In vielen Bereichen der Haustechnik und im Wohnungsbau werden in den Verordnungen Schallpegelgrenzen vorgegeben. Solange es im selbstgenutzten Haus zu laut ist, ist das eine Sache, mit der man selber zurechtkommen muss bzw. man muss Maßnahmen ergreifen, die den Schall mindern. Wenn aber Dritte, so z. B. Mitmieter oder Nachbarn von den Geräuschen, die z. B. von einer Trink- oder Abwasserinstallation ausgehen, betroffen sind und sich gestört fühlen, muss etwas unternommen werden.
So fühlen sich z. B. viele Nachbarn von den
Geräuschen, die von den
Außeneinheiten der Wärmepumpen ausgehen, gestört oder belästigt. Ob diese Mangelanzeigen wirklich berechtigt sind, muss in vielen Fällen durch ein Gutachten eines
Sachverständigen mittels einer
Schallpegelmessung festgestellt werden. Oft sind es persönliche Gründe (Neid, Missgunst), die zu Beanstandungen führen.
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Lärm nervt und macht krank" erläutert.
Die Anforderungen der
DIN 4109 "
Schallschutz im Hochbau" sollen sicherstellen, dass Menschen, die sich in Wohn- und Arbeitsräumen innerhalb von Gebäuden aufhalten, vor "unzumutbaren Belästigungen" durch Schallübertragung geschützt werden. Bei Einhaltung der Anforderungen der
DIN 4109 sind Belästigungen durch
Geräusche aus benachbarten Wohnungen, von haustechnischen Einrichtungen und Installationen nicht auszuschließen. Ein wirksamer
Schallschutz lässt sich mit Hilfe der
VDI 4100 "
Schallschutz von Wohnungen" erreichen.
Der
Schall besteht aus
Druckwellen.
Luftschall sind Druckschwankungen, die sich als Wellenbewegungen in der Luft bewegen. In einem festen Gegenstand nennt man soetwas
Körperschall. Der
Schalldruckpegel (
Schallpegel) wird mit der Maßeinheit Dezibel (dB) angegeben. Die
Frequenz beschreibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) angegeben.
Der
Schalldruckpegel gibt die Stärke einer
Geräusches an, wie er auf die Umgebung wirkt. Der
Schallleistungspegel gibt dagegen die Stärke einer
Geräuschquelle an. So würde zum Beispiel ein (zu lauter) Gerät mit einer
Schalleistung von 100 dB(A) in fünf Meter Abstand einen
Schall(druck)-pegel von ca. 75 dB(A) erzeugen, in 100 Metern Abstand wären es noch rund 45 dB(A).
Schallwellen breiten sich in
Luft bei 20 °C mit einer Geschwindigkeit von rund 340 Meter pro Sekunde (
Schallgeschwindigkeit) aus. Das gilt für alle Frequenzen und hat die Folge, dass die Wellenlänge eines hohen Tons kleiner ist als die eines tiefen. Der auch als Kammerton bezeichnete Normstimmton a1 (440 Hz) hat z. B. in
Luft von 20 °C eine Wellenlänge von rund 78 cm.
Für die
Beugung des Schalls an Hindernissen ist die Wellenlänge von Beutung.
Schall kleiner Wellenlänge kann durch Hindernisse gut abgeschirmt werden, da sich dahinter ein Schattenbereich ausbildet. Bei großen Wellenlängen ist keine scharfe Abgrenzung des Schattens mehr gegeben, denn der
Schall wird zu einem Teil um das Hindernis herum gebeugt. Für die
Schallausbreitung spielt das Frequenzspektrum eine wesentliche Rolle. So lässt sich ein tieffrequenter
Schall nicht so gut abschirmen wie höherfrequenter
Schall.