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Dichtheitsprüfung einer Trinkwasserinstallation

Autoren
OldBo
21.11.2017
Eine Dichtheitsprüfung mit Wasser sollte nur dann durchgeführt werden, wenn zwischen der Prüfung bis zur Inbetriebnahme der Zeitabstand sehr kurz ist und sichergestellt ist, dass der Haus- bzw. Bauwasseranschluss vorab gespült und vom zuständigen Wasserversorger für den Betrieb freigegeben wurde.
Eine Dichtheitsprüfung mit Wasser sollte nur dann durchgeführt werden, wenn zwischen der Prüfung bis zur Inbetriebnahme der Zeitabstand sehr kurz ist und sichergestellt ist, dass der Haus- bzw. Bauwasseranschluss vorab gespült und vom zuständigen Wasserversorger für den Betrieb freigegeben wurde. Diese Prüfungen sind grundsätzlich nur über hygienisch einwandfreie Bauteile und mit filtriertem Trinkwasser durchzuführen (Filter nach DIN EN 13443-1).

Diese Dichtheitsprüfungen gehört zu den sog. Nebenleistungen der VOB Teil C DIN 18381.

Druckprüfung nach DVGW - DIN 1988 TRWI - Teil 2
Trinkwasserleitungen sind nach der Fertigstellung, solange sie noch sichtbar sind, einer Druckprobe zu unterziehen.
Der Prüfdruck muss das 1 1/2fache des Betriebsdruckes, mindestens aber 15 bar betragen.
Um eine einwandfreie Prüfung durchzuführen, muss die Installation langsam gefüllt und vollständig entlüftet werden. Innerhalb einer Prüfzeit von 10 Minuten darf kein Druckabfall am Prüfdruckmessgerät, das ein einwandfreies Ablesen einer Druckänderung von 0,1 bar zulassen muss, feststellbar sein. Für die Prüfung sind geeichte Messgeräte, auf denen Druckänderungen von 0,1 bar ablesbar sind, einzusetzen.
Sofern zwischen Füllwassertemperatur und Umgebungstemperatur der Rohrleitung eine Temperaturdifferenz von etwa 10 K oder mehr vorliegt, ist nach dem Aufbau des Prüfdruckes eine Wartezeit von etwa 30 Minuten für den Temperaturausgleich einzuhalten. Dabei ist zu beachten, dass eine Temperaturänderung um 10 K eine Änderung des Prüfdruckes, je nach Grösse der Anlage, um bis zu 2 bar und mehr zur Folge hat.
Die Druckprüfung erfolgt in zwei Prüfabschnitten.
  • Vorprüfung
  • Hauptprüfung
Die Druckprüfung für Kunststoffrohr-Installationssysteme muss nach Herstellerangaben erfolgen.

Wenn der Zeitabstand zwischen der Druckprobe und der Inbetriebnahme bzw. der ersten Nutzung der Installation länger ist und/oder die Stillstandszeit in eine Frostperiode fällt, so ist eine trockene Dichtheitsprüfung mit ölfreier Druckluft oder inertem Gas (z. B. Stickstoff) durchzuführen. Da stagnierendes Wasser durch eine mögliche Verkeimung die hygienischen Eigenschaften des Rohrsystems beeinflussen kann, ist dieses Prüfverfahren besonders für hygienisch sensible Bereiche einzusetzen.

Da diese Dichtheitsprüfung aufwendiger als eine Wasserdruckprüfung ist, gehört sie zu den sog. Besonderen Leistungen und sind deshalb detailliert in der Leistungsbeschreibung aufzuführen.

Durchführung einer Druckprüfung mit Luft oder inerten Gasen für Trinkwasser- Installationen nach DIN 1988 (TRWI)
Die Prüfung wird unterteilt in Festigkeits- und Dichtheitsprüfung.
Die Dichtheitsprüfung wird vor der Festigkeitsprüfung, mit einem Druck von 110 mbar und einer Prüfzeit von mindestens 30 Minuten durchgeführt. Bei Rohrleitungen mit einem Leitungsvolumen über 100 Liter muss die Prüfzeit je weitere 100 Liter Volumen um 10 Minuten erhöht werden.
Die Festigkeitsprüfung mit erhöhtem Druck durchgeführt werden.
  •  bis DN 50 mit 3 bar
  •  über DN 50 mit 1 bar
Nach Aufbringen des Prüfdrucks beträgt die Prüfzeit 10 Minuten.
Bei dieser Druckprüfung machen sich Undichtigkeiten meistens akustisch bemerkbar. Sind die undichten Stellen schlecht zu orten, dann werden die der bei Gasleitungen üblichen Hilfsmittel (Besprühen oder Bepinseln aufschäumender Lösungen) verwendet. Da diese trockene Druckprüfung gefährlich ist, muss hier besonders auf die Vermeidung möglicher Unfallgefahren
hingewiesen werden. So dürfen z. B. keine Kunststoff-Baustopfen verwendet werden.
Für die Druckprüfung können folgende Medien verwendet werden.
–  ölfreie Druckluft
–  inerte Gase
•  Stickstoff
•  Kohlendioxid
Über die Prüfvorgänge muss ein Protokoll erstellt werden.
Vor der Endmontage und der Inbetriebnahme muss das Leitungssystem gespült werden.
Dichtheits- und Belastunsprüfung nach der DIN EN 806-4
Aufgrund der unterschiedlichen Werkstoffeigenschaften sind nach der DIN EN 806-4 "Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Installation" unterschiedliche Druckprüfungen mit Wasser durchzuführen. Die Art der Prüfverfahren (A, B oder C) ist in Abhängigkeit von den eingesetzten Rohrwerkstoffen (Metall, Kunststoff oder Mischinstallation aus Metall und Kunststoff) auszuführen. Da diese Prüfverfahren auf der Baustelle oft nicht zu realisieren sind, wird zunehmend eine Prüfung mit inerten Gasen (Stickstoff, CO2) oder ölfreie Druckluft angewendet, weil dabei keine Rücksicht auf die Werkstoffe oder Werkstoffkombinationen genommen werden müssen.

Eine Dichtheitsprüfung mit ölfreier Druckluft ist durchzuführen, wenn
• eine längere Stillstandzeit von der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme, insbesondere bei durchschnittlichen Umgebungstemperaturen > 25 °C zu erwarten ist, um mögliches Bakterienwachstum auszuschließen,
• die Rohrleitung von der Dichtheitsprüfung bis zur Inbetriebnahme, z. B. wegen einer Frostperiode, nicht vollständig gefüllt bleiben kann,
• die Korrosionsbeständigkeit eines Werkstoffes in einer teilentleerten Leitung gefährdet ist.

Eine Dichtheitsprüfung mit inerten Gasen kann in Gebäuden, in denen erhöhte hygienische Anforderungen bestehen, wie z. B. bei medizinischen Einrichtungen, Krankenhäusern, Arztpraxen, gefordert werden, um eine Kondensation der Luftfeuchtigkeit in der Rohrleitung auszuschließen.

Dichtheitsprüfung mit Luft oder Inertgas
- Prüfdruck 150 mbar
- Manometer - Ablesegenauigkeit 1 mbar (10mmWS)
- Prüfzeit bis 100 Liter Leitungsvolumen mindestens 120 Minuten
- je weiter 100 Liter zusätzlich 20 Minuten
- Dichtheitsprüfung mit Druckluft
Belastungsprüfung
- maximaler Prüfdruck 3 bar
- bis DN 50 max. 3 bar
- > DN 50 bis DN 100 1 bar
- während der Belastungsprüfung = Sichtprüfung
- Prüfzeit 10 Minuten
- Prüfmedium = ölfreie Luft

Die Prüfdrücke bei Luft und inerten Gasen ist auf max. 3 bar festgelegt. Aufgrund der der Kompressibilität von Luft und Gasen dürfen aus Unfallverhütungsgründen nicht dieselben hohen Drücke wie bei einer Wasserprüfung verwendet werden.

Über die Prüfvorgänge muss ein Protokoll erstellt werden.
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