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OldBo
19.07.2011
Hebeanlagen sind vollautomatische, gesicherte Anlagen. Das Abwasser wird in einen Behälter geleitet und mithilfe einer Pumpe über die Rückstauebene gepumpt. Hebeanlagen müssen 60 cm frei stehend neben und über allen zu bedienenden Teilen eingebaut werden, damit Wartungsarbeiten ausgeführt werden können.
Hebeanlage
 Hebeanlage
Quelle: Jung Pumpen GmbH
Bauteile einer Hebeanlage
 Bauteile einer Hebeanlage
Quelle: Jung Pumpen GmbH
Hebeanlagen sind vollautomatische, gesicherte Anlagen. Das Abwasser wird in einen Behälter geleitet und mithilfe einer Pumpe über die Rückstauebene gepumpt. Hebeanlagen müssen 60 cm frei stehend neben und über allen zu bedienenden Teilen eingebaut werden, damit Wartungsarbeiten ausgeführt werden können.

Sie sind stets erforderlich,
  • wenn Räume zu dauernden Wohnzwecken genutzt werden (Einliegerwohnung)
  • wenn Lagerung hochwertiger Wirtschaftsgüter im Keller erfolgt
  • wenn auf die Ablaufstellen nicht verzichtet werden kann (Gaststätten-WC)
  • bei Überläufen von Regenwassersammelbehältern, die in einen Mischwasserkanal eingeleitet werden müssen.
Beschreibung der Bauteile

1) Rückstauschleife
  • Sie muss über der Rückstauebene liegen.
  • Sie stellt eine Sicherung dar, die auf physikalischem Wege gegen Rückstau schützt, da das Wasser eher über den Kanaldeckel auf der Straße austritt.
  • In Kombination mit einer Hebeanlage ermöglicht die Rückstauschleife die uneingeschränkte Benutzung der Entwässerungsgegenstände auch bei Rückstau.
2) Pumpensumpf mit Schmutzwasserpumpe
  • Er ist vorgeschrieben.
  • Der Pumpensumpf verhindert Überschwemmungen bei Beschädigungen an der Leitung und dient auch der Raumentwässerung.
3) Schieber im Zulauf
  • Diese Kombination trennt die Anlage ordnungsgemäß vom System.
  • Sie dient dem Schutz des Wartungspersonals bei durchzuführenden Arbeiten.
4) Rückschlagklappe
5) Schieber im Druckabgang
  • Diese Armatur ist Pflicht bei Fäkalienhebeanlagen (DIN EN 12050-1).
  • Er trennt die Hebeanlage vom System.
  • Es kann nur auf den Schieber verzichtet werden, wenn die Druckleitung < 80 ist und eine Anlüftevorrichtung oder andere Entleerungsmöglichkeit hat. Ferner muss das Nutzvolumen des Behälters der Anlage so groß sein, dass das komplette Abwasser aus der Druckleitung aufgenommen werden kann.
6) Elastische Verbindungen
  • Anschlüsse der Hebeanlage sind elastisch auszuführen, um Vibrationen und Wärmedehnungen aufzunehmen.
7) Handmembranpumpe
  • Mit einer Handpumpe kann bei Stromausfall oder Reparatur eine Notentleerung vorgenommen werden.
  • Sie gehört nicht zur Pflichtausstattung.
8) Lüftung
  • Dient beim Befüllen und Entleeren zur Be- und Entlüftung des Behälters.
  • Bei Anlagen nach DIN EN 12050-1 immer über Dach entlüften. Lüftungsleitung separat führen oder unter einem Winkel von 45° oberhalb der höchstgelegenen Anschlussleitung an eine belüftete Fallleitung über Dach anbinden.
  • Schmutzwasser- und Fäkalienhebeanlagen nach DIN EN 12050-2 bzw. 12050-3 können in den Aufstellraum entlüftet werden. Geruchsminderung erfolgt über Aktivkohlefilter (als Zubehör erhältlich).
  • Belüftungsventile sind nicht zulässig.
9) Schwerkraftentwässerung
  • Die Schwerkraftentwässerung ist oberhalb der Rückstauebene anzuwenden.
Wartungsintervalle
  • Gewerbliche Räume: 3-monatlich
  • Mehrfamilienhäuser: 6-monatlich
  • Einfamilienhäuser: jährlich
  • Abkürzungen der Wartungsintervalle können in Abhängigkeit der Wasserbeschaffenheit notwendig sein.
  • Möglichst Inbetriebnahme und Wartung protokollieren.
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Dreher schrieb: Das ist meiner Meinung nach das Problem. Wasser dehnt sich halt beim Erhitzen aus .... Das 2te Problem wäre die fehlende oder nicht funktionierende Sicherheitsgruppe mit Überdruckablaufventil. Standardmäßig...
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