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Autoren
OldBo
10.05.2026
Ein offener Kamin ("Lustfeuer") kann auf Grund seiner Konstruktion nicht als Raumheizung eingesetzt werden, weil seine Wärmeabgabe nur durch die Wärmestrahlung des offenen Feuers in den Raum erfolgt und wegen der Luftzufuhr dem Raum Wärme entzogen wird.
offener Kamin
 offener Kamin
Quelle: Bosy
Ein offener Kamin ("Lustfeuer") kann auf Grund seiner Konstruktion nicht als Raumheizung eingesetzt werden, weil seine Wärmeabgabe nur durch die Wärmestrahlung des offenen Feuers in den Raum erfolgt und wegen der Luftzufuhr dem Raum Wärme entzogen wird.

Nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung dürfen diese nur "gelegentlich" betrieben werden. Ein Urteil des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz besagt, dass ein offener Kamin nicht mehr als an 8 Tagen im Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden darf. In dem Urteil wird auch von einem "Lustfeuer" gesprochen.

Der offene Kamin muss immer an einen eigenen Schornstein angeschlossen werden. Das ist auch für Kamine, die eine Feuertür haben und diese beim Betrieb geschlossen sind, vorgeschrieben.
Die Verbrennungsluft, die der Kamin aus dem Aufstellraum oder dem Raumluftverbund zieht, beträgt ca.360m3/m2 Feuerraumöffnung. Oft ist eine Außenluftzuführung über einen externen Luftkanal zum Kamin sinnvoll.

Bei installierten Abluftgeräten bzw. einer Dunstabzugshaube im Fortluftbetrieb in der Küche darf kein Unterdruck entstehen. In diesen Fällen können die Rauchgase nicht im Schornstein aufsteigen, sondern sie werden in den Raum gesaugt. Hier muss z. B. ein Fensterkontaktschalter eingesetzt werden.

Eigentlich sollte man jeden offenen Kamin mit einem Heizeinsatz (Wassertasche) mit Außenluftzuführung versehen, der dann auch noch in die vorhandene Heizungsanlage integriert werden kann.

Vor der Planung ist der Bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger und/oder ein Ofen- und Luftheizungsbauer über die örtlichen Vorschrift zu befragen.

In Häusern nach dem heutigen Standard (EnEV) ist der Einsatz eines offenen Kamins nicht mehr machbar, weil keine Luftdichtheit der Gebäudehülle möglich ist.

Ob man ein Lagerfeuer im Wohnzimmer wirklich braucht, muss jeder für sich entscheiden. Aber wenn es ein Kamin sein soll, dann ist ein angemessener Ort schon eher die Terrasse.
Dauerbrand - Zeitbrand

Bei den Feuerstätten mit festen Brennstoffen unterscheidet man zwischen „Dauerbrand – Zeitbrand“.

Der Begriff „Dauerbrand“ hat nichts mit dem Begriff „Dauerbetrieb“ zu tun. Die DIN EN 13240 bzw. DIN EN 13229 beschreiben damit die Fähigkeit, den Abbrand mit einer einmaligen Beschickung und einmaliger, extrem gedrosselter (Luft-)Einstellung je nach Brennstoffart bis zu 12 Stunden ausdehnen zu können. Ein Holzvergaserkessel ist eine typische derartige Feuerstätte.

Ein Grund- oder Specksteinofen sind „Zeitbrandfeuerstätten“. Hier wird eine relativ große Brennstoffmenge in kurzer Zeit mit hohem Luftüberschuss sehr schadstoffarm verbrannt. Die freigesetzte Energie wird in der Ofenmasse gespeichert und langsam an den Raum abgegeben.

Auch sagt die Einteilung als Zeitbrand- oder Dauerbrand-Feuerstätte nichts über die mögliche tägliche Betriebsdauer aus. Dauerbrand- und Zeitbrandfeuerstätten können ohne zeitliche Einschränkung ununterbrochen betrieben werden, wenn der Hersteller keine Einschränkung in den technischen Unterlagen angegeben hat.

"Feuerstätten für den gelegentlichen Betrieb" (baurechtliche Einteilung), z. B. der offene Kamin, der nicht die Mindestanforderung im Bezug auf den Wirkungsgrad erfüllt, dürfen nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung nur "gelegentlich" betrieben werden. Nach einem Urteil des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz darf ein offener Kamin nicht mehr als an 8 Tagen im Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden. In dem Urteil wird auch von einem "Lustfeuer" gesprochen.

Nach der Kleinfeuerungsanlagen-Verordnung nur "gelegentlich" (nach baurechtlicher Einteilung > gelegentlicher Betrieb) betrieben werden. Nach einem Urteil des OVG Rheinland-Pfalz in Koblenz darf ein offener Kamin nicht mehr als an 8 Tagen im Monat für jeweils 5 Stunden betrieben werden. In dem Urteil wird auch von einem "Lustfeuer" gesprochen.

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