Kühldecken können in die beiden Gruppen Strahlungsdecken und
Konvektionsdecken unterteilt werden. Wobei es auch Systeme gibt, die einen fließenden Übergang von der reinen Strahlungsdecke zur reinen
Konvektionsdecke darstellen.
Für alle Deckenkonstruktionen gibt es passende Kühlsysteme aus den Werkstoffen
Stahl,
Kupfer, Aluminium oder Kunststoff. Deckenkühlung kann direkt mit dem Deckenputz an der Rohbetondecke, in Verbindung mit einer abgehängten Gipskartondecke, als abgehängte Metallpaneeldecke oder einer offenen Rasterdecke realisiert werden. Eine verputzte glatte Deckenuntersicht ist ebenso möglich wie beliebig geometrische Formen bei Metalldecken. Beleuchtung,
Luftdurchlässe usw. lassen sich problemlos in die Decke integrieren.
Konvektionsdecken
Bei den
Konvektionsdecken überwiegt der die Übertragung der
Wärme durch die
Luftbewegung. Die abgehängte Decke hat Öffnungen, für die zur Erhöhung der Kühlleistung notwendige
Luftzirkulation. Durch dem Raum zugewandte Rippen kann die Leistung weiter erhöht werden.
Strahlungsdecken
Strahlungsdecken haben eine geschlossene Oberfläche. Die
Wärmeübertragung erfolgt vorwiegend durch Strahlung (ca. 60 %). Sie werden als Putzdecken oder als abgehängte Decken ausgeführt. In der Regel ist der Platzbedarf nicht größer als der für die Konstruktion der Decke ohne Kühlung.
Kühlflächenanordnung
Die Kühlelemente sollten möglichst großflächig auf die ganze Deckenfläche verteilt werden. Die Beleuchtungseinrichtung, Lautsprecher, Sprinklerdüsen und das Lüftungssystem haben einen Eifluss auf die Anordnung. Durch großflächige Anwendungen ergeben sich Vorteile. Zum einen werden Kühlelemente mit geringerer spezifischer Kühlleistung eingesetzt oder auf der anderen Seite können hohe Gesamtkühllasten aufgenommen werden. Außerdem können die
Vorlauftemperaturen höher angesetzt werden und dadurch Kondensationsrisiken weiter minimiert werden.
Flächenkühlung mit natürlichen "Kältequellen"
Flächenkühlungssysteme arbeiten mitwasserdurchflossenen Rohrregistern,
die in den Bauteilflächen verlegt sind und geben die
Wärme indirekt in
den Raum ab.
Diese Systeme können zur
Kühllastabfuhr sowohl mit einer Lüftungsanlage
alsauch als allein stehendes Kühlsystem ausgeführt werden.
Folgende Bauteilflächen können zur Kühlung herangezogen werden:
Die
Kälte kann über
Erdkollektoren,
Wärmesonden oder das
Grundwasser aus
Brunnen in das System eingespeist werden. Da nur der geringe
Energiebedarf für die Umwälzpumpen und Förderpumpen anfällt, sind solche
Systeme kostengünstig und energieeffizient.
Behaglichkeit
Die Kühldecke bietet gegenüber einer RLT-Anlagen die Vorzüge einer größeren
Behaglichkeit aufgrund mehrerer Faktoren.
- Die geringeren Zuluftströme, die jetzt durch den Mindestluftwechsel und nicht durch die Kühllast bestimmt werden, führen zu geringeren Raumluftgeschwindigkeiten.
- Die empfundene Raumtemperatur entspricht etwa dem Mittelwert aus mittlerer Raumlufttemperatur und mittlerer Oberflächentemperatur der Umschließungsfläche.
Eine Kühldecke baut ein weitgehend gleichmäßiges vertikales
Temperaturprofil im Raum auf. Bei Kühldecken mit hohem Strahlungsanteil liegt die empfundene Raumtemperatur um 1,5 - 2 K unterhalb der Raumlufttemperatur, was sich auf den Komfort positiv auswirkt. Nicht zuletzt gibt der Mensch seine überschüssige
Wärme zu ca. 50 % durch Strahlung auf umliegende Flächen ab. Dadurch kommt ein Kühldeckensystem auf der Basis der Strahlungskühlung der physiologischen
Wärmeabgabe des Menschen entgegen.
Kühldecken können auch als
Deckenheizung eingesetzt werden.

Bei der Planung und dem Einbau von
Kapillarrohrsystemen (Heizung und Kühlung) muss besonders auf das
richtige Füllwasser (
VE-Wasser, VS-Mittel) und die verwendeten Bauteile (
Pumpen, MAG's, Armaturen, Flexschläuche) geachtet werden, um eine Versclammung
durch
Magnetit und eine
Biofilmbildung zu verhindern. So müssen die Anlagen mit einer
Systemtrennung und
korrosionsbeständigen Bauteilen (Edelstahl, Rotguss, Kunststoff) gebaut werden. Auch die
flexiblen Heizflächenanbindungen sollten aus dem geeignetem Material bestehen, weil hier immer wieder Undichtigkeitsprobleme zu beobachten sind.