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1423

Wechselwirkungen von Feuerstätten – Lüftung

Autoren
OldBo
13.03.2018
Der gemeinsame Betrieb von Feuerstätten und Lüftungsanlagen wird in der DIN 1946 Teil 6 bei dem Betrieb von raumluftabhängigen Feuerstätten mit Lüftungsanlagen wird zwischen einem wechselweisen Betrieb und einem gemeinsamen Betrieb unterschieden.
Raumluftabhängige und raumluftunbahängige Feuerstätten
 Raumluftabhängige und raumluftunbahängige Feuerstätten
Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftunabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb
 Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftunabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb
Quelle: HELIOS Ventilatoren GmbH
Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb
 Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Umluftbetrieb
Quelle: HELIOS Ventilatoren GmbH
Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftunabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb
 Paralleler Betrieb von Zentrallüftungsgerät, raumluftunabhäniger Feuerstätte und Dunstabzugshaube im Abluftbetrieb
Quelle: HELIOS Ventilatoren GmbH
Der gemeinsame Betrieb von Feuerstätten und Lüftungsanlagen wird in der DIN 1946 Teil 6 – 2006 – beschrieben. Bei dem Betrieb von raumluftabhängigen Feuerstätten mit Lüftungsanlagen wird unterschieden zwischen:
1. Wechselweiser Betrieb, dies setzt eine Sicherheitseinrichtung voraus, die sicherstellt, dass die Lüftungsanlage nicht in Betrieb ist, wenn die Feuerstätte betrieben wird.
2. Gemeinsamer Betrieb, dies setzt eine Sicherheitseinrichtung voraus, welche die Lüftungsanlage bzw. eine „schnell abschaltbare Feuerstätte“ abschaltet, wenn ein gefährlicher Unterdruck im Aufstellraum der Feuerstätte entsteht. Die Sicherheitseinrichtung für den gemeinsamen Betrieb benötigt einen allgemeinen Verwendbarkeitsnachweis z.B. eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung.

Heizungsanlagen und andere Feuerungsstätten, die sich innerhalb der luftdichten Hülle befinden, sind zu- und abluftseitig vollständig unabhängig von der Raumluft zu gestalten (LAS und RLU-Feuerstätte). Mit speziellen Druckmessgeräten (Druckcomputer) ist es möglich, den Unterdruckgrenzwert von 4 N/m² (Pa) bzw. 8 N/m² (Pa)* über den 4/8 Pa-Test zu kontrollieren.

Grundsätzliche Anforderungen
  • Eine raumlufttechnische Anlage (KWL und/oder Dunstabzugshaube oder Kochfeldabzugssystem) darf keinen Unterdruck erzeugen, der die Funktion der Feuerung beeinträchtigen kann und dazu führt, dass Verbrennungsgase in den Raum gelangen können (Kohlenmonoxid)
  • Bei Störung der Lüftungsanlage sind geeignete Sicherheitsmaßnahmen (elektrische Steuerungen oder Drucküberwachung) vorzusehen!
  • Die Verbrennungsluft in sehr dichten Gebäuden ist separat und direkt der Feuerung zu zuführen
  • Eine separate Luftzufuhr macht die Feuerung noch nicht automatisch raumluftunabhängig; bei Öfen Prüfzeugnis (Dichtheitsprüfung) verlangen
  • Stückholz- und Pelletsöfen sind in der Regel raumluftabhängig (Feuerraum- und Aschetür)

Konkrete Anforderungen
  •  Feuerstätten sind vorzugsweise raumluftunabhängig auszuführen
  • Prinzipiell sind raumluftabhängige Feuerstätten auch möglich. Bei Niedrigenergiehäusern benötigen diese aber entsprechende motorisch schließende Klappen, um die erforderliche Gebäudedichtheit bei Nichtbetrieb zu erreichen.
  • Wenn der Unterdruck im Aufstellungsraum der Feuerstätte gegenüber dem Außendruck mehr als 4 Pa beträgt, ist sicherzustellen, dass die Lüftungsanlage automatisch sicher abschaltet, unabhängig von evtl. (zusätzlichen) Sicherheitseinrichtungen der Feuerstätte.
  • Bei Abluftanlagen sind die Außenluftdurchlässe auf einen maximalen Druckabfall von      4 Pa beim Maximalvolumenstrom auszulegen
  • Bei raumluftabhängigen Feuerungen sollen nur Lüftungsgeräte eingesetzt werden, die eine unabhängige Volumenstromregelung sowohl für den Zu- wie auch den Abluftventilator aufweisen (EC-Motoren).

Raumluftunabhängig Feuerstätten müssen eine Bauartzulassung mit einer Zulassungs-Nr. vom DIBt (Deutsche Institut für Bautechnik) haben. Diese werden in der Bauregelliste des DIBt's jährlich neu veröffentlicht. Raumluftunabhäniger Betrieb benötigt grundsätzlich keine zusätzliche Sicherheitseinrichtung, jedoch ist hier der Einsatz eines DIBt-zertifizierten Kaminofens nötig, der eine erhöhte Dichtigkeit aufweisten muss.
CO-Melder
CO-Melder BCN 1221
 CO-Melder BCN 1221
Quelle: HUGO BRENNENSTUHL GMBH & CO Kommanditgesellschaft
Kohlenmonoxidwarnmelder Ei208DW-D mit LC-Display
 Kohlenmonoxidwarnmelder Ei208DW-D mit LC-Display
Quelle: Ei Electronics GmbH
Ein CO-Melder sollte in jedes Haus oder jede Wohnung installiert werden, in der Kohlenmonoxid (CO) entstehen und sich ausbreiten kann. Dies ist besonders dann der Fall, wenn dort ein Kamin, Kaminofen, Gasherd und/oder raumluftabhängige Wärmererzeuger (Gastherme, Öl, Holz-  oder Pelletkessel) vorhanden ist.

Mit diesem Gerät wird der Gehalt von Sauerstoff und Kohlenmonoxid* in der Luft gemessen. Wenn sich das Verhältnis zwischen beiden Gase verändert, wird ein gut hörbarer Alarm und eine Warnleuchte auf eine drohende Gefahr hinweisen. Sie sollten in Räumen, in denen Menschen schlafen und in der Nähe der jeweiligen potentiellen Gefahrenquelle, angebracht werden. Sinnvoll sind Geräte, die den jeweils aktuellen Wert des Kohlenmonoxid in der Raumluft auf ihrem Display anzeigen.
Funktion

CO-Melder überwachen mittels elektrochemischen Sensoren, welche auf Grund ihrer hohen Empfidlichkeit eingesetzt werden, kontinuierlich die CO-Konzentration der Umgebungsluft. Sobald die Kohlenmonxidwerte bestimmte Schwellenwerte erreichen, welche in der DIN EN 50291 festgelegt sind, wird der CO-Alarm ausgelöst. Diese Alarmschwellen sind Mindestanforderungen und dürfen nicht überschritten werden.

Einige CO-Melder verfügen jedoch auch über einen sogenannten Vor-Alarm, welcher bereits unterhalb der gesetzlichen Auslöseschwellen aktiviert wird. Dieser wird jedoch nicht akkustisch, sondern ausschließlich über ein Display oder eine blinkende LED ausgegeben.
Quelle: www.kohlenmonoxidmelder.com

Alle Mitbewohner sollten auf die Gefahr, die von Kohlenmonoxid (z. B. Vergiftungen) auf Menschen ausgeht, hingewiesen werden.

CO-Konzentration Zeitraum der Alarmauslösung
50 ppm (0,005 %) 60 - 90 Minuten
100 ppm (0,01 %) 10 - 40 Minuten
300 ppm (0,03 %) innerhalb von 3 Minuten

* Kohlenmonoxid (CO - Kohlenstoffmonoxid) ist nicht nur ein Klimagas sondern auch ein Gas mit höchst tückischen Eigenschaften, das sehr schnell zu verheerenden Konsequenzen führen kann, wenn es von Bewohnern eines Hauses oder einer Wohnung nicht bemerkt wird,. CO ist farblos, geruchlos, geschmacklos und führt zu Vergiftungen.. Schon in kleinster Konzentration kann das Gas für den Menschen tödlich sein, wenn er unbemerkt in den Organismus eintritt. In Häusern und Wohnungen mit Kamin, Kaminofen, Gasherd und/oder raumluftabhängigen Wärmererzeuger (Gastherme, Öl, Holz- oder Pelletkessel) sollte ein CO-Melder vorgeschrieben werden, So, wie Rauchmelder heute in den meisten Wohnungen vorgeschrieben sind.

Atmet der Mensch eine erhöhte Kohlenmonoxidkonzentration ein, bindet sich das CO direkt an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und blockiert damit die Aufnahme von Sauerstoff im Blut. Infolgedessen kommt es schnell zu einem Sauerstoffmangel und den damit verbundenen Gesundheitsgefährdungen.
Schon geringe Mengen eingeatmeten Kohlenmonoxids führen zu irreversiblen Herz- und Hirnschäden, größere Mengen zum Tod. Die folgende Tabelle beschreibt die Wirkung von Kohlenmonoxid auf den menschlichen Körper in Abhängigkeit zur Konzentration vom Atemgift in der Luft.

Kohlenmonoxidwert* Mögliche Vergiftungserscheinungen
30 ppm - 0,003 % MAK-Wert in Deutschland (max. zulässige Arbeitsplatzkonzentration)
35 ppm - 0,0035 % Kopfschmerzen und Schwindel innerhalb von 6 bis 8 Stunden
200 ppm - 0,02 % Geringe Kopfschmerzen, Ermüdung, Schwindel, Übelkeit nach 2 bis 3 Stunden, Verlust des Urteilsvermögens.
400 ppm - 0,04 % Kopfschmerzen in der Stirn innerhalb von 1 bis 2 Stunden, lebensbedrohlich nach 3 Stunden.
800 ppm - 0,08 % Schwindel, Übelkeit und Schüttelkrämpfe innerhalb von 45 Minuten, Bewusstlosigkeit innerhalb von 2 Stunden.
1.600 ppm - 0,16 % Kopfschmerzen, erhöhte Herzfrequenz, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 20 min, Bewusstlosigkeit innerhalb von 2 Stunden, Tod in weniger als 2 Stunden.
3.200 ppm - 0,32 % Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit innerhalb von 5 bis 10 Minuten. Tod innerhalb von 25 bis 30 Minuten.
6400 ppm - 0,64 % Schwindel und Kopfschmerzen in 1 bis 2 Minuten. Krampfanfälle, Atemstillstand und Tod in weniger als 20 Minuten.
12800 ppm - 1,28 % Bewusstlosigkeit nach 2 bis 3 Atemzügen. Tod in weniger als 3 Minuten.
* Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft in ppm (parts per million)
Quelle: in Anlehnung an OSHA (Occupational Safety and Health Administration)
Luftdruckwächter
Luftdruckwächter
 Luftdruckwächter
Quelle: ERICH HUBER GmbH
Funk-Differenzdrucksensor
 Funk-Differenzdrucksensor
Quelle: BROKO GmbH Elektroproduktion und Vertrieb
Für den gleichzeitigen Betrieb einer Feuerstätte (z. B. Kaminofen) und einer Ablufteinrichtung (z. B. Dunstabzugshaube) bzw. kontrollierte Wohnungslüftung (KWL), ohne ein Fenster öffnen zu müssen, ist ein Luftdruckwächter vorgeschrieben, der einen gefährlichen Unterdruck erkennen kann. Dieses Bauteil gibt es in zwei Varianten. Entweder wird der Unterdruck zwischen Aufstellraum und Außenluft, oder zwischen Kamin (Schornstein) und Aufstellraum gemessen.

Der Luftdruckwächter verhindert, dass ein an dieser Sicherheitseinrichtung angeschlossenes Gerät weiter betrieben werden kann, wenn der Luftdruck im Aufstellungsraum der Feuerstätte gegenüber dem Aussendruck um mehr als 4 Pa sinkt. Die im System integrierte Schukosteckdose, an der das angeschlossene Gerät mit Strom versorgt wird, unterbricht die Stromversorgung, an der die Ablufteinrichtung oder Lüftungsanlage angeschlossen ist. Die Steckdose wird bei Druckausgleich selbsttätig wieder eingeschaltet.

Der Luftdruckdruckwächter ist eine elektrische Steckdose, die bei dem Erreichen eines zu hohen Unterdrucks stromlos geschaltet wird. Alle sicherheitsrelevanten Komponenten sind doppelt vorhanden, dadurch arbeitet das Gerät weitgehend selbstüberprüfend. Das Gerät wird in zwei Ausführungen geliefert, so dass es auch für Regelungsaufgaben eingesetzt werden kann, z. B. zum Öffnen eines Fensters oder zum Einschalten einer Belüftung.

Das kleine Gehäuse wird im Raum angebracht. Der Stecker des Abluftgerätes wird darin eingesteckt bzw. der Ventilator der KWL angeschlossen. Zwei dünne Luftschläuche werden beim Abluftkanal nach außen geleitet und die Differenzdrucküberwachung ist aktiviert.

Das Abluftsystem kann auch per Funk gesteuert werden. Dabei wird der Fensterkontaktschalter, der die Position des Fensters überwacht und an die Regelung übermittelt.

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