Typischer Aufbau einer Wallbox Quelle: e-mobilio GmbH
Passende Wallbox finden Quelle: garage-und-carport.de - Anondi GmbH
Eine Wallbox (Wand-Ladestation, Wall Connector [Steuerbare Verbrauchseinrichtung]) ist eine kompakte, kleine Ladestation für E-Autos, die man zu Hause und/oder am Arbeitsplatz nutzen kann. In der Regel wird sie an einer Wand in einem Carport oder in einer (Tief-)Garage montiert und ist ein wichtiger Bestandteil der E-Mobilität.
DC- oder AC-Wallboxen laden ein Elektrofahrzeug bedeutend schneller gegenüber einer handelsübliche Haushaltssteckdose. Das Laden eines E-Autos über eine Steckdose benötigt meistens bis zu zehnmal mehr Zeit als über eine Wallbox.
Das Laden über eine Wallbox ist am sichersten. Die Haushaltssteckdosen sind für solche Strommengen nicht ausgelegt. Die Kombination aus langer Ladedauer und großen Strommengen kann dazu führen, dass eine Überhitzung auftritt. Hierbei besteht oftmals erhöhte Brandgefahr. Deswegen sollte das Laden eines E-Autos über eine normale Haushaltssteckdose nur in absoluten Notladesituationen durchgeführt werden. Und auch nur dann, wenn keine Wallbox oder öffentliche Ladestation greifbar ist.
Hochwertige Wandladegeräte nutzen einen Drehstromanschluss mit einer Spannung von 400 Volt (Starkstrom). Beim dreiphasigen Laden mit 16 A kann eine Leistung von 11 kW bezogen werden, mit 32 Ampere verdoppeln sich die Leistung und erlaubt das Laden mit 22 kW. Hier steht kW für Kilowatt und definiert die Ladeleistung. Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke.
E-Autos können auch Gleichstrom direkt in der Batterie speichern und damit mit Gleichstrom schneller laden als mit Wechselstrom. Die meisten E-Autos können Wechselstrom bis zu 11 kW laden. Bei Gleichstrom ist die Ladeleistung um ein Vielfaches höher. Bei Schnellladestationen steht Gleichstrom zum Laden zur Verfügung und deshalb können dort Ladeleistungen bis zu 150 kW erreicht werden.
• Wallboxen sind die bequemste, schnellste und sicherste Möglichkeit, ein E-Auto zuhause zu laden.
• Die Wallbox muss immer auf das E-Auto abgestimmt sein, vom Stecker über das Kabel bis zur Ladeleistung.
• Das E-Auto braucht Gleichstrom (DC), aus dem Verteilernetz kommt aber Wechselstrom (AC).
• Der Strom muss von dem On-Board-Ladegerät (AC-Laden) oder von der Ladestation (DC-Laden) umgewandelt werden.
• Einige Wandladestationen verfügen über zahlreiche Zusatzfunktionen. Hier heißt es: weniger ist manchmal mehr.
Mit einem Wallbox-Komplettangebot profitiert man von folgenden Vorteilen:
• einfache Möglichkeit, um zukunftssicher E-Auto zuhause laden zu können
• hoher Komfort oft verschiedene Angebotspakete verfügbar
• alle Schritte bis zur eigenen Wallbox werden übernommen
• professionelle Umsetzung durch Fachbetrieb
• steht ein Energieversorger hinter dem Angebot, oft auch Ökostrom-Vertrag Teil des Angebots
• oft Beratung zur eigenen Ladestation enthalten
• es gibt Wallbox-Förderungen
Vor der Anschaffung einer Ladestation (Wallbox) muss der Elektriker mit dem Netzbetreiber abstimmen, welche Anschlussleistung die Ladestation am Aufstellort haben muss, um Netzprobleme zu vermeiden. Die Installation muss durch einen im Installateurverzeichnis des Energieversorgersunternehmens (EVU) eingetragenen Elektrikers durchzuführen, da dieser auch die Anmeldung bzw. die Genehmigung beim Netzbetreiber vornehmen bzw. beantragen muss.
Achtung!
An einer gut gewarteten Ladesäule oder Wallbox droht zwar beim Aufladen keine Gefahr. Anders sieht es aber an einer ungeerdeten Haushaltssteckdose aus, denn hier kann der Ladevorgang durchaus mit einem Stromschlag enden. Nicht an ungeprüfter Haushaltsdose aufladen. Das E-Auto lässt an jeder Steckdose aufladen. Experten raten aber davon ab. Denn erstens dauert es sehr lange, zweitens kann es zu einem Brand führen. Und unter Umständen eben auch zu einem Stromschlag. Deshalb der dringende Experten-Rat: Wenn Sie überhaupt die Haushaltssteckdose nutzen, sollten Sie die Installation vorher unbedingt von einem Fachmann prüfen lassen. Der Experte kontrolliert unter anderem, ob die Erdung tatsächlich vom Schuko-Stecker (Schutzkontaktstecker) abgeführt wird. Dafür sind weiße Klammern an seiner Außenseite angebracht. Entscheidend ist aber, dass sie auch angeschlossen sind.
Meine Wallbox
Meine Wallbox "Besen 11 kW " mit 6 mLadekabel Typ 2 und Standfuß Quelle: Wallbox Discounter B.V
Diese Wallbox habe ich für meinen Renault Zoe Intens R135 Z.E. 50 installiert. Sie wurde von einem Elektriker, der im Installateurverzeichnis des Energieversorgersunternehmens (EVU) eingetragenen ist, angeschlossen und beim Netzbetreiber angemeldet.
Diese Wallbox habe ich für meinen Renault Zoe Intens R135 Z.E. 50 installiert. Sie wurde von einem Elektriker, der im Installateurverzeichnis des Energieversorgersunternehmens (EVU) eingetragenen ist, angeschlossen und beim Netzbetreiber angemeldet.
Anschaffungkosten der Wallbox incl. Standrohr 568 € und beim Eletriker durfte ich für das Material (Kabel [13 m 5 x 4 mm2 und 2 m 5 x 6 mmmm2 NYM], Automatengehäuse, ABB Sicherungsautomatem C16 A, Fehlerstrimschutzschalter 40/003, HN Sicherungen 50 A und div. Kleinmaterial) 310 € und Arbeitslohn 275 € bezahlen (davon bekommt der Staat ca. 200 € MwSt.). Ich lade für 0,34 €/kW Öko-Strom.
Sie ist für alle Hybrid- und Elektroautos mit einem Typ-2-Stecker geeignet. Sie hat eine maximale Ladeleistung: 11 kW (3x 16A) auf 3 Phasen. Die Basisversion ist ein Plug & Charge-Modell; d.h. sie lädt die maximale Leistung sofort auf, wenn sie an das Auto angeschlossen wird. Diese Wallbox verfügt über ein festes 6 Meter langes Ladekabel mit einem Typ-2-Stecker.
Sie hat ein Farbdisplay, das folgende Informationen anzeigt: Echtzeitleistung, Echtzeitspannung, Temperatur, verbrauchte Leistung, Ladesymbol, Ladezeit, Endzeit und Leistung in Ampere. An der Seite gibt es eine Start/Stopp-Taste.
Inklusive DC 6 mA Erdschlussschutz, Schutz gegen Über- und Unterladung, Überhitzung und Kurzschluss. Die Schutzart IP66 ist für den Außenbereich geeignet.
Wallbox in der eigenen PV-Anlage
Eine Wallbox lohnt sich besonders in Verbindung mit einer eigenen Solaranlage. Da eine eigene Wallbox die bequemste und oft günstigste Lademöglichkeit für E-Auto-Inhaber ist, werden die Wandladestationen immer beliebter. Hier sollte man sich über die Kosten informieren.
Eine Wallbox kostet durchschnittlich zwischen 1.400 - 3.500 €. Um die genauen Kosten zu ermitteln, muss man sich mit den Anschaffungs-, Installations- und Betriebskosten befassen.
• Je nach Hersteller und Modell liegen die Anschaffungskosten bei 400 - 1.500 €. Hier spielen die gewünschtem Funktionen eine große Rolle. So kann die eigene Wallbox schon einmal bis zu 2.000 € kosten.
• Vergleicht man die Angaben verschiedener Anbieter, so landet man insgesamt bei Installationskosten von 1.000 - 2.000 €. Aber auch bei den Installationskosten gibt es große Schwankungen, da es zahlreiche Faktoren gibt, die die Installationskosten von Wallboxen maßgeblich beeinflussen.
• Unterschiedliche Modelle haben oft auch unterschiedliche Schutzmaßnahmen. Hier muss evtl. nachgerüstet werden, was wiederum die Installationskosten erhöht.
• Je länger das Kabel vom Aufstellort zur Wallbox sein muss, desto höher die Kosten.
• Ein hoher Umbaubedarf (z. B. Mauerdurchbrüche) lässt auch die Installationskosten einer Wallbox steigen.
• Wallboxen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden. Normalerweise sind diese Kosten in den Installationskosten enthalten. Da Ladestationen mit mehr als 11 kW Ladeleistung allerdings eine besondere Genehmigung brauchen, können hier nochmal Kosten von ca. 500 € anfallen.
• .Der Großteil der Wallbox-Betriebskosten sind erst einmal nur die Stromkosten, die beim Laden des E-Autos anfallen. Dazu kommen regelmäßige Wartungen, die ca. alle zwei bis vier Jahre empfohlen werden, sind aber keine Pflicht. Die Wartungskosten liegen bei ca. 200 €.
Die Anschaffungskosten für Ihre Wallbox kann man sparen, wenn man ein Kompletpaket aus PV-Anlage und Solarstromspeicher kauft oder mietet. Hier ist dann in der Regel eine intelligente Wallbox integriert. So bietet z. B. die Firma Enpal ein Rundum-Sorglos-Paket, in dem Wartung, Versicherung, Monitoring und Reparatur inklusive sind, an. Hier wird die Wallbox über eine IoT Cloud Plattform regelmäßig weiterentwickelt. Dies hilft dabei, den Stromverbrauch und die Ladeprozesse im Haushalt zu optimieren.
Steuerbare Verbrauchseinrichtung
Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten Quelle: Regionalwerke Wolfhager Land GmbH
Im Zuge der Energiewende steigt die Zahl der Anschlüsse von Ladestationen, Wärmepumpen oder Batteriespeichern. Da diese Anwendungen das Netz stärker belasten als herkömmliche Verbraucher, bauen die Verteilnetzbetreiber das Niederspannungsnetz zurzeit aus. Um Netzüberlastungen zu vermeiden, müssen diese durch den Verteilnetzbetreiber steuerbar sein. Hierzu gilt seit dem 01.01.2024 die Neuregelung des § 14a Energiewirtschaftsgesetz (EnWG). Sie soll die Netzstabilität sicherstellen und zugleich den Betrieb der Verbrauchseinrichtungen mit möglichst wenig steuernden Eingriffen ermöglichen.
Die Regelung sieht im Kern die verpflichtende Teilnahme der Betreiber von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen (steuVE), sofern diese den technischen Vorgaben der BK6-22-300 der Bundesnetzagentur entsprechen. Im Gegenzug darf der Versorger Anschlüsse für Verbrauchseinrichtungen nicht mehr verweigern. Außerdem profitieren Betreiber von einem reduzierten Netzentgelt.
Verbraucher sind steuerungspflichtig, wenn der maximale Leistungsbezug mehr als 4,2 kW beträgt und die Inbetriebnahme nach dem 01.01.2024 erfolgt ist.
Folgende Verbraucher sind betroffen:
• nicht öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektromobile
• Wärmepumpenheizungen
• Anlagen zur Raumkühlung
• E-Speicher hinsichtlich der Strombezugsrichtung.
Im Fall einer Steuerung steht für die Verbrauchseinrichtung eine Mindestleistung von 4,2 kW zur Verfügung. So ist garantiert, dass Wärmepumpen im Normalbetrieb ohne Zusatzheizung weiterlaufen können und der Mindestladestrom für 3-phasiges Laden von E-Fahrzeugen zur Verfügung steht.
Das Steuerungskonzept legt der Messstellenbetreiber fest.
Hierfür teilt der Anlagenbetreiber ihm mit, ob die steuerbare Verbrauchseinrichtung (steuVE) bzw. die Erzeugungsanlage gesteuert werden soll.
• über eine digitale Schnittstelle per EMS
Die digitale Ansteuerung empfiehlt sich vor allem, wenn mehrere steuVE wie Wallbox, Wärmepumpe und Anlagen zur Raumkühlung angeschlossen werden. In diesem Fall wird vom Smart Meter Gateway (SMGW) über die Steuerbox ein Energiemanagementsystem (EMS) angesprochen. Ist bei Inbetriebnahme der steuVE noch kein intelligentes Messsystem mit Steuerbox vom Messstellenbetreiber (MSB) installiert, ist die Steuerungsleitung von EMS zu Steuerbox mit einer RJ45 Buchse im anlagenseitigen Anschlussraum (AAR) vom eingetragenen Elektroinstallateur aufzulegen und eindeutig zu beschriften, damit der Messstellenbetreiber den Anschluss identifizieren und die Patchleitung von Steuerbox im Raum für Zusatzanwendungen (RfZ) zu RJ45 Buchse im AAR korrekt verlegen und anschließen kann. Zusätzlich ist die Verbindung dieser RJ45 Buchse in das Netzwerk des Kunden vorzusehen, in dem auch die steuVE integriert sind.
• per Direktansteuerung über Relaiskontakte
Relaiskontakte ermöglichen es, Verbrauchseinrichtungen über einen Steuerimpuls ein- oder auszuschalten oder auf eine Mindestleistung zu reduzieren. Diese Steuerung wird über die in der Steuerbox befindlichen Relais realisiert, ohne dass eine komplexe Softwareanbindung erforderlich ist. Als Übergabepunkt wird im AAR die vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) definierte 6-polige Klemme nach untenstehendem Aufbau vom Elektrohandwerker installiert:
Diese Klemme ist wie zu sehen aufzubauen und zu beschriften. Die jeweiligen Steuerspannungen auf Klemme 1 und 5 sind aus dem gemessenen Bereich zu versorgen und über geeignete Sicherungsorgane abzusichern. Die Kontakte 2 - 4 dienen der stufenweisen Reduktion von EEG und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Kontakt 6 dient der Reduktion aller in der Kundenanlage befindlichen steuerbaren Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG.
Quelle: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & KG
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Informationen der Schleswig-Holstein Netz GmbH (SH Netz) zum Thema "Steuerbare Verbrauchseinrichtungen"
Immer mehr steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Wärmepumpen oder Ladeanschlüsse für E-Autos werden an die Stromnetze angeschlossen. Dafür bauen wir das Stromnetz weiter aus, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Im Netzgebiet von Schleswig-Holstein Netz ist dahingehend schon viel passiert. Dennoch kann es vorkommen, dass in einigen Bereichen zusätzliche steuerbare Verbrauchseinrichtungen angeschlossen werden sollen.
Ab dem 1. Januar 2024 treten neue gesetzliche Regelungen (§ 14a EnWG) in Kraft, die die netzorientierte Steuerung von Verbrauchseinrichtungen regeln. Diese gelten für alle Verteilnetzbetreiber und steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Eine Teilnahme ist für alle Neuanlagen verpflichtend.
• Anschluss steuerbarer Verbrauchseinrichtungen
• Steuerbare Verbrauchseinrichtungen (steuVE) - Fragen-Antwort-Katalog zum § 14a EnWG
• §14a Anwendungshilfe BDEW
• Zählerplatzvorbereitung §14a EnWG
• Preisblatt Netzentgelte Strom
• Allgemeine Bedingungen über die netzorientierte Steuerung von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen in Niederspannung gemäß § 14a EnWG
Integration von steuerbaren Verbrauchseinrichtungen - Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen