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Regelung der Fußbodenheizung - Systembedingte Trägheit

Autoren
OldBo
06.03.2010

Radtke 24.07.2009
Heizkörper haben heutzutage nur noch geringe Wasserinhalte; ihre Heizleistungen wurden verbessert. Wird der Heizkörper abgesperrt, so kann nur noch die im Heizkörper gespeicherte Wärmemenge an den Raum abgegeben werden.
Abb. 25.2. Heizrohre im Estrich.
 Abb. 25.2. Heizrohre im Estrich.
Abb. 25.3. Heizrohre unter dem Estrich.
 Abb. 25.3. Heizrohre unter dem Estrich.
Abb. 25.4. Spezielles Flächenheizelement.
 Abb. 25.4. Spezielles Flächenheizelement.
Heizkörper haben heutzutage nur noch geringe Wasserinhalte; ihre Heizleistungen wurden verbessert. Wird der Heizkörper abgesperrt, so kann nur noch die im Heizkörper gespeicherte Wärmemenge an den Raum abgegeben werden. Anschließend wird sich die Raumtemperatur in dem Maße absenken, wie Wärme durch die Umfassungsflächen verloren geht. Die Anhebung einer abgesenkten Raumtemperatur auf den gewünschten Wert, ist jedoch nur dann möglich, wenn auch der Heizkörper entsprechend überdimensioniert ist: Bei nicht überdimensionierten Heizkörpern muss eine Erhöhung der Vorlauftemperatur möglich sein. Wird die Erhöhung an der witterungsabhängigen Regelanlage durchgeführt, so werden auch die übrigen Räume unnötigerweise mit einer überhöhten Vorlauftemperatur angefahren. Ist der Heizkessel richtig dimensioniert, so steht im Dauerbetrieb, bei tiefster Außentemperatur, unter Umständen keine ausreichende Reserve für Aufheizzwecke zur Verfügung. Bei der Fußbodenheizung ist die systembedingte Trägheit des Systems zu beachten. Fußbodenheizungssysteme lassen sich in Bezug auf die Trägheit in drei Systeme unterteilen.
Heizrohre im Estrich eingebettet, Abb. 25.2.
Heizrohre unter dem Estrich liegend, Abb. 25.3.
Spezialsysteme ohne Estrich, mit sonstigen Abdeckungen, Abb. 25.4.

Entsprechend unterschiedlich sind Wärmespeicherung und thermische Trägheit. Um ein Gefühl für die Speicherfähigkeit eines Zement estrichs zu bekommen, kann man sich ersatzweise eine Wassermenge in Höhe von 70 % des Estrichvolumens vorstellen. Je nach Systemaufbau muss dem Estrich oder der Abdeckung der Heizrohre mehr oder weniger viel Wärmeenergie zugeführt werden. Ist die spezifische Heizlast hoch, so muss auch die Estrichmasse auf eine hohe Temperatur gebracht werden. Der gleiche Vorgang läuft in umgekehrter Richtung ab, wenn die Raumtemperatur gesenkt werden soll.

Im Allgemeinen sind Trockensysteme durch das geringe Speichervermögen thermisch weniger träge als Nasssysteme, bei denen die Speicherfähigkeit und die thermische Trägheit mit der Estrichdicke zunehmen. Besonders günstig verhalten sich in Bezug auf die thermische Trägheit Spezialsysteme ohne Estrich mit aufgelegten Platten oder Blechen, auf denen unmittelbar der Fußbodenbelag aufliegt. Dennoch muss oft ein Kompromiss zwischen dem Aufbau eines Fußbodenheizungssystems und den dafür erforderlichen Kosten gefunden werden. Es muss immer wieder betont werden, dass die beste technische Entwicklung nichts nützt, wenn der Kunde nicht bereit ist, dafür den Preis zu bezahlen. Natürlich gibt es Sonderfälle, wo mangels Aufbauhöhe die Entscheidung zu Gunsten eines teuren Spezialsystems fällt.

Die Mehrheit der Anwender wird sich für ein ausgewogenes Kosten-Nutzenverhältnis entscheiden. Solange sich die Heizlast nur wenig ändert und die Fußbodenheizung durchgehend in Betrieb ist, spielt die thermische Trägheit keine besondere Rolle. Anders verhält es sich bei Lastschwankungen. Einerseits erwartet man bei einer Nachtabsenkung ein schnelles Absinken der Raumtemperatur, andererseits ein rasches Aufheizen am nächsten Morgen. Rasch wechselnde Wetterbedingungen, Fremdwärme durch haustechnische Geräte, Personenkonzentration und Sonneneinstrahlung durch große Fensterflächen erfordern eine rasche Anpassung der Fußbodenheizung, andernfalls werden die Räume überheizt. Da heutzutage ca. 90 % aller Fußbodenheizungsanlagen, nicht zuletzt aus Kostengründen, als Nasssystem zur Ausführung kommen, muss der Bauherr sich auf die thermische Trägheit solcher Systeme einstellen. Bauphysikalische und regelungstechnische Maßnahmen ermöglichen dennoch ein hohes Maß an Behaglichkeit.
Quellen
Das ABC der Flächenheizung und Flächenkühlung Winnenden: Heizungs-Journal Verlags-GmbH, ISBN 3-924788-16-2
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Remmi Demmi schrieb: ... die neuen sind eben voreinstellbar und wohl zwingend erforderlich...
Subusi schrieb: Suche korrekte Modbus-Registertabelle für Deye SUN-10K-SG05LP3-EU-SM2 Hallo...
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