Für die Radonabsaugung werden passende Ventilatoren benötigt. Bei der Auswahl ist der Verwendungzweck ausschlaggebend. Hier muss bekannt sein, ob der Ventilator in der Lage ist, die Luft aus Räumen bzw. Hohlräumen (große Luftmengen) oder direkt aus dem Erdreich (hohen Unterdruck aufbauen) über über ein Drainagesystem, Ansaugstellen in der Gebäudesohle oder Radonbrunnen zu holen und nach Außen zu fördern.
Erfahrungsgemäß können Ventilatoren mit einer elektrischen Leistung zwischen 20 W und 100 W, die einen Unterdruck von 60 bis 500 Pa erzeugen, erfolgreich eingesetzt werden. Wenn es die Radonsituation erlaubt, ist der zeitweise Betrieb (Zeitschaltuhr) möglich.
Die Radial-Rohrventilatoren RAS sind speziell für die Radonabsaugung hergestellt. Sie eignen sich für Luftströme bis zu einer maximalen Temperatur von 50 °C. Die sehr hohe Gehäusedichtigkeit sorgt für eine sichere Abführung des Radons. Sie haben selbstreinigende rückwärtsgekrümmte Schaufeln. Die saug- und druckseitigen Anschlusstutzen können direk in die Lüftungsleitung eingebaut werden. Die Einphasenmotoren (230V-50Hz) mit thermischer Abschaltung sind für den Dauerbetrieb geeignet. Die Ventilatoren der Klasse II Isolierung benötigen keinen Erdungsanschluss.
Wenn aufgrund von den örtlichen Gegebenheiten (z. B. ein schlecht durchlässiger Untergund) ein hoher Unterdruck (> 500 Pa) notwendig ist, dann muss ein Vakuum-Ventilator eingebaut werden. Dieser erreicht bei einer geringen Luftmenge von z. B. 50 m3/h ein Vakuum von ca. 1.600 Pa.
Hier kann ein gasdichter Hochleistungslüfter Radon unter der Bodenplatte von Gebäuden absaugen. Bei dem Ventilator kann die Geschwindigkeit über 20 Stufen manuell eingestellt werden. Für eine dynamische Regelung kann ein Radonsensor angeschlossen werden. Der Ein- und Auslass des Lüfters ist DN 50.
Aufgrund des unterschiedlichen Gefährdungs- und Risikopotenzials dürfen einige Arbeitsschritte nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden
• Aufstellung und Montage des Gerätes > Qualifiziertes Personal mit technischer Ausbildung (Technischer Nachwuchs unter Anleitung und Aufsicht einer qualifizierten Fachkraft)
• Elektrischer Anschluss > Elektrofachkraft
• Austausch von elektrischen Ersatzteilen > Technische Auszubildende unter Anleitung und Aufsicht einer ausgebildeten Fachkraft
• Festlegen der Wartungsintervalle > Fachkraft