Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!
1441

Ab- und Grauwasser-Wärmerückgewinnung

Autoren
OldBo
09.02.2019
Das Wasser von einer Badewanne, Dusche, Waschbecken und Waschmaschine ist zwar Abwasser, wird aber, im Gegensatz zu fäkalienbelastetem Wasser, auch Grauwasser genannt. In größerem Umfang kann auch aus dem Abwasser in den Kanälen oder einer Kläranlage Wärme zurückgewonnen werden.
Wärmerückgewinnung aus im Gebäude, im Kanal und in der Kläranlage
 Wärmerückgewinnung aus im Gebäude, im Kanal und in der Kläranlage
Quelle: Energie Schweiz
Das Wasser von einer Badewanne, Dusche, Waschbecken und Waschmaschine ist zwar Abwasser, wird aber, im Gegensatz zu fäkalienbelastetem Wasser, auch Grauwasser genannt. Damit die enthaltene Energie nicht in die Kanalisation abfließt, gibt es Wärmerückgewinnungssysteme. Inwieweit sich derartige Anlagen "lohnen", muss von Fall zu Fall ermittelt werden. Eine andere Möglichkeit wäre ein Recyceln des Wasser für die WC-Spülung, Grünflächenbewässerung oder Reinigungsarbeiten. In größerem Umfang kann auch aus dem Abwasser in den Kanälen oder einer Kläranlage Wärme zurückgewonnen werden.
Energienutzung aus Abwasser
Die Energienutzung aus Abwasser ist ein sinnvoller Kreislauf
 Die Energienutzung aus Abwasser ist ein sinnvoller Kreislauf
Quelle: Energie in Infrastrukturanlagen
Rinnenwärmetauscher
 Rinnenwärmetauscher
Quelle: BMU
Im Winter kann aus der Energie des Abwassers Wärme gewinnen, im Sommer damit kühlen. Im Jahresverlauf ist die Abwassertemperatur zwischen 10 °C und 20 °C. Die Technik zur Energiegewinnung aus Abwasser ist in der Schweiz einfach und erprobt.

In einem Wärmetauscher wird dem Abwasser Energie entzogen und eine Wärmepumpe macht sie für die Beheizung oder Kühlung von Gebäuden nutzbar. Die Wärme wird entweder in einem Wärmetauscher in dem Abwasserkanal aus dem Rohabwasser oder aus gereinigtem Abwasser in einer Kläranlage gewonnen. Bei der Energiegewinnung in einem Abwasserkanal ist ein Durchfluss von mindestens 15 l/s erforderlich. Jeder Sekundenliter Abwasser ermöglicht eine Wärmeleistung der Wärmepumpe von 8 kW.

Diese Technik ist in der Schweiz weit fortgeschritten.
Grauwasser-Recycling mit Wärmerückgewinnung
Grauwasser-Recycling
 Grauwasser-Recycling
Quelle: Pontos GmbH
Grauwasser-Recycling mit Pufferspeicher
 Grauwasser-Recycling mit Pufferspeicher
Quelle: Pontos GmbH
Das Pontos AquaCycle ist eine zur Grauwasser-Aufbereitungsanlage. Die Anlagen haben eine Aufbereitungskapazität von 2000 bis 22.000 l/d. Es eignet sich für den Einsatz in Mehrfamilienhäuser, Wohn- oder kleinere Ferienanlagen und Hotels. Das anfallende Dusch- und Badewasser wird auf rein mechanisch-biologischem Weg ohne chemische Zusätze gereinigt. Das erzeugte Betriebswasser entspricht den hygienischen Anforderungen der EU-Richtlinie für Badegewässer und kann für alle Anwendungen eingesetzt werden, für die keine Trinkwasserqualität gefordert wird (WC-Spülung, Grünflächen-bewässerung oder Reinigungsarbeiten).

Die Wärme des Abwassers (Grauwasser) aus den Duschen, Badewannen und Waschmaschinen wird zur Vorerwärmung des Trinkwassererwärmung eingesetzt. Die Wärmerückgewinnung aus dem Grauwasser erfolgt durch ein Wärmeübertragermodul. Der Einsatz des Moduls bei größeren Anlagen befindet sich seit Herbst 2008 in der Testphase. Nach Angaben der Firma Pontos GmbH können ca. 10...15 kWh/m3 aus dem Grauwasser entzogen und der Trinkwassererwärmung bzw. der Heizungsanlage zugeführt werden.
ThermoCycle® WRG
Prinzip der WRG
 Prinzip der WRG
Quelle: Forstner Speichertechnik GmbH
(1) In einer separaten Abwasser-Zuleitung wird das warme Grauwasser (aus Dusche, Waschmaschine...) durch die ThermoCycle® WRG geleitet.

(2) Ein ausgeklügeltes Filtersystem sorgt für die Zurückhaltung der im Grauwasser enthaltenen Schmutzfracht (wie Haare, Wollflusen, Sand...).

(3) Dem gefilterten Grauwasser wird mit dem Wärmetauscher die enthaltene Wärme entzogen.

(4) Anschließend fließt das abgekühlte Abwasser in die Kanalisation oder kann in Sonderfällen einem Wasserrecycling zur Substitution von kostbarem Trinkwasser der Toilettenspülung zugeführt werden.
Duschrohr - Grauwasserwärmerückgewinnung
Energiegewinnung aus Duschwasser
 Energiegewinnung aus Duschwasser
Quelle: Q-Blue b.v.
Showersave QB 1
 Showersave QB 1
Quelle: Q-Blue b.v.
Der Q-Blue Showersave® nützt die Wärme des Duschwassers während des Duschens zur Vorwärmung des kalten Trinkwassers. Der Wärmetauscher besteht aus zwei konzentrischen Rohrleitungen, der Innen- und Außenrohrleitung.
Das Abwasser der Dusche strömt durch die Innenrohrleitung an der Rohrwandung nach unten. Durch den Zwischenraum der zwei konzentrischen Rohrleitungen strömt das kalte Leitungswasser in den Trinkwassererwärmer und in die Mischbatterie der Dusche. Um die Innenrohrleitung herum ist eine dünnwandige Leitung, der sogenannte Zufluss angebracht. In dem geringen Raum zwischen dem Zufluss und der Innenrohrleitung befindet sich Luft. Wenn die Innenrohrleitung eine Undichtigkeit hat, wird diese sichtbar, weil dann das Abwasser aus dem Wärmetauscher tropft. Das Abwasser kommt nicht mit dem Leitungswasse in Berührung.
Der Einsatz dieses Systems durch einen Fachbetrieb ist in Deutschland auf Grund der Trinkwasserverordnung nicht möglich, da Trinkwasser (Kaltwasser) nicht über 25 °C erwärmt in der Leitung stagnieren darf. Das bedeutet, dass das Kaltwasser diese Temperatur nicht übersteigen darf, damit keine Aufkeimung vorkommen kann. Hier ist besonders die Legionellenproblematik besonders hervorzuheben.

Aber da es sich hier um eine sehr geringe Wassermenge handelt, wird diese schon nach dem Öffnen der Armatur entfernt. Außerdem muss der Kaltwasseranschluss mit einem Rückflussverhinderer abgesichert sein.  Ungedämmte Trinkwasserleitungen, die neben wärmeführenden Rohren oder im Heizestrich verlegt sind, sind hier nach meiner Meinung weitaus empfänglicher für eine Aufkeimung. Trotzdem wird der Einbau eines "Duschrohrs" strittig diskutiert.

Hinweis des Herstellers > Sicherheit und Legionellen
Es sollte vermieden werden, dass der Showersave® im Ruhezustand (Stagnation Trinkwasser) eine Temperatur von 25 °C übersteigt. Der Showersave® darf daher nicht in der Nähe von warmen Leitungen, auf warmen Flächen oder in Räumen mit lang andauernden Temperaturen über 25 °C montiert werden. Die abgehenden Trinkwasserleitungen, die Trinkwasseranschlüsse und der Showersave® sollten nicht mit Dämmung isoliert werden.

Weitere Funktionen
Aktuelle Forenbeiträge
deflo schrieb: Also inzwischen bin ich mir sicher, das ich die Vitodens nicht besser eingestellt bekomme. Vor ca. 1,5Wochen habe ich die Brennerstarts und Brennerdauer zurück gestellt. Seit dem habe ich 44 Brennerstarts...
foreigner schrieb: Gasleck / Dichtigkeit: Bei der Installation des neuen Zählers wurde im Mai 2018 auf Dichtigkeit geprüft. Jetzt im Februar 2019 bei der letzten Wartung und Ursachensuche zum hohen Gasverbrauch wurde ebenfalls...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
ENERGIE- UND SANITÄRSYSTEME
Hersteller von Armaturen
und Ventilen
SHKwissen nutzen
Wissensbereiche
Website-Statistik