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OldBo
07.10.2016
Bei der Planung von Häusern mit niedriger Heizlast und dichter Gebäudehülle (z. B. Passivhaus, Nullenergiehaus) besteht die Frage, welches Heizungs-, Lüftungs- und Kühlsystem eingebaut werden sollte.

Bei der Planung von Häusern mit niedriger Heizlast und dichter Gebäudehülle (Passivhaus, Nullenergiehaus) besteht die Frage, welches Heizungs-, Lüftungs- und Kühlsystem eingebaut werden sollte.

Heizen
Bei der Heizungstechnik setzt sich zunehmend der Einsatz von Wärmepumpen (Luft-Wasser, Wasser(Sole)-Wasser) in Verbindung mit Niedertemperatursystemen (Bauteilaktivierung, Flächenheizung [Fußboden-, Wand- und Deckensysteme]) durch. Auch die Eigennutzung des Stroms von der Photovoltaikanlage fördert den Trend.
Hier haben es die Hersteller von Öl- und Gas-Wärmeerzeugern (Kessel, Thermen) versäumt, Heizgeräte mit niedrigen Heizleistungen auf den Markt zu bringen, wie diese z. B. in Wohnwagen bzw.Wohnmobilen üblich sind.

Kühlen
Auch bei sehr guter Wärmedämmung können sich die Raumtemperaturen bei hohen Außentemperaturen stark aufheizen. Zur Gebäudekühlung können passive Systeme und hybride Systeme ohne mechanische Hilfsmittel Einfluss auf die Raumtemperatur nehmen. In der Regel sind diese Häuser nicht so gebaut, dass z. B. eine natürliche Lüftung oder eine Nachtkühlung nicht möglich ist.
Als eine einfache und logische Lösung wird die Nutzung der vorhandenen Heizsysteme (Bauteilaktivierung, Flächenheizung [Fußboden-, Wand- und Deckensysteme]) auch für die Raumkühlung zu nutzen angesehen. Dabei wird die Wärmepumpe eingesetzt, die schon für die Beheizung vorhanden sind. Dabei wird der Kältekreislauf umgekehrt, das Anlagenwasser wird gekühlt und macht aus den Heizflächen Kühlflächen.
Eine andere  Möglichkeit ist, Wärmesenken (Grundwasser für die Bauteilaktivierung, Erdwärmetauscher - Luft, Luftbrunnen) zu nutzen.
Zur Raumkühlung werden zunehmend Multisplit-Klimasysteme mit Inverter-Technologie eingesetzt.

Lüften
Aufgrund der dichter Gebäudehülle benötigen diese Häuser eine richtig funktionierende Lüftung. Bei dem üblichen Lüftungsverhalten kann nicht genügend Außenluft einströmen. Dadurch können Feuchteschäden und Schimmelbefall auftreten und in der Raumluft können sich Schadstoffe anreichern.. Hier bietet sich eine kontrollierte Wohnungslüftung (dezentral oder zentral) mit eine Wärmerückgewinnung (WRG) an. Auf jeden Fall muss der Planer eine Lüftungskonzept erstellen, weil eine Fensterlüftung in der Regel nicht ausreichend ist.
In kleineren Anlagen (Einfamilienhaus, Wohnung) ist es nicht üblich, eine richtige raumlufttechnische Anlage (Lüften, Heizen, Kühlen, Luftbefeuchten, Luftentfeuchten) einzubauen.
Inverter-Raumklimageräte
Richtig geplant, sind gesplittete Inverter-Raumklimageräte in das Konzept einer kontrollierten Wohnungslüftung (KWL) zu integrieren. Diese Multisplit-Klimasysteme sind für eine Komfort-Klimatisierung mit kleinen Leistungen im Heiz- und Kühlbetrieb konzipiert. Die Außengeräte sind wintertauglich und erlauben einen Einsatz in Hauswirtschaftsräumen mit einem Betrieb bis -15 °C Außentemperatur. Die energiesparenden Multisplit-Klimasysteme mit Inverter-Technologie erreichen die Energieeffizienzklasse A+ (Heizen) und A++ (Kühlen). Die Innengeräte arbeiten leise und sind über verschiedene Regelungsbauteile (Infrarot-Fernbedienungen, Kabel-Fernbedienung, Fernsteuerung und -überwachung,) zu bedienen. Die benötigten Komponenten kann man sich z. B. bei den entsprechenden Herstellern oder in Internetshops  zusammenstellen. Deren Geräte bieten zusätzliche Funktionen z. B. zur Anbindung an eine zentrale Leittechnik. Außerdem sind die Innengeräte mit einem luftreinigendem Enzym-Filter ausgestattet.
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