sind es doch viel kleinere Massen die beim Anfahren beschleunigt werden und somit wirken auch kleinere Kräfte. Ein guter Softstarter dem Verdichter vorgeschaltet, reduziert nicht nur den Anlaufstrom, sondern lässt auch den Kompressor nicht ruckartig, sondern langsam beschleunigend anlaufen. Ohne Erfassen der Wärmeenergie kannst du aber nie eine qualitative Aussage über deine WP machen. Ich weiß, WMZ sind teuer und Gebrauchte oder nicht mehr Geeichte, nur schwer zu kriegen. Ach übrigens, hast du jetzt aus der Schweiz Antwort erhalten? Wenn nicht, einfach anrufen und richte einen Gruß aus. H. Frank |
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18.12.2004 17:23:22 |
meine WP funktioniert noch. Die Elektrik ist zwar defekt, darum werden evtl. einige Sicherheitsfunktionen nicht mehr gehen, aber Kompressor und Hydraulik gehen noch. Und das ist das Wichtigste. Der Kühlschrank hat aber auch einen hohen Anlaufstrom. Ich mußte deshalb mal mein Netzteil des PCs austauschen und eine andere Steckdose verwenden, damit sich die Störungen nicht auswirken. Auf die Größe des Kompressors kommt es alleine meiner Meinung nach nicht an. Sondern auf Konstruktion und Überlastbarkeit. Wenn die Kupferleitungen im Motor stark genug sind, um den Anlaufstrom ohne Probleme zu verkraften, dann hält der auch ewig. Oder es sind im WP Kompressor noch Teile vorhanden, die im Kühlschrank Kompressor nicht vorhanden sind. Aus der Schweiz habe ich noch keine Antwort, dafür eine Antwort aus Deutschland. Keine Informationen verfügbar, Fragen werden nach Rücksprache mit dem Techniker beantwortet. Na, wenn das in dem Tempo so weiter geht, dann ist meine WP schneller defekt, als ich die nächste Antwort bekomme. Mit den Rohrwiderständen u.s.w. und der Pumpenkurve und den Temperaturen kann man die Wärmemenge berechnen. Wie genau das ist, bleibt fraglich, aber besser als nichts. |
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19.12.2004 18:09:01 |
@Quehl: "Kann mir jemand sagen, warum mein Kühlschrank Kompressor so lange hält. Der Kühlschrank ist 38 Jahre alt und taktet doch so einiges öfter als meine Wärmepumpe..." Könnte damit zusammenhängen, dass der Kühlschrank aus dem Jahre 1966(?) nicht vorwiegend auf wirtschaftlichen und stromsparenden Betrieb ausgelegt wurde. Heutige Kühlschränke (und WP) sollen in erster Linie energieeffizient arbeiten... Harry PS Tu der Umwelt und deinem Geldbeutel einen Gefallen und schicke den Oldie in den Ruhestand! Ein neuer Kühlschrank mit geringerem Stromverbrauch wird sich auch finanziell schnell armortisieren. |
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20.12.2004 20:07:13 |
ich hatte damals mal den Stromverbrauch gemessen, im Sommer und kaum sonstigen Stromverbrauch. Das war für ein 3* Kühlschrank 140 l 28 KWH/Monat. Ich glaub kaum, daß ich heute noch sowas bekomme. Vor 18 Jahren nach meinem Umzug habe ich an den Seiten zusätzliches Styropor angebracht, so daß der Stromverbrauch geringer sein müßte. Aber ein 240 l Kühlschrank vor 18 Jahren angeschafft, war der Thermostat schon nach kurzer Zeit defekt. Damals gab es noch mehr Wertarbeit. mfg Quehl |
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21.12.2004 10:56:57 |
Hallo Quehl, ich weis ja nicht wie billig du deinen Strom bekommst... aber wenn dein 140L Oldie Kühlschrank 336 kwh Jahresverbrauch hat, dann könntet du mit einem neuen schon einiges einsparen. Der Verbrauch von aktuellen Spargeräten beträgt weniger als die Hälfte!!! Es gibt zB von Quelle einen 3* Kühlschrank mit 140 Litern und 131 kwh Jahresverbrauch! Siehe: http://www.energy-plus.org/german/products/available/product_sheet?rid=661333079 Bei angenommen 17 Cent/kwh (zB sauberer Strom von Lichtbilck.de) würdest du damit jährlich Strom für 35 Euro sparen !!! Viele Infos gibts bei www.energieverbraucher.de oder bei www.energy-plus.org Harry
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