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OldBo
12.03.2019
Heizölfilter werden eingebaut, damit ein Ölbrenner störungsfrei betrieben werden kann. Die Art des Filters richtet sich nach dem Rohrsystem der ölführenden Leitungen zwischen Heizöllagerbehälter und dem Ölbrenner.
Heizölfilter mit Handentlüftung
 Heizölfilter mit Handentlüftung
Quelle: Oventrop
Einstrangheizölfilter und Entlüfter
 Einstrangheizölfilter und Entlüfter
Quelle: Oventrop
Auswechselfilter
 Auswechselfilter
Quelle: Oventrop
Heizölfiltereinsätze
 Heizölfiltereinsätze
Quelle: Oventrop
Quelle: Afriso
TRABOLD-Filter in einem Blockheizkraftwerk
 TRABOLD-Filter in einem Blockheizkraftwerk
Quelle: Trabold Filter GmbH
Quelle: Trabold GmbH

Heizölfilter werden eingebaut, damit ein Ölbrenner störungsfrei betrieben werden kann. Die Art des Filters richtet sich nach dem Rohrsystem der ölführenden Leitungen zwischen Heizöllagerbehälter und dem Ölbrenner.

Man unterscheidet zwischen

  • Zweistrangfilter
  • Einstrangfilter
  • Einstrangfilter mit Vakuummeter und Entlüfter
  • Filter mit Ölrückführung und Handentlüfter
  • Filter mit Ölrückführung und automatischem Entlüfter

Eine Heberschutzeinrichtung (Antiheberventil) und ein Absperrventil sind vorgeschrieben, wenn der Filter unterhalb des höchstmöglichen Füllstandes des Heizöllagerbehälters eingebaut wird.

Der Filtereinsatz soll einen störungsfreien Betrieb des Ölbrenner über mindestens eine Heizperiode gewährleisten. Die Art des Einsatzes richtet sich nach dem Öldüsenquerschnitt und den Schmutzpartikeln, Rostteilchen, Paraffinausfällungen oder durch Oxydation der Kohlenwasserstoffe bei der Alterung von Heizöl entstehende Sedimente, die im Heizöl enthalten sein können. Diese Stoffe müssen ausgefiltert werden, damit es nicht zum Ausfall der Brennerdüse oder der Ölpumpe kommt.

Die Filterfeinheit sollte so gewählt werden, dass sie unterhalb des kleinsten Öldüsenquerschnitts liegt.

Der Sinterkunststoffeinsatz besteht aus einer Vielzahl kleinster Kunststoffkügelchen und hat eine Filterfeinheit von 50 - 75 μm. Brennerstörungen durch Abrieb von Fasern sind ausgeschlossen. Der Einsatz lässt sich nicht reinigen und muss vor Beginn jeder Heizperiode ersetzt werden. In Einstrangsystemen kommen Filter mit einer Feinheit von 25 - 40 μm zum Einsatz.

Der Sinterbronzeeinsatz besteht aus einer Vielzahl kleinster Bronzekügelchen und hat eine Filterfeinheit von 50 - 100 μm, 25 - 40 μm und 20 - 25 μm.  Der Einsatz lässt sich schlecht reinigen und sollte vor Beginn jeder Heizperiode ersetzt werden.

Der Filzeinsatz gewährleistet eine feine Filterung, nimmt viele Alterungsprodukte des Heizöles auf und hat eine Filterfeinheit von 50 - 75 μm. Der Einsatz lässt sich nicht reinigen und muss vor Beginn jeder Heizperiode ersetzt werden. Der Filzeinsatz ist mit einem zusätzlichen, innenliegenden Kunststoffgewebefilter ausgerüstet, der evtl. abgelöste Fasern zurückhält, damit die Düse verstopft.

Der Feinstfilter-Einsatz aus Spezialpapier hat durch eine enge Faltung eine sehr großer Filterfläche und eine Filterfeinheit von 5 - 20 μm. Der Filtereinsatz wird für Anlagen mit geringem Öldurchsatz eingesetzt. Auf Grund der sehr feinen Filterung kann er in frostgefährdeten Anlagen unter + 3°C durch Paraffinausscheidung verstopfen. Der Einsatz lässt sich nicht reinigen und muss durch einen Neuen ersetzt werden. Der Einsatz eines Vakuummeters wird empfohlen.

Der Nickelsiebgewebeeinsatz hat eine hohe mechanische Festigkeit, bietet eine gute Filterung bei größeren Schmutzteilchen und hat eine Filterfeinheit von 100 -150 μm. Dieser Dauerfilter kann mit Heizöl oder Kaltreiniger gereinigt werden.

Der Heizölwechselfilter hat eine große Filteroberfläche und eine Filterfeinheit von 25 μm. Er besteht aus einer Metalltasse mit integriertem Filtereinsatz und ist bis 10 bar druckfest. Dieser Feinfilter muss auf jeden Fall in Verbindung mit einem Vakuummeter eingesetzt werden, damit man den Auswechselzeitpunkt erkennen kann.

Reinigung oder Austausch:

Ein Filtereinsatz sollte grundsätzlich vor Beginn jeder Heizperiode ausgewechselt bzw., wenn zulässig, mit Heizöl oder Kaltreiniger gereinigt werden. Hier sind die Herstellerangaben beachtet werden. Zum Lösen der Überwurfmutter ist ein spezieller Schlüssel zu verwenden und die Überwurfmutter sollte nur von Hand angezogen werden. Vor dem Anziehen ist der O-Ring zu überprüfen.Die Pumpenzange ist tabu.

Filtertassen gibt es in verschiedenen Ausführungen:
  •   Klarsichttasse für Saugbetrieb. Standardmäßig sind die Heizölfilter mit Klarsichttassen ausgerüstet, die nur für Saugbetrieb geeignet sind
  •   Klarsichttasse für Druckbetrieb. Eine Nachrüstung mit einer druckfesten Klarsichttasse (PN 10) für Druckbetrieb ist möglich
  •   Filtertasse aus Messing für den Druckbetrieb (PN 16)
  •   Klarsichttasse für verlängerte Filtereinsätze, die nur für den Saugbetrieb geeignet sind

Luftansammlungen in der Filtertasse:

Die im Heizöl mitgeführten Luft- bzw. Gasanteile können vom Filtereinsatz, der die kleinsten Querschnitte zwischen Heizöllagerbehälter und Ölbrenner hat, zurückgehalten werden, so dass sich in der Filtertasse ein Luftpolster bildet. Dieser Vorgang tritt besonders in Einstrangsystemen auf, in denen nur geringe Öldurchsätze vorliegen. Das Luftpolster bewirkt ein Absinken des Ölspiegels in der Filtertasse während des Ölbrennerbetriebes. Ein zu großes Luftpolster kann zu Störungen führen. Der Einsatz eines Heizölentlüfters in dem Einstransystem verindert eine Blockierung des Heizöldurchflusses. In Zweistrangsystemen sollte darauf geachtet werden, dass der Unterdruck nicht zu hoch wird. Hier ist eine regelmäßige Wartung der Leitungen zu empfehlen.

Für Bio-Heizöle sind spezielle Dichtungen und die Messing-Filtertassen einzusetzen, die dann auch für Temperaturen bis 85°C und einem Druckbetrieb bis 16 bar geeignet sind. Diese Ölfilter eignen sich auch für Anlagen mit erhöhten Rücklauf-Temperaturen, so z. B. in Mini-BHKW’s.

Bio-Heizöle sind aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnene flüssige Brennstoffe die zu Heizzwecken verbrannt werden. Zu diesen gehören z. B FAME, Biodiesel bzw. RME (Raps-Methyl-Ester), Rapsöl oder Palmöl. Die in Bio-Ölen enthaltenen Fettsäuren können Dichtungen und Schläuche schädigen. Da sie bei Raumtemperatur schlechter fließfähig sind, werden sie für eine bessere Fliessfähigkeit erwärmt oder mit Druckpumpen zum Ölbrenner transportiert. Durch das Einstrangsystem wird der Brennstoff im Filter kurzfristig verbraucht und gelangt nicht zurück in den Lagerbehälter. Somit kann das mit kupferhaltigen Oberflächen in Berührung gekommene Öl keinen Schaden anrichten.

In Heizungsanlagen mit sehr geringem Durchsatz, z. B. bei dem Einsatz einer 025 oder 030er Düse bietet sich der Trabold-Fililter an, der eine Filtergüte von 1 µm hat. In Dieselmotoren, so z. B. in Blockheizkraftwerk, werden diese Filter grundsätzlich eingebaut.

Der Trabold-Filter ist ein neu entwickelter Hochleistungsfiltereinsatz mit Radial- und Axial-Filterung, der weitgehend verpressungsfrei arbeitet. Es werden Schmutzpartikel bis zu 1/10 Mikron (Zehntausendstel Millimeter) ausgefiltert und Wasser gebunden. Mit der Radial- und Axial-Filterung wurde es möglich, das Filtergehäuse im Volumen zu verkleinern.
Der Durchflusswiderstand durch eine poröse Masse stellt kein unlösbares physikalisches Problem mehr dar, da die Filtereinsätze, ob grob- oder feinstporig, unter Druck nahezu verpressungsfrei arbeiten können. Dies ermöglicht die Verwendung von feinstporigem Filtermaterial, welches trotzdem Flüssigkeiten wie Öl auch unter hohen Drücken, wie im Hydraulikbereich, direkt an Motoren und technischen Anlagen feinstfiltern kann.
Zweistrangfilter
Zweistrangfilter
 Zweistrangfilter
Quelle: Oventrop
Zweistrangfilter umgebaut zur Rücklaufzuführung (Einstrang)
 Zweistrangfilter umgebaut zur Rücklaufzuführung (Einstrang)
Quelle: Oventrop
Der Heizölfilter für Zweistrangsystem ist im Vorlauf mit einem schnellschließenden Absperrventil und im Rücklauf mit einem Rückflussverhinderer ausgestattet. Der Filter und der Ölbrenner werden mit flexiblen Schläuchen verbunden. Luft- und Gasansammlungen im Heizöl werden bei dem Zweistrangsystem durch die Rücklaufleitung zum Tank zurückgefördert. Dadurch kann dieses System auch dann störungsfrei arbeiten, wenn der Tank tiefer als der Ölbrenner liegt, bzw. ein hoher Unterdruck in der Saugleitung vorhanden ist.

Es gibt auch die Möglichkeit den Zweistrangfilter mit einer Ölrückführung einzusetzen. In diesem Fall muss am Filter von Hand entlüftet werden.

Eine Heberschutzeinrichtung (Antiheberventil) und ein Absperrventil sind vorgeschrieben, wenn der Filter unterhalb des höchstmöglichen Füllstandes des Heizöllagerbehälters eingebaut wird.
Einstrangfilter
Einstrangfilter
 Einstrangfilter
Quelle: Oventrop
Einstrangfilter mit Entlüfter
 Einstrangfilter mit Entlüfter
Quelle: Oventrop
Einstrangölfilter werden wegen der fehlenden Rücklaufleitung nur in kleinen Anlagen mit geringem Unterdruck in der Saugleitung und in Anlagen mit Ölzulauf eingebaut. Bei größeren Öldurchsatz können die im Heizöl enthaltenene Luft- und Gasanteile nicht entlüftet werden. In diesem Fall muss ein automatischer Entlüfter eingesetzt werden.

Eine Heberschutzeinrichtung (Antiheberventil) und ein Absperrventil sind vorgeschrieben, wenn der Filter unterhalb des höchstmöglichen Füllstandes des Heizöllagerbehälters eingebaut wird.

Einstrangfilter und Heizölentlüfter
Automatischer Heizölentlüfter
 Automatischer Heizölentlüfter
Quelle: Oventrop
Automatischer Heizölentlüfter
 Automatischer Heizölentlüfter
Quelle: Oventrop
Kombination - Einstrangfilter/Entlüfter
 Kombination - Einstrangfilter/Entlüfter
Quelle: Oventrop
Kombination - Einstrangfilter/Entlüfter
 Kombination - Einstrangfilter/Entlüfter
Quelle: Oventrop
Der Heizölentlüfter wird ausschließlich in Ölfeuerungsanlagen (Saugbetrieb), die im Einstrangsystem mit Rücklaufzuführung betrieben werden, eingesetzt und zwischen Heizölfilter und Ölbrenner installiert.

In jedem Ölsystem befindet sich Luft, die auf Grund der hohen Druckdifferenz durch Undichtigkeiten in die Saugleitung eingesaugt und durch den Unterdrucks in der Ölleiung wieder ausgeschieden wird. Außerdem kann bei zu hohem Unterdruck (< 0,4 bar) das Heizöl ausgasen. Diese Luft- und Gasanteile könnten ohne Entlüfter nur durch die Brennerdüse entweichen und führt dort zu Störungen (Nachspritzen der Düsen, Flammenpulsation). Außerden könnte auch die Ölpumpe beschädigt werden.

Eine Heberschutzeinrichtung (Antiheberventil) und ein Absperrventil sind vorgeschrieben, wenn der Filter unterhalb des höchstmöglichen Füllstandes des Heizöllagerbehälters eingebaut wird.
Vakuummeter
Quelle: Oventrop
Mit dem Vakuummeter (Unterdruckmanometer) wird  während des Ölbrennerbetriebes das Vakuum in der Saugleitung gemessen. Der feste Einsatz des Vakuummeters sollte immer dann eingestzt werden, wenn die Filterverschmutzung von außen nicht sichtbar ist, so z.B. bei Wechselfiltereinsätzen. Der günstige Saugdruckbereich ist zwischen 0 - 0,3 bar. Unter 0,4 bar Unterdruck besteht die Gefahr des Ausgasens des Heizöles.
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