Ihre Cookie-Einstellungen
Diese Webseite verwendet Cookies. Mit einem Klick auf "Zustimmen" akzeptieren Sie die Verwendung der Cookies. Die Daten, die durch die Cookies entstehen, werden für nicht personalisierte Analysen genutzt. Weitere Informationen finden Sie in den Einstellungen sowie in unseren Datenschutzhinweisen. Sie können die Verwendung von Cookies jederzeit über Ihre anpassen. Ihre Zustimmung können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Ihre Cookie-Einstellungen

Um Ihnen eine optimale Funktion der Webseite zu bieten, setzen wir Cookies ein. Das sind kleine Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu zählen Cookies für den Betrieb und die Optimierung der Seite. Hier können Sie auswählen, welche Cookies Sie zulassen:
Erforderliche Cookies
Diese Cookies sind notwendig, damit Sie durch die Seiten navigieren und wesentliche Funktionen nutzen können. Dies umschließt die Reichweitenmessung durch INFOnline (IVW-Prüfung), die für den Betrieb des HaustechnikDialogs unerlässlich ist. Wir benutzen Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu ermitteln. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Optionale analytische Cookies
Diese Cookies helfen uns, das Nutzungsverhalten besser zu verstehen.Sie ermöglichen die Erhebung von Nutzungs- und Erkennungsmöglichkeiten durch Erst- oder Drittanbieter, in so genannten pseudonymen Nutzungsprofilen. Wir benutzen beispielsweise Analysecookies, um die Zahl der individuellen Besucher einer Webseite oder eines Dienstes zu ermitteln oder um andere Statistiken im Hinblick auf den Betrieb unserer Webseite zu erheben, als auch das Nutzerverhalten auf Basis anonymer und pseudonymer Informationen zu analysieren, wie Besucher mit der Webseite interagieren. Ein unmittelbarer Rückschluss auf eine Person ist dabei nicht möglich.
Autoren
OldBo
16.11.2011
Heißwasserheizungen bzw. Heißwasseranlagen sind Systeme, die im Heizkessel (Großwasserraumkessel, Wasserrohrkessel) und im Rohrsystem mit Temperaturen über 110 °C betrieben werden. In der Regel wird mit Betriebsdrücken gefahren, die noch Bauteile mit einem Nenndruck von PN 40 zulassen. Dabei liegt die oberste Temperaturgrenze bei 230 °C. In der Praxis sind Temperaturen um die 180 °C üblich.
Drücke und Volumia in Heizungsanlagen
 Drücke und Volumia in Heizungsanlagen
Quelle: Reflex Winkelmann GmbH + Co. KG
Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH Buderus
Heißwasserheizungen bzw. Heißwasseranlagen sind Systeme, die im Heizkessel (Großwasserraumkessel, Wasserrohrkessel) und im Rohrsystem mit Temperaturen über 110 °C betrieben werden. In der Regel wird mit Betriebsdrücken gefahren, die  noch Bauteile mit einem Nenndruck von PN 40 zulassen. Dabei liegt die oberste Temperaturgrenze bei 230 °C. In der Praxis sind Temperaturen um die 180 °C üblich. Dabei arbeiten die Anlagen im Arbeits- und Regelbereich zwischen 5 bis 12 bar. Der Mindestdruckbegrenzer ist auf einen Druck eingestellt, der über des Sattdampfdruckes der abgesicherten Vorlauftemperatur liegt. Der Einstelldruck des Maximaldruckbegrenzers liegt unterhalb des Ansprechdrucks des Sicherheitsventils.

Diese Anlagen wurden nach der DIN 4752 01.1967 - Heisswasserheizungsanlagen mit Vorlauftemperaturen von mehr als 110 °C (Absicherung auf Drücke über 0,5 bar. Ausrüstung und Aufstellung) abgesichert. Danach sind die Wärmeerzeuger (Heißwasserkessel), der Druckhaltung, den Verbindungsleitungen und Verteiler incl. Absperreinrichtung genehmigungspflichtig. Diese Norm wurde von der DIN EN 12953-6:2011-05 abgelöst.

Die Europäischen Normen DIN EN 12952 - Wasserrohrkessel und Anlagenkomponenten - und DIN EN 12953-6 - Sicherheitstechnische Ausrüstung - legen die Mindestanforderungen an die sicherheitstechnische Ausrüstungen z. B. nach DIN EN 12953-1 (Deutsche Fassung prEN 12953-6:2011) für Großwasserraumkessel fest. Dadurch wird sichergestellt, dass der Kessel innerhalb der zulässigen Grenzen (Druck, Temperatur) arbeiten.

Der Wärmeträger "Heißwasser" wird vor allem in Fern- und Nahwärmesystemen, Industrieanlagen (Prozesswärme, Holztrocknung), in Warmluftgeräten und Deckenstrahlungsheizung in Fabrikationshallen zur Beheizung der Arbeitsplätze mittels Bandstrahlern oder Strahlplatten eingesetzt.

Eine Alternative zur Heißwasseranlage ist eine Thermoölanlage. Mit den Anlagen können mit niederen Drücken höhere Temperaturen (drucklos bis 300 °C) gefahren werden.

Das Heizwasser kann erwärmt werden in einem
Heißwasserkessel
Dampfkessel
Dampf-Heißwasser-Umformer
Dampf-Heißwasser-Mischkondensator (Rücklaufwasser wird durch Mischung mit Dampf erhitzt)
– Elektro-Durchflusserhitzer
– Elektrokessel mit Elektroden für Hochspannung
Wärmetauscher zur Abwärmeverwertung von Gas- oder Dieselmotoren

Eine Heißwasserheizung muss mit besonderen Sicherheitseinrichtungen und Speiseeinrichtungen ausgestattet werden.

In Heißwasseranlagen muss besonders auf die Druckhaltung geachtet werden. Damit es nicht zur Dampfblasenbildung kommt, darf an keiner Stelle des Heißwassernetzes der notwendige Sättigungsdruck unterschritten werden. Wenn diese Dampfblasen mit kälteren Anlagenteilen oder kälterem Wasser in Berührung kommen, erfolgt eine schlagartige Kondensation, die hohe Druckstöße verursachen und Anlagenteile beschädigen oder zerstören können. Außerdem ist die Druckhaltung auch für das Halten der erforderliche Zulaufdruck (Zulaufhöhe) an der Saugseite der Pumpen notwendig, damit es nicht zu einer Kavitation in den Pumpen kommt.

Die Betreiber von Heißwasserkessel- und Dampfkesselanlagen müssen nach der inzwischen zurückgezogenen Dampfkesselverordnung eine Person beauftragen (lt. Betriebssicherheitsverordnung - beauftragter Beschäftigter). Die TRD - 12.2002 - Technische Regeln für Dampfkessel 2010 - bestehen aber weiter und so kann man bei diesen Personen die alte Berufsbezeichnung Kesselwärter (in der Schweiz - Heizwerkführer, in Österreich - Dampfkesselwärter oder Heizer) verwenden. Diese Fachkräfte müssen eine besondere Prüfung ablegen, damit sie die Aufgaben zum Betreiben dieser Anlagen erfüllen können.

Zu den Aufgaben gehört das Warten der Kesselanlage bzw. der sicherheittechnischen Einrichtungen, das Beaufsichtigen der Anlage, Mängel, die sich an der Anlage zeigen, erkennen, Vorfälle melden und die Anlage fachgerecht außer Betrieb nehmen.
Druckhaltung in Heißwasseranlagen
Druckhaltung durch Fremdgas
 Druckhaltung durch Fremdgas
Druckhaltung mit Druckdiktierpumpen und MAG
 Druckhaltung mit Druckdiktierpumpen und MAG
Sicherheitstechnische Ausrüstung<br />Temperaturregler (TR)<br />Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)<br />Sicherheitsventil (SV)<br />Druckbegrenzer (DB)<br />TR/STB und DB können<br />auf ein Stellventil wirken
 Sicherheitstechnische Ausrüstung
Temperaturregler (TR)
Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB)
Sicherheitsventil (SV)
Druckbegrenzer (DB)
TR/STB und DB können
auf ein Stellventil wirken
Quelle: SAMSON AG Mess- und Regeltechnik
Die Druckhaltung kann durch Fremdgas (Stickstoff aus Flaschen oder Luft durch einen Kompressor mit Membrandruckausdehnungsgefäß [MAG]) erfolgen. Der Druck bleibt durch eine automatische Regelung konstant. Die Größe des Ausdehnungsgefäßes wird für die gesamte Wasserausdehnung ausgelegt und hat dann eine große Abmessung. Wenn es nur für die normale durch die Temperaturänderungen bedingte Wasserausdehnung ausgelegt wird, hat es kleinere Abmessungen, es hat dann aber eine zusätzliche Wasseraufnahme in Speisewassergefäß.




Bei der Druckhaltung durch Druckdiktierpumpen. Hierbei wird dauernd eine kleine Wassermenge in das Netz gedrückt, wobei eine annähernde ebenso große Menge durch ein Überströmventil aus dem Netz in das Ausdehnungsgefäß entweicht. Bei dieser Druckhaltung ist auf Wasserverluste im Netz zu achten.












Ein hochliegendes Ausdehnungsgefäß mit Dampf-/Gaspolster kann eingesetzt werden, wenn der Überdruck zwischen 0,5 bis 1,5 bar beträgt. Dies entspricht einer Vorlauftemperatur von max. 130 °C. Bei diesen Anlagen kann die statische Höhe 50 mWS (5 bar) betragen, weil das Gefäß einen Überdruck an der höchsten Stelle der Anlage gewährleistet und der Sättigungsdruck nicht unterschritten wird. Der Gefäßdruck und der Flüssigkeitsstand muss durch eine Fernübertragung zu beobachten sein.
Weitere Funktionen
Aktuelle Forenbeiträge
Mastermind1 schrieb: Wieviel Wärme wird denn pro Jahr benötigt? Hat die Heizung einen...
HFrik schrieb: Schliesse mich Old Bo an. Hydraulischer Abgleich ist der "quick...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Wasserbehandlung mit Zukunft
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik