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OldBo
31.10.2017
Eine heftig taktende Heizungsanlage (Wärmeerzeuger > Öl- oder Gaskessel, Wärmepumpe) wird umgangssprachlich auch als "Kuhschwanzheizung" bezeichnet.
Wenn es sich um die neumodischen, erbsengezählten, abgeglichenen *und* auf große Spreizung gerechneten EFH-Anlagen handelt, dann können die bloß rumeiern wie ein Kuhschwanz, sie haben absolut keine Chance ordentlich zu laufen.
Warum ?...schau dir die Wassermenge an. 7 kW bei 20 Grad Spreizung machen 300 l/h Wasser. Das ist die *MAX* Leistung. Hört sich nach viel an...aber dreh mal dagegen deinen Waschtischmischer auf...der macht 13 l/min (bei 3 bar)... das sind 780 l/h, das heißt die Beheizung eines Wohnhauses läuft mit der halben Wassermenge deines Waschtischmischers.
Nun nehme ein Gerät, das bloß zwischen 9 bis 20 kW modulieren kann... keinen Wasserinhalt hat... was glaubst du, was die Kesselanlage machen kann... bis der Brenner und die Regelung auf den unteren Modulationswert gefallen sind, ist die Temperatur schon soweit angestiegen, dass die Regelung die Kiste sofort ausschaltet....3 Liter (Kesselwasserinhalt) später wird es zu kalt... wir starten wieder.
Nicht umsonst kommt bei mir dauernd der Satz... gebt den Anlagen Wassermengen, mit denen sie auch funktionieren können. Eine Anlage, die auf 300 oder 400 l/h runtergewürgt wurde... kann nicht sauber laufen, egal welches Kesselfabrikat unten an der Rohrleitung hängt.
Da gibt es nichts zu wundern... dann dreh noch 2 oder 3 Heizkörper zu... weil Küche, Schlafund Gästezimmer nicht dauernd beheizt werden (man ist ja sparsam)... was bleibt noch übrig?... eine Kuhschwanzheizung… zumindest baumelt die Temperatur entsprechend rum.
Selbst wenn ein Kessel auf 3 kW runtermodulieren kann, dann hebt er die Temperatur bei 300 l/h Umlaufwassermenge um 8,5 K an... bei 9 kW... sind es eben 26 K... was macht die Regelung... ist doch logisch... die macht dem Kessel das Licht aus.
Für mich gibt es da nichts *zu wundern*… für mich gibt es da bloß eins... Wassermenge rauf, Temperatureinstellung runter und Voreinstellungen so weit als möglich auf und die Anlage neueinregulieren.
Diese Hirnrissdenke... ich brauch eine möglichst tiefe Rücklauftemperatur (= große Spreizung) wegen dem Gerätewirkungsgrad, das führt bei Kleinanlagen regelmäßig zum Schuss ins Bein... wer es nicht wahr haben will... das Forum ist der beste Beweis... oder... sollen wir mal anfangen zu zählen? Der Gerätewirkungsgrad ist bei einem taktenden Brennwertkessel bescheidener als bei einer Anlage die 5 Grad höhere Rücklauftemperaturen zulässt, wenn der Kessel sauber durchläuft... aber das steht ja auch nicht in den Auslegungsunterlagen der Kesselhersteller… dort findet sich auch immer die Anweisung *feste würgen*... weil *Gerätewirkungsgrad*, was das Ding dann *tatsächlich* in der Anlage vollführt... ist ja fast egal, Papierform gut, Anlage Mist.
Meine Anlagen im EFH-Bereich laufen zum Teil mit 4 bis 6 K-Spreizung… modulieren gnadenlos, haben elend lange Laufzeiten und machen wohl das, was von ihnen erwartet wird... einfach *nur* laufen... allerdings muss man den Geräten auch genug Leine lassen, damit sie das können... und gut ist es ;-)).
Manchmal isses doch sooo einfach, man muss es bloß tun ;-))
Achim Kaiser – 2003 (Beitrag aus dem HausTechnikDialogForum)
Lastausgleichsbehälter (LAB)
Pelletkessel VarioWIN mit Lastausgleichsbehälter
 Pelletkessel VarioWIN mit Lastausgleichsbehälter
Quelle: Windhager Zentralheizung Schweiz AG
Brennerstarts
 Brennerstarts
Quelle: Windhager Zentralheizung Schweiz AG
Ein Lastausgleichsbehälter (LAB) nimmt die überschüssige Energie auf, wenn der Wärmebedarf (Heizlast) unter die minimale Kesselleistung absinkt. Das kann bei allen Brennstoffen der Fall sein, die nicht sofort die Wärmeabgabe stoppen können, so z. B. Pellet- und Holzkessel (Ausbrand), die ohne Pufferspeicher in Betrieb sind, Aber auch Öl- und Gaskessel, die noch einige Zeit von den heißen Wärmeübergabeflächen im Kessel Wärme an das Heizungswasser abgeben.

Diese Behälter sind so in den Kesselkreislauf eingebunden, dass sie über dem Kessel angeordnet sind. Dadurch wird keine elektrische Hilfsenergie (Schwerkraftwirkung) zum Aufladen benötigt. Wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder mehr Wärme benötigt, kann diese gespeicherte Energie genutzt werden. Auf diese Weise werden die Brennerstarts bzw. das Takten (Kuhschwanzheizung) deutlich reduziert und somit elektrische Zündenergie eingespart und der Verschleiß minimiert.   Wenn keine Pufferspeicherlösung notwendig ist (modulierende Betriebsweise), werden Bereitschaftsverluste verringert, was den Anlagen-Wirkungsgrad erhöht.

Diese Art der Einbindung eines größeren Wasservolumens wurde schon vor 30 Jahren (Einbindung in die TW-Erwärmung oder kleiner Pufferspeicher) bei der Einführung der Niedertemperatur-Ölkesseln angewendet. Aber auch in Anlagen mit geringen Wasserinhalt und/oder niedrigen Systemtemperaturen ist eine "Pufferung" der Wärme sinnvoll, weil es bei jedem unnötigen Brennerstart zu einem erhöhten Schadstoffausstoß kommt.
Schadstoffe bei einem Brennerstart
Normaler Ölbrenner
 Normaler Ölbrenner
Quelle: OWI Oel-Waerme-Institut GmbH Aachen
Öl-Strahlungsbrenner
 Öl-Strahlungsbrenner
Quelle: Quelle: Dipl.-Ing. G. Teneva, Prof. Dr.-Ing. H. Köhne, Energie- und Stofftransport RWTH Aachen, Dr.-Ing. Klaus Lucka, OWI Oel-Waerme-Institut GmbH Aachen

Untersuchungen des Instituts EST der Technischen Hochschule Aachen weisen nach, dass z. B. ein Ölbrenner erst 3 - 6 Minuten nach dem Start stabil läuft. Der Spitzenwert der Schadstoffemissionen wird in den ersten 20 Sekungen abgegeben. Bei zu häufigen und unnötigen Starts ist nicht nur der Wirkungsgrad sehr schlecht, der Verschleiß von Bauteilen (z. B. Zündung) höher und es werden auch unnötig viele Schadstoffe in die Umwelt abgegeben.

Bei jedem Start eines Brenners (Öl, Gas) werden nicht nur die Verschleißteile beansprucht sondern es treten auch erhebliche Schadstoffe auf. Hier liegt der Grund, dass der Brenner möglichst wenig startet, der Wärmeerzeuger modulierend arbeitet bzw. nach der Gebäudeheizlast ausgelegt ist. Einen stark taktenden Wärmeerzeuger nennt man auch "Kuhschwanzheizung".

Untersuchungen des Instituts EST der Technischen Hochschule Aachen weisen nach, dass z. B. ein Ölbrenner erst 3 - 6 Minuten nach dem Start stabil läuft.

Der Spitzenwert der Schadstoffemissionen wird in den ersten 20 Sekungen abgegeben. Dadurch ist bei zu häufigen und unnötigen Starts nicht nur der Wirkungsgrad sehr schlecht, es werden auch unnötig viele Schadstoffe in die Umwelt abgegeben.

Ein Strahlungsbrenner zeichnet sich durch sehr niedrige Kohlenmonoxid- und Stickoxidemissionen aus. Sie liegen bei etwa 50 % von den durch die RichtlinieBlauer Engel“ angegebenen Grenzwerten. Eine weitere wichtige Charakteristik ist der sichere Startbetrieb. Innerhalb weniger als 60 Sekunden werden die stationären Werte der Emissionen erreicht. Ein Kaltstart des Brenners zeigt die Abbildung Die Brennerleistung beträgt 13,7 kW.
Taktsperre
Mit der Taktsperre wird das Wiedereinschalten eines Brenners eingestellt. Die Dauer der Sperre (0 bis 15 Minuten) ist von der Anlage abhängig. In gutgedämmten Häusern und/oder Anlagen mit Fußbodenheizung und/oder Pufferspeicher (große Wärmespeicherung) kann die Sperre bis zu 30 Minuten eingestellt werden, ohne dass eine unangenehme Temperaturabsenkung in den Räumen zu bemerken ist. Wenn zusätzlich die Temperaturschaltdifferenz (Hysterese) erhöht wird, dann verlängern sich die Betriebszeiten zusätzlich. Wenn bei sehr tiefen Außentemperaturen die Raumtemperaturen zu stark abfallen, kann eine Nachjustierung notwendig werden.
Weitere Funktionen
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manniw schrieb: Danke für den Hinweis. Ich kenne so ziemlich alle Arten von Motorschlössern. In der Regel werden die ins Türblatt eingebaut und erfordern eine Kabelzuführung für Stromversorgung und Öffnungsimpuls....
fdl1409 schrieb: Was die Bohrfirma schreibt ist überwiegend richtig, aber nicht alles. Die Bohrung muss bei einer modulierenden WP nicht auf die Nennleistung ausgelegt werden, wenn die Heizlast niedriger ist. Auch...
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