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Autoren
OldBo
02.02.2020
Bei einem Kaminofen muss in der Anheizphase ausreichend Verbrennungsluft vorhanden sein. Schon mit dem richtigen Anheizen werden die Weichen für eine emissionsarme rußfreie Verbrennung gestellt. Bei den Feuerstätten mit oberen Abbrand, also ohne Feuerungsrost (Z. B. Grundofen), hat sich das Anheizen von oben bewährt.
Anheizen von oben
 Anheizen von oben
Quelle: Bosy
Anheizen von unten
 Anheizen von unten
Quelle: Bosy

Neben einer ausreichenden Verbrennungsluft benötigt man die richtigen Materialien, wie z. B. Anzünder, Anzündholz und Kaminholz (Scheitholz), zum rauchfreien Anzünden (Anheizen) eines Kaminfeuers.

Bei einem Kaminofen muss in der Anheizphase ausreichend Verbrennungsluft vorhanden sein. Schon mit dem richtigen Anheizen werden die Weichen für eine emissionsarme rußfreie Verbrennung gestellt. Bei den Feuerstätten mit oberen Abbrand, also ohne Feuerungsrost (z. B. Grundofen), hat sich das Anheizen von oben bewährt. Nachdem der Holzaufbau brennt kann nachgelegt und die Verbrennungsluft einreguliert werden. Die Luftzufuhr ist richtig eingestellt, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt.

Jede Bedienungsanleitung gibt das richtige Betreiben des jeweiligen Ofens vor, da es verschiedene Ofenarten gibt. Jeder Betreiber muss die richtige Betriebsweise für seinen Ofen selber finden.

Viele Kaminofenheizer, besonders in Ferienhäusern bzw. Ferienwohnungen, die zu Hause keinen Kaminofen haben, sollten vom Vermieter in das richtige "Anheizen ohne Rauch" eingewiesen werden, damit sie keine Grillanzünder, Papier und "Abfälle" zum Anheizen verwenden. Diese Sachen sind ein Tabu bei echten Holzheizern. Auch fehlt oft das richtige Anzündholz.

Mit dem richtigen rauchlosen Anheizen wird nicht nur der Ofen und die Umwelt geschont, sondern damit beginnt erst der Spaß am Heizen mit Holz.

Anheizen von oben

  • Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach oben oder zur Seite auf dem mit einer dünnen Ascheschicht bedeckten Feuerraumboden legen.
  • Die Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) quer über die Scheite legen. Dazwischen, auf einem der Scheite, den Anzünder (wachsgetränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
  • Weitere Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass sehr wenig unverbrannte Brenngase den Feuerraum verlassen. Sie dauert etwas länger als das Anheizen von unten.

    Diese Methode wird auch für Öfen mit stehenden Scheite verwendet.

Anheizen von unten

  • Anzündhölzer (trockene dünne Scheite aus Tannenholz) einlagig über den Bodenrost legen, dazwischen den Anzünder (wachsgetränkte Holzwolle, keine Grillanzünder) legen.
  • Eine weitere Schicht Anzündhölzer mit Abständen quer darüber legen.
  • Zwei bis drei nicht zu große Holzscheite mit der scharfen Spaltkante nach unten oder zur Seite nebeneinander auf den Anzündhölzern legen.
  • Verbrennungsluftschieber öffnen.

Diese Anheizmethode wird für Öfen mit Feuerungsrost (z. B. Specksteinofen) empfohlen

Nachlegen auf ein Glutbett

Das Nachlegen findet am Ende der Abbrandphase statt. Dann hat sich eine Grundglut gebildet und es sind nur noch kleinere Flammen zu sehen. Die Feuerraumtür wird langsam geöfnet, um Rauchaustritt zu vermeiden. Die Glut wird zu einem kompakten Glutbett zusammengeschoben.

Zum Weiterheizen werden mindesten zwei Holzscheite vorsichtig mit den Spaltkanten nach unten auf die Glut gelegt. Es ist darauf zu achten, dass die Holzscheite nicht kreuz und quer oder hochkant in den Feuerraum eingebracht werden, sondern locker in einer Richtung nebeneinander im Feuerraum geschichtet werden.
Ein schnelles Überzünden der aufgelegten Holzscheite kann durch das weite Öffnen der Luftschieber erreicht werden. Wenn das Feuer die gesamte Holzmenge erreicht hat, wird die Luftzufuhr gedrosselt.

Damit eine Rauchbildung beim Nachlegen nicht stattfindet, muss der Schonstein einen ausreichenden Querschnitt und genügend wirksame Höhe haben. Wenn man während des Betriebes die Tür öffnet, entsteht im Türöffnungsbereich ein Unterdruck. Nun muss der Schornstein schlagartig bis zum Achtfachen der Luftmenge fördern. Wenn das nicht möglich ist, tritt Rauch aus der Öffnung aus.

Beispiel aus der Praxis: So feuern Sie praktisch rauchfrei an und heizen schadstoffarm mit dem Holzofen.

Anzünden nach "Betriebsweise Dr Schorni"

- Rost freimachen und Aschekasten leeren, Drosselklappe im Rohr ganz öffnen

- kontrollieren Sie die Restfeuchte in Ihrem Brennholz (max. 20%)

- zwei dreikantige Holzscheite (bis 10cm Durchmesser) längs so hinlegen, dass die Rinde außen ist und die Schnittflächen nach innen geneigt sind. So ergibt sich zwischen den Scheiten eine Mulde. Hier sollte ca 1 cm Spalt entstehen, durch den dann die Luft gezielt hindurchströmt.

- in gleicher Ausrichtung diese Mulde mit 2 - 5 cm starken Scheiten auffüllen, bevorzugt gespaltenes Nadelholz

- darauf kommen ein bis zwei wachsgetränkte Anzünder, daran werden in gleicher Ausrichtung vier bis sechs fingerdicke Anzündhölzer dicht gestapelt

- Primärluft unter dem Rost ganz öffnen, Sekundärluft schließen

- Anzünder anbrennen, Ofentür nur anlehnen, nach drei Minuten schließen

- das Feuer brennt nun nahezu rauchfrei nach unten in der Mulde zwischen den beiden Holzscheiten

- sobald die Flammen ganz hochschlagen Sekundärluft öffnen, Primärluft halbieren

- Drosselklappe vor dem Nachlegen ganz öffnen

- wenn die Flammen ganz klein werden, einen größeren Scheit in die Mulde nachlegen und damit nochmals den Brennraum aufheizen

- so immer ein bis zwei Scheite mit der gespaltenen Seite zur Glut nachlegen

- Braunkohlebrikett mit nebengelegtem Holzscheit kräftig anfeuern und komplett durchglühen lassen vermeidet teerigen Belag an der Ofenscheibe, in dem Rohr und Schornstein. Drosselklappe vor dem Nachlegen ganz öffnen

- die Abbrandgeschwindigkeit mit Schließen der Drosselklappe im Rohr regulieren, nicht über die Luftschieber.

- die Wärmeleistung über die aufgelegte Brennstoffmenge regulieren. Schwelbrand unbedingt vermeiden, dies kann zu Glanzruß und einem Schornsteinbrand führen.

- wird es im Raum zu warm, lassen Sie das Feuer lieber ausgehen und nutzen Sie die gespeicherte Nachwärme des aufgeheizten Ofens

- lassen Sie die Feuerstätte und das Ofenrohr regelmäßig reinigen sowie die Dichtungen überprüfen. Damit erhalten Sie die hohe Wärmeleistung, eine schadstoffarme Verbrennung und sicheren Betrieb Ihrer Feuerstätte.

Verfasser: @Schorni1 (Haustechnikdialog.de/Forum)

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