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OldBo
16.03.2013
Um Heizungsanlagen mit Heizkörper auch für die Zukuftstechniken (Wärmepumpe, Brennwert) nutzen zu können, sollten die Systemtemperaturen möglichst niedrig gewählt werden. Ideal sind hier Systemtemperaturen (z. B. 35/30, 35/28 °C oder 32/26 °C), die auch in Flächenheizungssystemen (Fußboden- und Wandheizungen) eingesetzt werden.
Kampmann PowerKon NT, Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilatorunterstützung
 Kampmann PowerKon NT, Niedertemperatur-Heizkörper mit Ventilatorunterstützung
Quelle: Kampmann GmbH
Heizkörper für niedrige Systemtemperaturen
 Heizkörper für niedrige Systemtemperaturen
Quelle: Jaga Deuschland GmbH
COSMO E2 Tieftemperaturheizkörper
 COSMO E2 Tieftemperaturheizkörper
Quelle: Cosmo GmbH
Um Heizungsanlagen mit Heizkörper auch für die Zukuftstechniken (Wärmepumpe, Brennwert) nutzen zu können, sollten die Systemtemperaturen möglichst niedrig gewählt werden. Ideal sind hier Systemtemperaturen (z. B. 35/30, 35/28 °C oder 32/26 °C), die auch in Flächenheizungssystemen (Fußboden- und Wandheizungen) eingesetzt werden.

Bisher wurden "flinke" Heizflächen nur über Ventilatorkonvenktoren eingesetzt, wenn die Flächenheizungssysteme sehr träge waren. Da die Ventilatorkonvektoren doch erhebliche störende Ventilatorgeräusche in Wohn- und Schlafräumen haben, wurden die sog. "Wärmepumpenheizkörper" entwickelt. Diese arbeiten mit leiseren Ventilatoren, die aber auch bei empfindlichen Betreibern immer noch als gewöhnungsbedürftig angesehen werden.

Vor allen Dingen in sanierten Altbauten (Fassaden- und Dachdämmung, dichte Fenster) müssen die vorhandene Heizkörper für die neuen niedrigeren Systemtemperaturen angepasst werden. Da bei den niedrigen Temperaturen die Wärmeabgabe erheblich sinkt, müssen entweder Ventilatorkonvektoren oder neue Tiefst- oder Niedertemperatur-Heizkörper (Vorlauftemperaturen < 35 °C) eingesetzt werden. Diese können dann mit Systemtemperaturen auf Fußbodenheizungsniveau arbeiten. Besonders sinnvoll ist der Einsatz in Wärmepumpenanlagen, weil dadurch eine höhere Leistungszahl der Wärmepumpe erreicht wird,

Damit die Wärmeabgabe bei den niedrigen Vorlauftemperaturen ausreichend ist, werden Ventilatoren zur Leistungsteigerung eingesetzt. Diese sollten eine geringe Stromaufnahme (z. B. 2,2 W bei 12 Volt/DC) und einen niedrigen Geräuschpegel (26 dBA bis 28 dBA) haben. Gute Heizkörper haben bedarfsgesteuerte Ventilatoren, die nur bei Bedarf über Sensoren aktiviert werden.
So kann z. B. ein Heizkörper mit einer statischen Heizleistung von 456 W (ohne Ventilatoren) je nach Drehzahl der Ventilatoren eine dynamische Heizleistung von 1.029 W bis 1.149 W erreichen.

Der Niedertemperatur-Konvektor mit Ventilatorunterstützung ist speziell für den Einsatz in Nieder- und Tieftemperatur-Heizsystemen, z. B. bei Wärmepumpen, konzipiert.

Er hat einen Wärmetauscher aus Kupfer/Aluminium mit gewellten Lamellen. Ein Ventilator mit einem energiesparender, geräuscharmer EC-Motor mit Stufenschaltung zur Schnellaufheizung unterstützt die Wärmeabgabe bei den niedrigen Temperaturen. Das Gerät kann auch für einen kondensatfreien Kühlbetrieb eingesetzt werden.

Durch die heizwasserbeaufschlagte Platten hat der COSMO E2 Tieftemperaturheizkörper einen hohen Strahlungswärmeanteil. Eine intelligente Steuerung zwischen statischem und dynamischem Betrieb gewährleistet eine schnelle Wärmeabgabe bei Vorlauftemperaturen < 40 °C. Durch diese Technik erspart man sich die großdimensionierten Standardheizkörper.

Im Winter ist er ein Tieftemperatur-Heizkörper und stellt mit dem Summerbreeze-Effekt an heißen Tagen durch eine leichte Luftbewegung eine angenehm kühle Raumtemperatur (die Temperatur sinkt zwischen 2 und 4 °C) her. Durch einige Adaptionen in der Heizungsregelung ist eine trockene Komfortkühlung möglich.

Plattenheizkörper mit Ventilatoren
Konvektionsverstärker
 Konvektionsverstärker
Quelle: Alarm4u.de GmbH / ekospal.de
Radiatorlüfter
 Radiatorlüfter
Quelle: M.a.n.z. GmbH
Natürlich können auch vorhandene Plattenheizkörper auf den Niedertemperturbetrieb nachgerüstet werden. Hier werden die Ventilatoren unter oder auf den Heizkörpern angebracht. Inzwischen gibt es fertige Bausätze mit PC-Lüftern. Auch Konvektoren-Anlagen können so umgerüstet werden.

Außer der Nachrüstung für den NT-Betrieb können Plattenheizkörper und Konvektoren auch für das schnelle Aufheizen der Räume eingesetzt werden. Der Ventilator wird nur während der Aufheizphase gebraucht. Im normalen Heizbetrieb ist der Raum es genauso lautlos und zugluftfrei wie üblich.

Vorteile bei Heizkörper mit Ventilatoren:
  • Die vom Heizkörper abgegebene Leistung kann durch die Erhöhung der Konvektion verdreifacht werden. Dadurch sind tiefere Absenktemperaturen möglich, weil sich durch das Einschalten eines stärkeren Wärmestroms ein schnelles Aufheizen des Raumes erreicht wird. Durch die tiefere Absenktemperatur während der Absenkphasen ergibt sich eine Energieeinsparung.
  • Wenn der warme Luftstrom von der Wand abgeleitet und statt dessen direkt in den Raum geblasen wird, kann die Aufheizphase von mehr als 1 Stunde auf wenige Minuten verkürzt werden. Hierbei wird die Raumluft 9x schneller und die Wände 3x schneller aufgeheizt.
  • Wände und Luft werden gleichmäßig erwärmt und ein unnötiger Energieverlust durch übermäßige Erwärmung der Heizkörperumgebung (Außenwand) wird vermieden.
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