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Datenschutzhinweise

Kostenvoranschlag SolvisMax
Verfasser:
Erkunder
Zeit: 04.08.2010 17:47:47
0
1393660
Hallo,

habe heute das Forum hier entdeckt. Vielleicht kann mir einer ja weiterhelfen.

Wir haben uns ein Einfamilienhaus gekauft, dessen Heizungsanlage 27 Jahre alt ist.(Zur Info: Einfamilienhaus BJ 1983 mit 146 m² Wohnfläche, die ausschließlich mit einer Fußbodenheizung beheizt wird).
Wir haben uns daher zum Austausch entschieden und einen Kostenvoranschlag eingeholt.

Er hat mir eine SolvisMax Gasbrennwertanlage mit solarer Heizungsunterstützung empfohlen.

Das Konzept von Solvis finde ich sehr interssant und mein Fachhändler macht einen sehr guten und kompetenten Eindruck. Ich bin auch der Meinung, das gute Arbeit was kosten darf. Aber bei einem Preis von fast 29.000 € möchte ich doch gerne wissen, ob das nicht doch überteuert ist.
Mit ist es schon klar, dass es schwierig ist hier eine pauschale Aussage zu treffen, ohne das man die örtlichen Gegenheiten kennt.
Aber vielleicht kann man an den Einzelpreisen sehen, ob da viel Luft in der Kalkulation ist.


(Ein Alternativangebot für eine Solvisanlage habe ich bisher nicht bekommen können. Es scheint so etwas wie Gebietsschutz bei Solvis zu geben. Ich wollte noch ein zweites Angebot einholen, aber die Auskunft war immer: Da müssen Sie sich bitte an ihren Fachhändler vor Ort wenden.)

Ok,hier die Grobdaten des Angebots:


Gasbrennwertanlage Sovlis Max SX-456 7.800 €
(450 Liter)

Warmwasserstation 1.200 €
Abgasleitung 1.600 €
Armaturen Rohsystem 2.900 €
Solvis Luna Röhrenkollektor 7,1 m² 7.800 €
Heizkreisgruppe für Fußbodenheizung 1.100 €
Kondensatzanschluss 200 €
Gasanschlussleitung 500 €
Elektroanschluss 600 €
Hydraulischer Ausgleich 800 €
Systemtrennung 1.200 €
Zirkulationspumpe 300 €
Mechanische Filtration 600 €
Dämmung Heizungsleitungen 500 €
Garantie-Solvis(empfohlen) 700 €
Inbetriebnahme Anlage 300 €
Demontagearbeiten 400 €

Der Fachhändler meint, dass wir das ja langfristig über die Energieeinsparung wieder rausholen. Aber fast 29 T€ sind schon ein richtiger Brocken.(Vorbesitzer hatte übrigens mit der alten Anlage Abschlagszahlungen von ca. 130 € fürs Gas pro Monat. Insofern fürchte ich, dass ich lange warten muss, bis ich das - zumindest finanziell - wieder reinhole.)

Beste Grüße

Verfasser:
Franke...
Zeit: 04.08.2010 17:56:01
0
1393664
Hallo,

Der Preis ist recht ordentlich für das wenig Material.

Ich würde dir keinen Kombi- Pufferkessel empfehlen, wenn du nur FBH hast. Effizienter wäre eine Therme mit seperatem Pufferspeicher.

Gruß

Verfasser:
claus2
Zeit: 04.08.2010 18:03:42
0
1393666
Ohne Kenntnis der lokalen Bedingungen ist es immer schwierig Preise zu beurteilen.
29000€ sind aber ohne jenseits von Gut und Böse. Da kann man die feinste individuelle Gas/Solarkombi bauen lassen.
Abgesehen davon würde ich eher mal 25000 Euro in bessere Dämmung (Dach,Fassade,Fenster) stecken u. ggf. für 4000 Euro noch eine neue Gasbrennwerttherme dazu.
so geht es
(0) Bafa Gutachten, um einen Überblick zu bekommen
(1) Neutralen Planer suchen. Das kostet erst mal.
(2) Konzept festlegen
(3) Ausschreiben
(4) über die realen!! Preise nachdenken
(5) Investieren

Verfasser:
DieterG
Zeit: 04.08.2010 20:02:04
0
1393721
Schau Dir Mal meine Solvis-Anlage an. Hat 2008 18k€ gekostet, allerdings mit 950l Puffer und FK 6 x SolvisCala als Solvis-Max Futur.
Mein Solvis

Dieter

Verfasser:
seditec
Zeit: 05.08.2010 11:18:37
0
1393954
Hallo,

eines unserer Häuser hat bei vergleichbarem layout ähnliche Verbrauchswerte für Erdgas erzielt.

Mach doch mal eine einfache Näherungsrechnung auf.

130 € Abschlag/m sind ca. 22.000 kWh Erdgas/a sofern die Jahresabrechnung ungefähr auf +/- 0 ausgeht .

Geht man von der optimistischen Annahme aus, dass die neue Anlage ohne Optimierung des energetischen Zustandes der Gebäudehülle den Verbrauch um 30% senkt, werden fast 7.000 kWh weniger Erdgas verbraucht.

Geht man vom selben Edgaspreis aus, beträgt die jährliche Einsparung ca. 450 - 490 €. ----> 29.000 € / 500 € = 58 Jahre bis zur Amortisation. O.K. das ganze ist letztlich eine Schätzung, aber gibt schon mal einen gewissen Anhalt.
Auch wenn man davon ausgeht, dass der Erdgaspreis unaufhaltsam weiter steigen wird, rechnet sich das m.E. nicht .

Mit einem Energiegutachten eines neutralen Beraters wird dir für deine spezielle Situation aufgezeigt, mit welchen Maßnahmen du den Energieverbrauch signifikant senken kannst, ohne ein Vermögen investieren zu müssen.

Dazu kommt der/die Werterhalt/-steigerung durch eine Verbesserung des energetischen Zustands der Gebäudehülle.


Gruß

seditec

Verfasser:
Erkunder
Zeit: 05.08.2010 21:52:55
0
1394208
Hallo,

habe ja gar nicht damit gerechnet, dass ich so schnell Rückmeldung bekomme. Vielen Dank für Eure Unterstützung!!!

Ich habe schon geahnt, dass der Kostenvoranschlag zu hoch ist.
Schade, dass Solvis diesen Gebietsschutz hat, sonst hätte ich mir noch ein anderes Angebot für eine Solvisanlage geholt. Also muss ich jetzt nach Alternativen suchen.

Eine weitere Dämmung und/oder neue Fenster habe ich bisher nicht in Erwägung gezogen. Als wir das Haus gekauft haben, haben wir einen Architekten das Haus begutachten lassen. Er meinte, das Haus sei für sein Baujahr überdurchschnittlich gut isoliert und auch die Fenster sein energietechnisch noch ok. Er hat uns aus Kosten-Nutzen-Aspekten von einer weiteren Dämmung abgeraten. Wir waren echt froh und hatten das Thema daher erstmal abgehakt.

Wir werden jetzt dennoch einen Energieberater zu Rate ziehen. Vielleicht kommt er zu einem ganz anderen Schluss. Dann weiß ich wenigstens sicher, woran ich bin.

Eine Wärmepumpe kommt für uns wohl nicht in Frage. Ein Bekannter hat sich vor 3 Jahren eine einbauen lassen und seither viel Ärger damit gehabt. Jetzt scheint sie zwar zu laufen, aber sein „Leidensweg“ hat uns abgeschreckt.

Ich habe heute Mittag bei einem Heizungsbauer vor Ort angerufen und mich nach einem Angebot für eine neue Heizungsanlage erkundigt. Er kam zu meiner Überraschung gleich vorbei und hat mir vor einer Stunde auch schon den Kostenvoranschlag gemailt:

Es ist ein Viessmann Gas-Brennwertheizgerät mit Heizungsunterstützung. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 16,5 T€. Vom Leistungsumfang scheinen mir die Angebote auch vergleichbar zu sein. Ich kann zwar nicht beurteilen, ob Solvis qualitativ sehr viel besser ist als Viessmann, aber bei dem Preisunterschied scheint mir die Viessmann Alternative die vernünftigere zu sein.

Damit wäre ja auch dem Hinweis von FRANKE...Rechnung getragen, dass eine Therme mit separatem Pufferspeicher effizienter für unser Haus mit FBH ist, als ein Kombi-Pufferspeicher. Ich muss allerdings gestehen, dass ich noch nicht so ganz kapiert habe, warum das für mich effizienter ist???


Viele Grüße

Erkunder

Verfasser:
claus2
Zeit: 06.08.2010 12:25:45
0
1394398
Amortisieren tut sich im Baubereich so gut wie nichts. Die Dinge werden meistens schön gerechnet, so dass irgendwie ein possitive Zahl dasteht.
Du solltest gute Vorraussetzungen f. Solar u. auch Wärmepumpen zu haben, weil eine Fußbodenheizung vorhanden ist. Ich hoffe, dass diese keine übergroßen Verlegeabstände hat.
Solvis stellt sicher gute Produkte her.
Das entscheidene für eine gute Heizung ist aber, sich von der Vorstellung zu lösen, dass irgendwelche Hersteller besonders gute Paketlösungen anbieten. Persönlich glaube ich, dass individuelle Lösungen in mehr als 95% der Anwendungsfälle bei gleichem Preis die effizientere Lösung liefern.
Für 30 000 Euro kann man bestimmt einiges am Haus machen.
Dämmstoffe werden bestimmt in 10 Jahren auch nicht umsonst sein. Fenstertausch macht bei dem Alter wahrscheinlich noch keinen Sinn. Fenstertausch am Besten bei kompletter Fassadendämmung wegen der Anschlüsse. Tausch der Glasscheiben prüfen lassen genauso wie Dachdämmung (wäre ein größerer Posten).

Verfasser:
schorschi2
Zeit: 06.08.2010 12:51:26
0
1394416
Hi Erkunder,

der Name ist Programm

Zitat von Erkunder Beitrag anzeigen

Damit wäre ja auch dem Hinweis von FRANKE...Rechnung getragen, dass eine Therme mit separatem Pufferspeicher effizienter für unser Haus mit FBH ist, als ein Kombi-Pufferspeicher. Ich muss allerdings gestehen, dass ich noch nicht so ganz kapiert habe, warum das für mich effizienter ist???


Viele Grüße

Erkunder



Solvis arbeitet mit einem Brenner in den Puffer. D.H. das Pufferwasser wird direkt über die Brennkammeraußenwand erwärmt. Die Brennkammer sitzt im oberen Drittel des Pufferwassers und bekommt bei FBH nicht das kältere RL-Heizwasser ab.

Die meisten anderen lassen das kühlere Rücklauf-Heizkreiswasser durch den Brennwerter erwärmen. Dabei ist der Nutzen des Brennwerteffektes umso höher je niedriger die Temperatur dieses Rücklaufwassers ist. Bei FBH ist dies i.d.R. deutlich kühler als bei Radiatorenheizung. Vermutlich ist bei Solvis der nutzen des Brennwerteffektes nicht so ausgeprägt. Der Nutzen bei Gasbetrieb beginnt bei ~ 50°C je kühler desto besser. FBH kommt meißt mit =< 30°C zurück. Der Solvis Puffer speichert das zwar über ein Schichtladerohr ein aber oben muß für die WW-Bereitung ein weit höheres Temp-Niveau gehalten werden damit die WW-Station(andere nennen das FRIWA) das kalte Brauchwasser zum WW wandeln kann.

Eine Therme die einen nebenstehenden WW-Puffer bedient hat zwar bei der Erwärmung des Puffers ähnliche Verhältnisse aber im reinen Heizbetrieb ist das mit FBH eben etwas effizienter. Heizbetrieb ist die Hauptsache. WW macht Dir die Solaranlage im Sommer.

Solvis hat aber die Philosophie das ganze mit Solarunterstützung zu machen und in diesem Fall kann das anderst aussehen.

Ich kann Dir nur raten nicht sofort zu machen sondern Deinem Namen die Ehre geben und Dich einlesen. Dann kommst Du besser zu dem zum Haus passenden System. Die Sparmöglichkeiten sind so besser und Du kannst Deine Ideen hier zur Diskussion stellen.

Welche Leistungsklasse wurde denn angeboten?

Im übrigen sind das schon Stolze Preise. Aber das kann ich nur von außen sagen.

schorschi

Verfasser:
Jürgen Kempf
Zeit: 06.08.2010 15:46:25
0
1394484
29..... die haben nen absoluten Knall.
Für nur FBH sollte man mal über eine Wärmepumpe nachdenken.
Ansonsten mal über den Heizschrank von Olymp drüber schauen.Die Ösis können's nämlcih auch.

Verfasser:
Uwe.
Zeit: 06.08.2010 16:54:24
0
1394516
Wenn es schon fast unmöglich ist, ein Vergleichsangebot von Solvis zu bekommen, möchte ich mal wissen was man machen muss wenn die Anlage mal ausfällt.

Verfasser:
seditec
Zeit: 06.08.2010 17:47:06
0
1394536
Zitat von Jürgen Kempf Beitrag anzeigen
29..... die haben nen absoluten Knall.
Für nur FBH sollte man mal über eine Wärmepumpe nachdenken.
Ansonsten mal über den Heizschrank von Olymp drüber schauen.Die Ösis können's nämlcih auch.


Fußbodenheizung allein reicht nicht immer aus, um eine Wärmepumpe sinnvoll in einem Bestandsbau unterzubringen.
Dafür ist der Gesamt-Wärmeenergiebedarf/a i.d.R. zu hoch.

Im "Erkunder"-Fall mit dem geschätzten Bedarf von ca. 22.000 kWh/a bei "einfachem" Umstieg auf eine Luft/Wasser-WP, sind bei, in so einem Fall,real erzielbaren Jahresarbeitszahlen von 3, die benötigten kWh in Strom nicht wesentlich billiger als das bisher benötigte Erdgas.

Lass es 300 € p.a. sein. Eine preisgünstige L/W-WP, die die benötigte Heizlast abdecken kann, bekommt man auch nicht geschenkt.
Es würden in jedem Fall mehr als 10k€ inkl. Installation zusammenkommen. Das ist zwar weniger als die Hälfte des Solvis-Angebots, kommt aber auf ungefähr die gleiche Zeitspanne, bis sich das rechnet.

Verfasser:
Wärmetresor
Zeit: 06.08.2010 18:31:37
0
1394556
das ist schon eine ordentliche Ansage.
Sicherlich ist die idee den Brenner zu integrieren nicht schlecht, aber das reduzuiert das mir zur Verfügung stehende Puffervolumen, was wiederum zum erhöhten Ein und Ausschalten des Kessels führt, sprich erhöhter Energieverbrauch, erhöhter Schadstoffausstoss und mehr Verschleiss=Wartung.
Ein System was etwas weiter durchdacht ist und im Preis deutlich günstiger wäre das ThermoSafe Energieeffizienz System von Thermo-Fresh

anbei auch ein TV Beitrag vom BR

Ein Vergleich ist schicherlich nicht schlecht, gerade wenn man so eine Investition tätigt.

Verfasser:
Wärmetresor
Zeit: 06.08.2010 18:33:04
0
1394557
der Link scheint zu hängen.

hier die URl, einfach kopieren und einfügen.

http://www.youtube.com/watch?v=CN85PHEKgX4

TV BeitragThermoSafe im TV

Verfasser:
Erkunder
Zeit: 07.08.2010 14:40:50
0
1394796
Hallo,

was genau meinst SCHORCHI2 mit der Leistungsklasse?
Es handelt sich bei Solvis um einen Solarschichtenspeicher mit 450 Liter und einer modulierende Leistung von 5-20 KW. Die Kollektorfläche des Solvis-Luna Röhrenkollektors hat eine Gesamtfläche von 7,1 m² (Aperturfläche 6,3 m²).

Beim Viessmann Angebot ist es ein Gas-Brennwert-Wandgerät im Leistungsbereich von 3,8-35 KW. Speicherinhalt 400 Liter. Als Kollektoren sind hier 3 Flachkollektoren mit jeweils 2,51 m² Brutto (Aperturfläche 2,32 m²) vorgesehen. Es handelt sich dabei um das von Stiftung-Warentest als GUT befundene Solar-Paket.

Habe mich mittlerweile etwas über Kollektoren schlau gemacht. Mir scheint ein Flachkollektor für die Heizungsunterstützung nicht so sehr geeignet zu sein. Flachkollektoren haben bei gutem Wetter eine sehr hohe Leistungskurve (Wirkungsgradkennlinie). Bei kalten bedeckten Wintertagen sinkt diese deutlich unter die der Röhrenkollektoren.
Alternativ könnte ich sicher auch einen Röhrenkollektor von Viessmann einbauen lassen. Habe aber gesehen, dass Viessmanns Vakuum-Röhrenkollektoren zwar das Heatpipe-System haben, aber leider keine CPC-Kollektoren anbieten. Bei dem Vakuumröhrenkollektor CPC liegt die Vakuumröhre vor einem CPC-Spiegel, der vor allem bei diffuser Strahlung (gestreutem Licht) die Leistung deutlich erhöht.
Mit ist aufgefallen, dass das Verhältnis von Bruttokollektorfläche zu Aperturfläche bei CPC-Röhren (Solvis, Latento etc.) erheblich höher ist als dem bei Viessmann-Röhrenkollektor.

Der Heizungsbauer mit dem Viessmannangebot meinte übrigens, dass er ein Komplettpaket von Viessmann empfehlen würde. Also Brennwertgerät und Kollektor aus dem gleichen Haus. Kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, warum man sich nicht das optimale von den verschiedenen Herstellen zusammenstellen kann. Denke mal, dass die Einzelkomponenten doch kompatibel sein müssten. Ich vermute mal, dass er nur Viessmann einbaut, weil er vom Hersteller dann bessere Preise bekommt. Paketsets sind vielleicht billiger als Einzelkomponenten. Oder aber, er hat nur mit dem Viessmann-System Erfahrung.


Jetzt aber noch mal ein Frage: Wenn ich Viessmann-Röhrenkollektoren mit insgesamt 6,5 m² Aperturfläche aufs Dach setzte, fahre ich dann genauso gut, wie mit einem CPC-Röhernkollektor, der die gleiche Aperturfläche aufweist? Beim CPC-Kollektor hätte ich dann weniger Dachverbrauch, aber die gleiche Aperturfläche wie beim größeren, aber weniger effiezienteren Viessmann Kollektor. (Dachfläche in südlicher Richtung habe ich genug.
Vielleicht bin ich aber auch auf dem Holzweg, wenn ich einfach nur die Aperturfläche vergleiche.

Viele Grüße

Verfasser:
schorschi2
Zeit: 15.08.2010 07:00:43
0
1397476
Hallo Erkunder,

ich war mal weg...

jezt wieder hier.

Zitat von Erkunder Beitrag anzeigen
Hallo,

was genau meinst SCHORCHI2 mit der Leistungsklasse?
Es handelt sich bei Solvis um einen Solarschichtenspeicher mit 450 Liter und einer modulierende Leistung von 5-20 KW.


Genau das ist die Angabe zur Leistung(sklasse).


Zitat von Erkunder Beitrag anzeigen

Beim Viessmann Angebot ist es ein Gas-Brennwert-Wandgerät im Leistungsbereich von 3,8-35 KW.


35kW wirklich so viel? Das wäre ein k.o. Kriterium für mich und diesen HB. 3,8-13kw wäre ausreichend. Auch wenn das Gerät moduliert ist die Leistung viel zu viel für Euer Haus. Wenn ein HB das vorschlägt hat er keine Ahnung vom Bedarf des Hauses oder sieht nur seinen Bedarf :-) .



Zitat von Erkunder Beitrag anzeigen

Habe mich mittlerweile etwas über Kollektoren schlau gemacht. Mir scheint ein Flachkollektor für die Heizungsunterstützung nicht so sehr geeignet zu sein.


Das kommt darauf an welches Temperaturniveau Du benötigst. Bei der FBH ist das in den Zeiten wo Solaresheizen überhaupt (bezahlbar) funktioniert nicht sehr hoch. Da sind auch die Unterschiede zwischen den Kollietypen nicht eben groß. Hättest Du eine alte, auf hohe Systemtemperaturen ausgelegte Heizkörperanlage sähe es andest aus.
Unser Haus, nicht mit FBH ausgestattet, wird auch zu Zeiten(6-8 Wochen vor und nach dem 24 Dez.) gut unterstützt in denen ich alles als Geschenk betrachte was vom Himmel kommt.Aber auch da hatten wir schon das Glück, daß der Himmel unbedeckt( ist im Winter das Kriterium) oder nur schöne einzelne große Wattewolken hatte und bei -5°C hatts dann auch gereicht zu zuheizen. Wir haben bei 220m² Wohnfläche 20m² FK. Ausrichtung -44° bei 52° Neigung.

Wichtiger als der Kollietyp ist m.M. n. die Ausrichtung und Neigung, die Hydraulik, die Regelung(damit Solar und Heizung nicht aneinander vorbei regeln!) und Ausführung der Instalation für eine wirtschaftliche Bertiebsweise.

Gerade über die Voraussetzungen bei eurem Objekt haben wir noch keine Angaben.

Mit Röhrenkollektoren kenn ich mich nicht aus. Was ich vom Lesen hier im Forum aber sehe ist : es gibt bei beiden Typen gute und schlechte Vertreter der Konstruktionen. Wobei es bei den Röhrenkollies wohl einfacher ist einen schlechten zu bauen. es gibt Auswertungen aus der Praxis hierzu im Forum die auch online gestellt sind.

Alle Solarthermischen-Kollies wandeln sichtbares Licht in Wärme um. Bei bedecktem Himmel ist die Strahlung nicht so hoch als daß viel Leistung vom Himmel käme. Mit entsprechend viel Kolliefläche ist das nutzbar zu machen mit großen Problemen im Sommer und zu hohen Kosten. Es gild die optimale Balance zu finden zwischen den Kosten und dem Benefit. Dazu kursiert die Meinung 10%+ der Wohnfläche als Kolliefläche für Heizunterstützende Solarthermie sei gut. Warscheinlich ist hierbei FK-Fläche gemeint. Bei uns scheint die Rechnung zu stimmen.

Wenn ich mich für Röhrenkollies interessieren würde sähe ich mir das Paradigma System mal genauer an. Das haben hier im Forum auch schon welche mit anderen, günstigeren Röhrenkollies nach gebildet.

Wie schonmal gesagt mach deinem Nick Ehre.

schorschi

Verfasser:
rspitz
Zeit: 15.08.2010 13:33:37
0
1397579
Zitat von Erkunder Beitrag anzeigen

Beim Viessmann Angebot ist es ein Gas-Brennwert-Wandgerät im Leistungsbereich von 3,8-35 KW. Speicherinhalt 400 Liter. Als Kollektoren sind hier 3 Flachkollektoren mit jeweils 2,51 m² Brutto (Aperturfläche 2,32 m²) vorgesehen. Es handelt sich dabei um das von Stiftung-Warentest als GUT befundene Solar-Paket.
[...]
Der Heizungsbauer mit dem Viessmannangebot meinte übrigens, dass er ein Komplettpaket von Viessmann empfehlen würde. Also Brennwertgerät und Kollektor aus dem gleichen Haus. Kann ich zwar nicht ganz nachvollziehen, warum man sich nicht das optimale von den verschiedenen Herstellen zusammenstellen kann. Denke mal, dass die Einzelkomponenten doch kompatibel sein müssten. Ich vermute mal, dass er nur Viessmann einbaut, weil er vom Hersteller dann bessere Preise bekommt. Paketsets sind vielleicht billiger als Einzelkomponenten. Oder aber, er hat nur mit dem Viessmann-System Erfahrung.


Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Es drängt sich bei diesem Heizungsbauer der Eindruck auf, dass er ohne viel nachzudenken einfach Standard-Pakete eines Herstellers verkauft. Such' Dir lieber einen, für den Solarthermie nicht nur ein Nebengeschäft ist, das man halt braucht, um die komplette Palette anbieten zu können. Die Stiftung Warentest kannst Du in diesem Zusammenhang getrost vergessen. Und 35kW Spitzenleistung sind sowieso für ein EFH indiskutabel.

Im Übrigen erscheint mir die Kollektorfläche für Heizungsunterstützung sehr knapp bemessen zu sein! Wenn mehr Fläche wegen der Dachverhältnisse nicht geht, würde ich es lieber ganz sein lassen. Vielleicht fährst Du mit einem vernünftig dimensionierten Gas-Brennwertgerät allein doch besser.

In die Diskussion Flächen- vs. Röhrenkollektor will ich lieber nicht einsteigen, das artet wieder in einen Religionskrieg aus ;-)

Gruß, Richard

Verfasser:
M.Rothenbacher
Zeit: 22.01.2021 13:38:49
0
3094103
Hallo,
ich betreibe seit 2017 eine SolvisMax mit 950 Liter Puffer-Schicht-Speicher und 5 Solarpanels in einem 3-Familienhaus mit 3 Heinzkreisen (2x Radiatoren und 1x Fussboden-Heizung), sowie Warmwasser-Nachlauferhitzer - Frischwasserstation).
Zuvor war eine Wohnung mit Gaseinzelöfen und Durchlauferhitzer ausgestattet und 2 Wohnungen mit Gasthermen. Gasverbrauch im ganzen Haus zwischen 30 bis 40 Tausend Qubikmeter.
Heute verbrauchen wir etwa 16-18 Qubikmeter, im Sommer schaltet die Heizung den Betrieb bei 93 Grad ab, das sehr häufig in den letzten 2 Jahren geschehen ist.
Der Puffer-Schichtspeicher hält die Temperatur etwa 2-3 Tage bei Heizungsabschaltung.
Hinzu kommt, dass die Heizung über ein Fernwartungsmodul verfügt, so dass der Monteur bei einer Störung sich aufschalten kann und eventuelle Updates oder Ersatzteile gleich bestellt und mitliefert. Die Anlage wird durch den Werkskundendienst direkt betreut, dafür gibt es einen Wartungsvertrag. Und das ganze zu einem sehr fairen Preis.
Einsparung laut Werbung des Herstellers zwischen 20-25 %. Bei mir sind es 38 %.
Natürlich kostet sowas Geld, aber einen guten Heizungsfachmann und Vergleichsangebote mit gleichen Grundvoraussetzungen zeigenten sehr schnell, dass Viessmann, Vaillant und Wolf, meine damalige Auswahl an ortsansaessigen Mitbewerber, deutlich teurer waren. Teuer waren aber nicht die Geräte, sondern immer die Stundenlöhne und die in manchen Angeboten als zusätzliches Material gekennzeichneten Positionen (Verrohrung, Kleinteile, ...); hier hat der Heizungsfachbetrieb viel Knowhow und Fachverstand bewiesen.
Also es kommt auf den Fachbetrieb an. Offen und ehrliche Kommunikation hilft hier immer.

Verfasser:
Boehler
Zeit: 06.04.2021 10:42:43
0
3134712
. Die Anlage wird durch den Werkskundendienst direkt betreut, dafür gibt es einen Wartungsvertrag. Und das ganze zu einem sehr fairen Preis.

Hallo M. Rothenbacher,
ist die Betreuung durch Werkskundendienst bei Solvis üblich oder gibt es einen speziellen Grund, warum das bei Ihnen so ist ?
MfG. M. Boehler

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 06.04.2021 12:42:00
0
3134775
Hallo

ein Beitrag eines "Rothenbachers" auf einen 11 Jahre alten Fred.

Beginnt von Leichenschänder und geht über Ahnungsloser weiter.

Ursprungsverbrauch 30-40 Tausend Kubikmeter Gas.
Heute 16-18 Kubikmeter.


Das sind beides utopische Werte.
30-40 Tausend Kubikmeter Gas sind 300 - 400 Tausend Kilowattstunden Wärme.
Bei einer Brennerlaufzeit von 3000 Stunden sind das 100-133 KW Kesselleistung.

Aktueller Verbrauch 16-18 Kubik sind Jahresverbrauch 160-180 kWh. Ist ja fast schon Energieplus Standard.

Und dann kommt erst der wirkliche Hammer: Einsparung aus vorherigen Zahlen 38%.

Adam Riese würde sich freuen.

Kopfschüttel über so einen Schwachsinn.

ciao Peter

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