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Autoren
OldBo
03.01.2020
Die Fensterlüftung (Bedarfslüftung) ist in vielen Häusern auch heutzutage noch die einzige Möglichkeit, die Räume zu lüften. Dabei ist sie auch relativ energiesparend. Sie muss nur richtig durchgeführt werden.
Luftaustausch - Querlüftung und Stoßlüftung
 Luftaustausch - Querlüftung und Stoßlüftung
Quelle: Bosy
Durchschnittliche Lüftungszeiten
 Durchschnittliche Lüftungszeiten
Quelle: Energieagentur NRW, Wuppertal
Zahnstangenantriebe mit VdS-Zulassung
 Zahnstangenantriebe mit VdS-Zulassung
Quelle: SIEGENIA-AUBI KG
Hebe-Schiebe-System MHS400
 Hebe-Schiebe-System MHS400
Quelle: SIEGENIA-AUBI KG
Beschlagsysteme RWA 1050 für einwärts öffnende Drehflügel
 Beschlagsysteme RWA 1050 für einwärts öffnende Drehflügel
Quelle: BSC Technology GmbH
Fensterantriebstechnik - Fernbedienung + Fensterschalter
 Fensterantriebstechnik - Fernbedienung + Fensterschalter
Quelle: SIEGENIA-AUBI KG
Mit der MSR Luftqualitätssteuerung öffnen sich VELUX Elektro- und Solarfenster bedarfsgerecht automatisch.
 Mit der MSR Luftqualitätssteuerung öffnen sich VELUX Elektro- und Solarfenster bedarfsgerecht automatisch.
Quelle: VELUX Deutschland GmbH
Natürliche Nachtlüftung
 Natürliche Nachtlüftung
Quelle: Bosy
Die Fensterlüftung (Bedarfslüftung) ist in vielen Häusern auch heutzutage noch die einzige Möglichkeit, die Räume zu lüften. Dabei ist sie auch relativ energiesparend. Sie muss nur richtig durchgeführt werden. Hierbei kann man noch unterscheiden, ob der Hintergrund des Lüftens der Abtransport von Schadstoffen und Feuchtigkeit oder das Nachtkühlen der Wohnung ist.
Welche Lüftungsart (Stoßlüftung oder Querlüftung) eingesetzt werden kann hängt von verschiedenen Faktoren ab.
  • Temperatur- bzw. Dichteunterschied zwischen Außen- und Innenluft
  • Windanfall
  • Art der Fenster
  • Lage der Räume

Um Räume zu entfeuchten, reicht ein manuelles Lüften (Fensterlüftung [Stoß- oder Querlüften zum richtigen Zeitpunkt]) in der Regel nicht aus, da bei dieser Lüftungsart die Feuchte, die in den Umfassungsflächen und Einrichtungsgegenständen gespeichert ist, mit der Raumluft nicht ausreichend ausgetauscht werden kann. Hier ist eine Entfeuchtung über einen Differenzfeuchteregler angebracht.

In den kalten Jahreszeiten ist es sinnvoll, ein Hygrometer oder Hygrotemperaturmessgerät einzusetzen, um die jeweilige relative Luftfeuchtigkeit feststellen zu können und entsprechend zu reagieren. Für gewerbliche Zwecke und private "Bastler" ist der Einsatz eines Thermo-Hygrometer-Datenlogger zu empfehlen.

Bei den Lüftungsvorgängen sollten die Einrichtungsgegenstände und Wände nicht abkühlen, denn diese sorgen erstens zu einem schnellen Wiederaufheizen der Raumluft und zweitens müssen die Teile nicht wieder erwärmt werden.

Nicht- oder eingeschränktbeheizte Räume sollten vor dem Lüften erst einmal aufgeheizt werden, damit die Luft Feuchtigkeit aufnehmen und nach außen transportieren kann.
Die Querlüftung (Durchzugslüftung) ist die wirkungsvollste Lüftungsart. Hiebei werden die Fenster an den entgegengesetzten Gebäudeseiten und die Raumtüren der entsprechenden Räume vollständig geöffnet. Je nach Windanfall und der Temperaturdifferenz zwischen Außen- und Raumluft ist schon in kürzester Zeit die Raumluft vollständig ausgetauscht.

Bei den Lüftungsvorgängen sollten die Einrichtungsgegenstände und Wände nicht abkühlen, denn diese sorgen erstens zu einem schnellen wieder aufheizen der Raumluft und zweitens müssen die Teile nicht wieder erwärmt werden.

Die Stoßlüftung kann in kurzer Zeit den größten Teil der Raumluft austauschen. Hier werden ein oder mehrere Fenster eines Raumes, die an der gleichen Hausseite liegen, vollständig in Drehrichtung geöffnet. Aufgrund der Tempemperaturdifferenz der Außen- und Raumluft (Dichteunterschied) wird die Raumluft abgeführt. Nur die Luftmenge über der Oberkannte der Fenster kann kann aufgrund der geringeren Dichte nicht ausgetauscht werden. Je nach Höhe der Luftfeuchtigkeit der Raumluft beschlagen die kalten Außenfläche der Fenster bei dem rausströmen der Raumluft. So kann man während der kalten Jahreszeit erkennen, wann die warme feuchte Raumluft ausgetauscht ist.

Ein auf kippstehender Fensterflügel ist eine energiefressende Art des Lüftens, denn dadurch wird kein ausreichender Luftwechsel erreicht. Dabei kühlen die Fensterlaibungen aus, sind somit die kälteste Stelle im Raum, es kondensiert die ausströmende Luft und bieten dem Schimmelpilz  einen idealen Nährboden. Außerdem findet die Lüftung unkontrolliert statt und widerspricht dem Einbruchschutz des Gebäudes. Auch die Fensterfalzlüfter (ohne KWL) können als unkontrollierte Lüftung bezeichnet werden, weil hier der Windanfall und die Temperaturdifferenz eine ausschlaggebende Rolle spielt.

Bei der Nachtkühlung werden die Fenster erst geöffnet, wenn die Außentemperaturen erheblich niedriger gegenüber der Raumtemperatur sind. Dies wird in der Regel in den Morgen- und Vormittagsstunden der Fall sein. Hier können evtl auch gekippte Fenster ausreichend lüften.

Passivhäuser, Sonnenhäuser und Wintergärten haben große Fensterflächen , die Sonneneinstrahlung zur Wärmegewinnung zu nutzen. In vielen Fällen ist es nicht oder nur schwer möglich, Fenster von Hand zu betätigen, zu Öffnen und zu Kippen. Hier bietet sich eine Fensterantriebstechnik an.

Auch ohne eine mechanische Lüftungsanlage ist ein regelmäßiger automatischer Luftaustausch in Wohn-, Geschäfts- und Gewerbebereichen durch die Sensorkombination von Luftfeuchte- und VOC-Sensor in Verbindung mit  Elektro- und Solarfenstern (Automatikfenster) möglich. Die Luftqualitätssteuerung (Luftqualitätsregler) steuert die Fensteröffnung bedarfsgerecht.

Wer eine Lüftungszeit nennt, kennt nicht die fachlichen Hintergründe und handelt unseriös, denn wie es das Wort - Bedarfslüftung - schon sagt, soll nach Bedarf gelüftet werden. Und der Bedarf ist in verschiedenen Wohnungen nie gleich. Außerdem beziehen sich alle empfohlenden Lüftungszeiten der Fensterlüfung auf "Windstille", also auf Wetterverhältnisse ohne "Windanfall", die nur sehr selten vorkommen.

Auch das immer wieder geforderte Abstellen der Heizkörperventile während des (kurzen) Lüftens ist m. M. nach nicht notwendig, da das Ventil nach dem Lüften sowieso aufmacht, um die kalte Luft wieder aufzuheizen. Außerdem gibt der Heizkörper, auch wenn er abgestellt ist, weiterhin Wärme ab. Und wer stellt schon den Heizkörper ab und wartet bis er abgekühlt ist :>))

So ist es z. B. auch nicht notwendig, zu lüften, wenn niemand im Hause ist oder keine übermäßige Feuchtigkeit oder kein Schadstoffanfall vorhanden ist. Ausnahmen sind Neubauten, in denen Einrichtungsgegenstände, Bodenbeläge und Baustoffe verwendet wurden, die jahrelang ständig Schadstoffe ausdünsten. Hier muss eine automatisch Be- und Entlüftung vorgesehen werden.

Auf der anderen Seite sollte beim Kochen ein Phrasenabzug eingesetzt werden. Nach jedem Duschen oder Baden ist grundsätzlich zu lüften und die Fliesen und die Dusch- oder Badewanne sollte trockengewischt werden, weil eine Fensterlüftung die Feuchtigkeit nicht zuverlässig abtrocknet.

Die in vielen Energiespartipps angegebenen Lüftungszeiten halte ich für sinnlos, ja sogar für fahrlässig, weil sich die Zeit einer Bedarflüftung nach der jeweiligen Art der Lüftung und den Gegebenheiten ergibt.

Bei jedem Lüftungsvorgang soll nur die Raumluft ausgetauscht werden. Eine zu lange Lüftungszeit kühlt die Wände, Decke, Fußboden und Gegenstände im Raum ab und erfordert einen unnötig hohen Energieaufwand, um diese wieder zu erwärmen.

Für jeden Neubau und für jede Renovierung von Altbauten ist die Erstellung eines Lüftungskonzeptes notwendig, wenn im Ein- und Mehrfamilienhaus mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. im Einfamilienhaus mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet wird.
Die neue DIN 1946-6 (Mai 2009) zeigt Lösungsmöglichkeiten, wie ein ausreichender Luftwechsel in Wohnungen zu erreichen ist.

Je nach dem Lüftungsverhalten bzw. der Lüftungsart können folgende Luftwechsel erreicht werden:
  • Fenster zu, Türen zu > 0 bis 0,3 h-1
  • Fenster gekippt* (Spaltlüftung)  > 0,3 bis 1,5 h-1
  • Fenster kurzzeitig ganz geöffnet (Stoßlüftung) > 0,3 bis 4 h-1
  • Fenster ständig ganz geöffnet  > 9 bis 15 h-1
  • Gegenüberliegende Fenster und Türen ständig geöffnet (Querlüftung) > bis 40 h-1
*Gekippte Fenster sollten nicht angewendet werden, da sie oft vergessen werden und dadurch  u.a. eine unkontrollierte Lüftung stattfindet.

Natürlich ist der Einsatz einer "Kontrollierten Wohnungslüftung" (KWL) die beste Möglichkeit, eine Wohnung nach dem tatsächlichen Bedarf zu lüften. Natürlich gehe ich hier von einer fachgerecht geplanten und gebauten raumlufttechnischen Anlage aus und nicht von irgendwelchen Bastlerlösungen.

Eine mechanische Lüftung (KWL) kann nur dann funktionieren, wenn während des Betriebes die Fenster und Außentüren geschlossen sind. Wer das Lüften mit einer KWL nicht gewohnt ist, sollte auf jedem Fall die Fenster und Türen mit Kontaktschalter versehen, die offene Fenster bzw. Türen melden und die Lüftung und evtl. auch die Heizkreise abschalten.

Für jeden Neubau und für jede Renovierung von Altbauten ist die Erstellung eines Lüftungskonzeptes notwendig, wenn im Ein- und Mehrfamilienhaus mehr als 1/3 der vorhandenen Fenster ausgetauscht bzw. im Einfamilienhaus mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet wird.
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Peter 888 schrieb: Hallo Druckschläge in der Leitung treten auf wenn die Leitungslänge sehr dünn im Vergleich zur Länge ist und die darin fliessende Wassersäule abbrupt abgebremst wird. Dann schlägt die Wassersäule...
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