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Datenschutzhinweise
Autoren
OldBo
11.10.2023
Verschraubungen für Weichstahl-, Edelstahl-, Kupfer-, Kunststoff- und Metallverbundrohr gibt es in verschiedenen Ausführungen.
Klemmverschraubung
 Klemmverschraubung
Schneidringverschraubungen: ein Schneidring
 Schneidringverschraubungen: ein Schneidring
Klemmringverschraubungen<br />(Greif-Typ-Rohrverschraubung mit Scharniereffekt)
 Klemmringverschraubungen
(Greif-Typ-Rohrverschraubung mit Scharniereffekt)
Bördelverschraubung
 Bördelverschraubung
Schneidringverschraubungen: zwei Schneidringe
 Schneidringverschraubungen: zwei Schneidringe
Offene Ringschlüssel
 Offene Ringschlüssel
Quelle: Beta Werkzeuge
Verschraubungen für Weichstahl-, Edelstahl-, Kupfer-, Kunststoff- und Metallverbundrohr gibt es in verschiedenen Ausführungen.

Klemmverschraubung
Die Klemmverschraubung wurde als erste Rohrverschraubung in der Praxis verarbeitet und besteht in der Regel aus drei Bestandteilen:
Überwurfmutter
Körper
Dichtungs- bzw. Klemmring

Diese Art von Verbindung hat den Nachteil, dass sie nur minimalem Druck standhalten kann und dass eine Wiederverwendung aufgrund der Konstruktion des Dichtungsrings schwierig ist.

Bördelverschraubung
Die Bördelverschraubung war die nächste Variation von Rohrverschraubungsdesigns. Diese Verschraubung besteht in der Regel aus einer Überwurfmutter, einer Hülse und einem Körper mit einem kegelförmigen Ende.
Um das Rohr für die Montage vorzubereiten, sind in der Regel spezielle Bördelwerkzeuge erforderlich. Außerdem kann das Bördeln des Rohrs zu Belastungs-kerben am Ansatz der Bördelung führen oder Längsrisse an dünnen oder brüchigen Rohren verursachen. Diese Verschraubungen werden hauptsächlich in Kältemittelleitungen verwendet.

Schneidringverschraubungen
Die Schneidringverschraubungen werden für Präzisionsstahlrohre, Stahlrohrstutzen, Kupferrohre, Messingrohre, Messing-Lötstutzen, Aluminiumrohre und Edelstahlrohre mit den dazu passenden Verschraubungen eingesetzt. Aufgrund der Dichtungsart werden sie für auch für hohe Anlagendrücke (z. B. Hydraulikanlagen bis ca. 600 bar) verwendet.

Im Gegensatz zu den originalen Klemmverschraubungen können Schneidringverschraubungen bei Anwendungen mit höherem Druck eingesetzt werden. Diese Verschraubungen bestehen aus einer Überwurfmutter, einem Körper und einen Schneidring mit einer scharfen Kante, die in die Oberfläche des Rohres eingreift und dadurch einen festen Halt und Dichtheit erzeugen.

Schneidringverschraubungen können auch zwei Schneidringe haben. Diese erfüllen zwei Funktionen. Das Eingreifen in das Rohr und als Dichtungselement für den Körper. Bei Schneidringverschraubungen mit zwei Schneidringen wird der Griff vom hinteren Schneidring und die Dichtung vom vorderen Schneidring erzeugt. Die Einordnung, ob es sich bei dieser Verbindungart um eine lösbare oder unlösbare Verbindung hanelt, ist schwierig und hängt u. a. von Art der Verschraung und von der fachgerechten Verarbeitung ab.

Nach jedem Lösen des Rohranschlusses einer Schneidringverschraubung ist die Überwurfmutter wieder fest anzuziehen (gleicher Kraftaufwand) wie bei Fertig- bzw. Erstmontage, hierbei muss der Verschraubungsstutzen, wie bei der Erstmontage, mit einem Gabelschlüssel bzw. besser mit einem offenen Ringschlüssel gegengehalten werden.
Die Demontage und/oder das Nachziehen von dieser Verschraubungen und Verschraubungsteilen ist nur in vollständig drucklosem Zustand zulässig.

Klemmringverschraubungen
(Greif-Typ-Rohrverschraubung mit Scharniereffekt)
Mechanische Greif-Typ-Rohrverschraubungen haben in der Regel zwei Klemmringe. Durch Festziehen der Verschraubung wird der vordere Klemmring gespannt, wobei die Dichtung entsteht, indem die Oberflächen des Rohrs und des Verschraubungskörpers gegeneinander gepresst werden.
Mit einem radialen Scharnier- oder Halteeffekt des hinteren Klemmrings wird das Rohr in einem Bereich knapp außerhalb der Stelle, an der das Rohr von das Klemmringnase gehalten wird, umgriffen, wodurch eine bessere Vibrationsbeständigkeit entsteht.
Ein weiterer großer Vorteil dieses Designs im Vergleich zur Schneidringverschraubung ist, dass die De- und Wiedermontage der Rohrverschraubung nach der Montage einfacher und ohne Beschädigung der Verschraubungskomponenten oder des Rohrs ausgeführt werden kann.

Alle diese Verbindungsarten sollten grundsätzlich mit einem offenen Ringschlüssel und mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment hergestellt werden, weil nur dann ein Verziehen der Überwurfmutter und des Verschraubungskörpers verhindert wird.

Für spezielle Anwendungen gibt es auch spezielle Werkzeuge (Hydraulikschrauber). Wobei es sich bei diesen Anwendungen sicherlich nicht um einfache Verschraubungen handelt.
Dieses offene Maul-Einsteckwerkzeug oder Ringschlüssel wird eingesetzt, wenn das Eckmaß der Schrauben ganz wenig Spielraum bietet. Bei der Druckbeaufschlagung fährt der Hydraulikkolben im Zylindergehäuse des TX-Schraubers aus und führt eine Schraubbewegung um die eigene Achse aus.

Da lösbare Verbindungen (Verschraubungen, Langewinde) durch Verwindungen und thermischen Beanspruchungen undicht werden können, dürfen sie nicht verdeckt bzw. "unter Putz" und nicht für die Erdverlegung verwendet werden, ggf. sind Revisionsöffnungen vorzusehen (nach DIN 18380 [VOB Teil C] müssen alle unter Putz liegenden lösbaren Verbindungen zugänglich bleiben - Neu - "Lösbare Verbindungen, deren Dichtheit nicht dauerhaft sichergestellt ist, müssen zugänglich sein"). Sie müssen mit dem jeweilig notwendigen Werkzeug zugänglich sein. Ob eine Verbindung (z. B. Verschraubung, Steckverbindung) als "unlösbare" Verbindung eingestuft ist, muss aus den jeweiligen Herstellerangaben entnommen werden. Gegebenenfalls ist eine Revisionsöffnung zu setzen, damit man mit dem geeigneten Werkzeug (teilweise Spezialwerkzeuge) arbeiten kann.

Ein wenig Fermit auf die Gewindegänge der Überwurfmutter und auf den Konus führen dazu, dass man diese Verbindung auch Jahre später problemlos wieder lösen kann. Alte Verschraubungen lassen sich durch das Erwärmen mit Heißluft, oder besser mit einer Flamme, auch ohne Gewaltanwendung wieder lösen.

Konisch und flachdichtende Verschraubungen
Flachdichtende Verschraubung
 Flachdichtende Verschraubung
Quelle: Georg Fischer GmbH
flach- oder konischdichtende Verschraubung
 flach- oder konischdichtende Verschraubung
Quelle: heco GmbH
Temperguss-Fittings sind in den DIN 2950, die Stahlfittings in den DIN 2606 bis 2619 und 2980 bis 2993 genormt. Abgedichtet werden sie durch Werg (Hanf) und Mennige oder Mangankitt (Manganesit, Fermit u.a.) oder Gewindeband aus Kunststoff.

Flachdichtende Verschraubungen mit Dichtung werden dort eingebaut, wo Bauteile in eine Rohrleitung passgenau eingebaut (dazwischen- gesetzt) werden, so z. B. Pumpen oder die Bauteile zu schwer sind bzw. sich beide Seiten nicht bewegen lassen. Eigentlich sind es "Ersatzflanschen" für kleinere Nennweiten. Bauteile mit einseitigem Anschluss haben in der Regel konischdichtende Verschraubungen, weil das Bauteil einseitig bewegt werden kann.

Die Baulängen und z-Masse der Temperguss-Verschraubungen beziehen sich auf die fertig montierte Verschraubung mit einem Dichtring von 2 mm bzw. 3 mm Dicke. Die Wahl des geeigneten Dichtrings richtet sich nach den Betriebsanforderungen. Die flachdichtende Verschraubung kann radial demontiert und wieder montiert werden

Bei kegelig (metallisch [konisch]) dichtenden Verschraubungen sind die Dichtflächen vor dem Zusammenbau zu reinigen und mit einem Schmierstoff (bei Trinkwasser ausschließlich nach DIN 30660 geprüft z.B.: Gewindedichtpaste [z. B. Fermit]) zu behandeln.

Bei einer Wiederverwendung von kegelig dichtenden Verschraubungen übernehmen die Hersteller keine Gewähr für Dichtheit .

Auch Verschraubungen müssen, wie auch Flanschverbindungen, grundsätzlich spannungsfrei eingebaut werden. Da lösbare Verbindungen durch Verwindungen und thermischen Beanspruchungen undicht werden können, dürfen sie nicht verdeckt bzw. "unter Putz" verlegt werden. Sie müssen mit dem jeweilig notwendigen Werkzeug zugänglich sein.
Isolierverschraubung (galvanisches Trennstück)
Quelle: INRAG AG
Isolierverschraubung für Heizöl - doppelt und einfach isoliert
 Isolierverschraubung für Heizöl - doppelt und einfach isoliert
Quelle: INRAG AG
Wenn der Speicher oder Wärmetauscher und die Rohrleitungen aus verschiedene Werkstoffen bestehen und sich berühren, kann es  zu Kontaktkorrosion kommen. Durch die Verwendung eines Isolierschraubteiles wird die Kontaktkorrosion durch die isolierende Kunststoffschicht und die Anschlüsse aus zu Rohrleitung und Speicher passenden Werkstoffen verhindert. Außerdem wird z. B. der TW-Speicher vor vagabundierenden Strömen geschützt und ein vorzeitigem Abbau der Opferanode wird verhindert. Das Isolierschraubteil trennt die Leitung elektrisch auf und verhindert auf diese Weise einen schädlichen Stromfluss.

Die Isolierverschraubung besteht aus einem Gehäuse und einer Hülse. Die Hülse ist durch eine isolierende Kunststoffschicht stabil und unlösbar mit dem Gehäuse verbunden und mit Ihrem Innengewinde an den Speicher oder Wärmetauscher montiert. Die Rohrleitung wird dann mittels Einlegeteil und Überwurfmutter an das Aussengewinde des Isolierschraubteils geschraubt.

Die Isolierverschraubung trennt Kupferleitungen elektrisch auf. Sie unterbindet Ströme und daraus resultierende Magnetfelder. Sie wird bei Tankanschlüssen für Heizöl eingesetzt und trennt Spannungen bis 1500 Volt (VSM) respektive 3000 Volt (VDS).
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BastiHiba schrieb: Hallo zusammen, ich plane aktuell den Umbau meiner Heizungsanlage...
maksimilian schrieb: Hallo Ihr, mich interessiert, ob die WP auch im Automatik-Betrieb...
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