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OldBo
03.05.2019
Auch heutzutage gibt es noch Regionen, die keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz haben. Außerdem gibt es Gebiete, die des öfteren mit Stromausfälle rechnen müssen. Und dann gibt es Leute, die aus ökologischen Sinne eine eigene Stromversorgung wünschen bzw. diesen Strom in das öffentliche Netz einspeisen möchten.
Auch heutzutage gibt es noch Regionen, die keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz haben (abgelegene Häuser, Hütten, Boote, Campingplätze, Wohnwagen- oder Wohnmobile). Außerdem gibt es Gebiete, die des öfteren mit Stromausfälle rechnen müssen. Und dann gibt es Leute, die aus ökologischen Sinne eine eigene Stromversorgung wünschen bzw. diesen Strom in das öffentliche Netz einspeisen möchten. Der Trend zu einer unabhängigen Versorgung (Autarkie), nicht nur bei der Stromversorgung, sondern auch bei der Heiztechnik und Wasserversorgung, nimmt immer mehr zu.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine elektrische Energieversorgung mit 400V/50/60Hz 3~ bzw. 230V/50/60Hz für den Eigenbedarf, als netzunabhängige bzw. unterbrechungsfreie Inselstromversorgung (USV) oder zur Einspeisung ins Stromnetz aufzubauen.

Folgende Anlagenarten können auch miteinander kombiniert werden:
Solare Inselstromversorgung
Funktionsprinzip einer Solara-Off-Grid-Solarstromanlage
 Funktionsprinzip einer Solara-Off-Grid-Solarstromanlage
Quelle: SOLARA GmbH
Mini-Grid-System / Off-Grid-System
 Mini-Grid-System / Off-Grid-System
Quelle: SOLARA GmbH

Die PV-Anlagen (Off-Grid-Systeme) sind nicht an ein öffentliches Stromnetz angeschlossen und funktioniert nur mit Energiespeicher. Die Solarmodule einer kleinen Anlage speisen den solaren Gleichstrom (12 V oder 24 V) über einen Laderegler in eine Solarbatterie ein. Der Laderegler sorgt für eine schonende Batterieladung und schützt die Batterie vor schädlicher Tiefentladung durch die Verbarucher. Ein Verbraucher (Beleuchtung, TV/Radio, Kühlgerät) kann von dem in der Batterie gelagerten Solarstrom versorgt werden.

Die Solarmodule größerer Anlagen speisen den solaren Gleichstrom (12 V / 24 V / 48 V) über einen Laderegler in eine Stationärbatterie ein. Die Verbraucher werden über einen speziellen Wechselrichter, der die Gleichspannung der Batterie in eine übliche 230 V Wechselspannung umwandelt, versorgt. Dadurch können alle herkömmlichen Elektrogeräte verwendet werden. Die maximale Leistungsabgabe des Wechselrichters ist aber durch die Batteriekapazität und den Ladezustand begrenzt.

Diese Anlagen können mit Stromquellen aus der Windkraft, Wasserkraft oder BHKW ergänzt werden, um die Versorgungssicherheit besonders im Winter zu vergrößern.
Notstromaggregat
Mobile Stromerzeuger mit Hatz Diesel
 Mobile Stromerzeuger mit Hatz Diesel
Quelle: MITTRONIK GmbH
Honda-Inverter-Stromerzeuger
 Honda-Inverter-Stromerzeuger
Quelle: MITTRONIK GmbH
Diesel-Inverter-Stromerzeuger
 Diesel-Inverter-Stromerzeuger
Quelle: MITTRONIK GmbH
Ein Notstromaggregat wird zunehmend im industriellen, aber auch privaten, Bereich eingesetzt. Besonders in Gebäuden, die mit Strom beheizt werden, so z. B. Wärmepumpenanlagen, ändert sich die Risikobewertung. Im Prinzip ist jede moderne Anlage von der Stromversorgung abhängig. Notstromaggregate und Netzersatzanlagen sind für Krankenhäuser, Behörden, Rechenzentren und andere sensible Bereiche vorgeschrieben oder selbstverständlich.

Diese Stromaggregate gibt es als stationäre Einheiten (Industrie, Krankenhäuser) oder mobile Geräte (pivate Wohngebäude). Sie können mit Gas, Benzin oder Diesel betrieben werden.

Die mobilen (tragbaren) Geräte haben eine Leistung von 2 bis 30 kVA, die über mehrere 230 Volt Schutzkontakt-Steckdosen verfügen und darüber hinaus meist noch mit einem Kraftstrom-Anschluss ausgestattet sind.

Inverter-Generatoren (-Stromerzeuger) sind Wechselrichter. (Gleichspannung in Wechselspannung bzw. Gleichstrom in Wechselstrom). Hier sind der Verbrennungsmotor und Generator elektrisch voneinander getrennt und sie laufen nicht mit der selben Frequenz. Der vom Generator erzeugte Strom wird von der nachgeschalteten Wechselrichterelektronik in 230 oder 400 Volt mit 50 Hz umgewandelt. So wird aus dem Eingangsstrom eine perfekte, saubere Sinusspannung mit einer optimalen Sinuskurve hergestellt.

Die Inverter-Generatoren können im Schwachlast- bzw. Teillastbetrieb ihre Drehzahl und dadurch nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch die Geräuschentwicklung, reduzieren. Auch soll die Stromqualität besser sein, als der Strom aus der Haussteckdose.

Die Geräte sind nicht mehr an die bei der Stromerzeugung notwendige Drehzahl von 3000 min-1 gebunden. Dadurch können sie kompakter als konventionelle Generatoren gebaut werden, da mit weniger Hubraum gearbeitet werden kann. Statt eines Verbrennungsmotors mit 120 cm3 Hubraum und 3000 min-1 kann ein 50 cm3-Motor mit 6000 min-1 bei gleicher Leistung eingesetzt werden.

Die Inverter-Generatoren in der Leistungsklasse bis ca. 2 kVA sind so kompakt, dass sie ohne Probleme von einer Person transportiert werden können.
Autarkie
Der Trend zu einer unabhängigen Versorgung (Energie-Autarkie), nicht nur bei der Stromversorgung, sondern auch bei der Heiztechnik und Wasserversorgung, nimmt immer mehr zu.

Unter Energieautarkie versteht man das Bestreben, ein Haus, eine Wohnsiedlung, Gemeinde oder Region bei der Energieversorgung in den Bereichen Wärme und Strom in eigener Regie weitgehend von fossiler Energie unabhängig zu machen. Hierbei wird eine optimale und effiziente Nutzung der vorhanden lokalen Potentiale und Ressourcen an erneuerbaren Energien angestrebt.

Um Energieautark zu werden, ist zuerst auf das Bauen im Niedrigenergiehaus-/Passivhaus-Standard und/oder auf eine thermische Sanierung der vorhandenen Gebäude zu achten, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Auch Informationen über einen energiesparenden Umgang mit der Energie sollte gefördert werden.

Als zweiter Schritt ist das Einbinden von regionaler erneuerbarer Energien, so z. B. Windkraft (Kleinwindkraftanlagen), Photovoltaik, Wasserkraft (Mini-Wasserkraftwerke), Biogas, Biomasse (Holz, Hackschnitzel und thermischer Solaranlagen), einzuplanen.

Immer mehr Industriebetriebe bereiten sich schon seit Jahren auf die "atomstromlose" Zeit vor. Diese Betriebe erzeugen ihren Strom und die industrielle Wärme (Dampf) für die Produktion, der Heizung und Kühlung in eigener Regie. Diese autarken Lösungen nehmen immer mehr zu, um unabhängig von öffentlichen Anbietern zu sein. So deckt z. B. die Firma BASF in Ludwigshafen mit dem GuD-System (Gas- und Dampf-Kraftwerk) ihren eigenen Energiebedarf (zu 100 %) und die Firma Pfizer in Freiburg deckt ihren eigenen Energiebedarf (z. Zt. 93 %) aus regenerativen Quellen (Photovoltaik, Geothermie, Wasserkraft und Biomasse). Erst durch diese Lösungen wurden auch alle Potentiale der Energieeinsparungen in der Produktion und Heizung bzw. Kühlung ausgeschöpft. Dies beiden praktizierten Systeme sind weltweit beachtete Beispiele.
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Mala1986 schrieb: Hej Gunar, danke für deine Antwort! Du machst mir Mut das DOM bald wieder auftaucht! Ich habe echt keine Ahnung was Sache ist und was der Techniker da bei mir jetzt umgestellt hat, aber sicher ist...
Sockenralf schrieb: Hallo, das passiert, weil die Therme gar nicht weiß, wie warm es in den Räumen wirklich ist, sie DENKT sich das nur Hast du dich schonmal mit deiner Anlage und deiner Regelung beschäftigt Wie...
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