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288

Rohrdämmung für Heizungsleitungen

Autoren
OldBo
25.01.2024
Rohrleitungen werden in erster Linie gegen Wärmverlust und/oder Wärmeaufnahme gedämmt. Aber auch gegen Korrosion und Schallübertragung kann eine Dämmung notwendig werden.
Dämmung mit Schaumstoffen
fachgerecht gedämmter Verteiler
 fachgerecht gedämmter Verteiler
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
optimal gedämmte Leitungen
 optimal gedämmte Leitungen
Quelle: Bosy-online
Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
 Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch - baustellengeeignet
 Dämmschlauch - baustellengeeignet
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
 Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
Quelle: Armacell GmbH
Dämmschlauch für alle Einsätze
 Dämmschlauch für alle Einsätze
Quelle: Armacell GmbH

Ungedämmte Rohrleitungen, Armaturen und Speicheranschlüsse können erhebliche Wärmemengen abgeben.

Wärmeabgabe von ungedämmten Rohrleitungen bei mittleren Temperaturdifferenzen (mittlere Heizmitteltemperatur und Umgebungstemperatur)
60 K
50 K
40 K

DN 10

42 W/m
32 W/m
20 W/m

DN 15

58 W/m
44 W/m
33 W/m

DN 20

68 W/m
53 W/m
38 W/m

DN 25

82 W/m
64 W/m
46 W/m
DN 32
100 W/m
78 W/m
57 W/m
DN 40
105 W/m
81 W/m
59 W/m
DN 50
130 W/m
100 W/m
73 W/m
Ungedämmte Armaturen und Speicheranschlüsse können, je nach Konstruktion bzw. Oberfläche, die Wärmemenge von 2 bis 4 m Rohr abgeben

Rohrleitungen werden hauptsächlich gegen Wärmverlust und/oder Wärmeaufnahme gedämmt. Aber auch gegen Korrosion und Schallübertragung kann eine Dämmung notwendig werden. Dämmstoffe müssen für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sein (BGB § 633 und VOB/C DIN 18299 Abs. 2.1.3).

Jeder Dämmstoffhersteller gibt dem Verbraucher eine detaillierte Verarbeitungsanleitung bzw. ein Anwendungshandbuch in die Hand. So werden z. B. flexible Dämmstoffe oft mit Klebeband statt mit dem zu dem verwendeten Dämmmaterial passenden Kleber verbunden. Die Folge ist, dass es nicht nur bescheiden aussieht, sondern auch das Eindringen von Wasserdampf nicht verhindert. Nur wenn die jeweiligen Dämmstoffe fachgerecht verarbeitet werden, wird eine saubere bestimmungsgemäße Arbeit abgeliefert.

Ungeschützte Schaumstoffe sind den rauhen Anforderungen des Baustellenbetriebs nicht geeignet. Sie sind oft schon beschädigt und zerrissen, wenn die Estrichleger,  Maurer und Zimmerleute mit ihren Arbeiten weitermachen. Deswegen wegen Dämmschläuche mit einer robusten Umhüllung angeboten. Auch soll der Dämmstoff geschlossenzellig sein.

Hohlprofile aus offenzelligen Schaumstoffen werden  über Sonderangebote in den Markt geschleust und häufig in Unkenntnis der Haftungsrisiken von Verarbeitern verwendet. Manche Schaumstoffe reißen wie Papier, sind außerordentlich empfindlich und saugen sich mit Wasser voll. Sie sind für Baustellen ungeeignet. Körperschallbrücken und die Verschlechterung der Trittschalldämmung sind die Folgen. Dies kann Wertminderung oder Schadenersatz nach sich ziehen. Minderungsbeträge von 10 % – in Einzelfällen auch weit mehr –, bezogen auf den Verkehrswert der Wohnung oder des betreffenden Gebäudes, sind gängige Gerichtspraxis.

Dämmstoffe mit Baustelleneignung nach den anerkannten Regeln der Technik, so z.B. Missel-Systemdämmungen, haben als Rohstoff einen geschlossenzelligen Polyethylenschaum. Dieser Schaum ist zur bauseitigen mechanisch-dynamischen Beanspruchung durch eine Faser-Polsterlage aus fest miteinander vernadelten Fasern und zusätzlich noch mit einer reißfesten Gittergewebefolie verstärkt, deren Gittergewebe an den Kreuzungspunkten verknotet ist. Gittergewebefolie und Polsterlage verhindern das Durchdrücken von Bauteilunebenheiten und Steinchen und gewährleisten, dass Körperschallbrücken zuverlässig vermieden werden.

Forderungen von Estrichlegern
Estrichleger haben wiederholt Bedenken angemeldet, wenn gedämmte Rohrleitungen im Fußbodenaufbau nicht nach DIN 18560-2 geplant und ausgeführt wurden. Estrichleger haben sich jedoch davon überzeugt, dass es eine seit Jahren in der Praxis bewährte Lösung gibt, die in statischer und akustischer Hinsicht der DIN 18560-2 gleichwertig ist.

Grundsätzlich sind nicht nur die Rohrleitungen, sondern auch alle Armaturen und Rohrbefestigungen vollständig in der jeweils von der EnEV (Anlage 5 Tabelle 1 (zu § 14 Abs. 5) vorgeschriebenen Dämmschichtdicke mitzudämmen.

Die eingesetzten Dämmstoffe müssen auch für die jeweiligen Temperaturen der Einsatzgebiete geignet sein.

GEG 2024 - Praxis-Update zum Dämmen von Rohrleitungen

Für Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen (Heizung & TWW) und Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungen (RLT & Klima) erfolgt die Dämmung der Rohrleitung nach dem GEG (Gebäudeenergiegesetz).

Zeile Art der Leitungen / Armaturen Mindest-Dämmdicke bei Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes (Referenztemperatur 40 °C)


0,035 W/(m K) 0,040 W/(m K)
1 Rohrdurchmesser innen
bis 22 mm
20 mm ca. 26 mm
2 Rohrdurchmesser innen
über 22 mm bis 35 mm
30 mm ca. 38 mm
3 Rohrdurchmesser innen
über 35 mm bis 100 mm
gleich Innendurchmesser +ca. 25 %
4 Rohrdurchmesser innen
über 100 mm
100 mm 126 mm
5 Wand- und Deckendurchbrüche
Kreuzungsbereiche von Leitungen
Leitungsverbindungsstellen
zentrale Leitungsnetzverteiler
½ der Anforderungen
der Zeilen 1 bis 4
+ca. 25 % v. WLF 035
6 Wärmeverteilungsleitungen in
Bauteilen zwischen beheizten
Räumen verschiedener Nutzer
½ der Anforderungen
der Zeilen 1 bis 4
+ca. 25 % v. WLF 035
7 Wärmeverteilungsleitungen im Fußbodenaufbauzwischen beheizten Räumen verschiedener Nutzer 6 mm 9 mm
8 Kälteverteilungs- und Kaltwasserleitungensowie Armaturen
von Raumlufttechnik-und
Klimakältesystemen
6 mm 9 mm
Exzentrische / asymmetrische Rohrschläuche sind zur Begrenzung der Wärmeabgabe zulässig. Die Nenndicke ist zur Kaltseite anzuordnen. Einzelheiten sind der Gleichwertigkeitsbescheinigung / Leistungserklärung des jeweiligen Herstellers zu entnehmen.

Wenn Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen an Außenluft grenzen, sind diese mit dem Zweifachen der Mindestdicke von Zeile 1 bis 4 zu dämmen (200%-Dämmung).

.

Dämmung mit Mineralfaserdämmstoffen
Mineralfaserdämmstoffe für Rohrleitungen
 Mineralfaserdämmstoffe für Rohrleitungen
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
Anbringen von Mineralwolle-Schalen
 Anbringen von Mineralwolle-Schalen
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
Mineralwolle-Dämmung mit Alukaschierung
 Mineralwolle-Dämmung mit Alukaschierung
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
Mineralwolle-Dämmung mit Blechmantel
 Mineralwolle-Dämmung mit Blechmantel
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
Ideal sind konzentrisch gewickelte Steinwolle-Rohrschalen mit einer gitternetzverstärkten, reißfesten Aluminium-Sandwich-Folie mit selbstklebender Überlappung kaschiert und einem ovalen Innendurchmesser. Ermöglicht die Dämmung verschiedener Rohrdimensionen mit nur einer Rohrschalenabmessung. Sie sind zur leichteren Montage auf der Innenwandung einseitig aufgeschlitzt.

Eigenschaften:
  • wärmedämmend
  • nichtbrennbar A2
  • schallabsorbierend
  • wasserabweisend
  • druckbelastbar und formstabil
  • schnell und einfach zu verlegen
  • mit einer wirkungsvollen Dampfbremse versehen
  • hergestellt in AS-Qualität
  • silikonfrei
Dämmung von Fern- und Nahwärmeleitungen
fertigedämmte Fernleitungsrohre - Doppelrohr
 fertigedämmte Fernleitungsrohre - Doppelrohr
Quelle: BRUGG Rohrsysteme GmbH
fertigedämmte Fernleitungsrohre - Einzelrohr
 fertigedämmte Fernleitungsrohre - Einzelrohr
Quelle: BRUGG Rohrsysteme GmbH
Die Wärmedämmung besteht aus einem FCKW-freien und flexiblen Polyurethan-Hartschaum mit hervorragenden Wärmedämmeigenschaften. Die Biegbarkeit der Fernwärmeleitung ermöglicht eine problemlose Anpassung an alle Trassenbedingungen. Vorhandene Versorgungsleitungen können unter- oder überquert werden; Hindernisse können einfach umgangen werden.

Die Fernwärmeleitung wird in der gewünschten Länge endlos als Ringe oder auf einer
Kabeltrommel zur Baustelle geliefert. Die grossen Lieferlängen ermöglichen eine Verlegung weitgehend ohne Verbindungsstellen im Erdreich. Der Rohrgraben kann deshalb erheblich schmaler sein. Dadurch sind bei den Tiefbauarbeiten beachtliche Einsparungen möglich. Dies gilt besondere für DUO-Leitungen.

Die physikalischen Eigenschaften des PE-Xa-Rohres kombiniert mit dem Verbund der Isolation erlauben eine Verlegung, ohne die Wärmeausdehnung berücksichtigen zu müssen. Die Montage der Anschlussstücke ist denkbar einfach. Mit herkömmlichen Verschraubungen, Pressverbindungen oder Elektroschweissmuffen werden die Anschlüsse schnell und sicher montiert.
Aerogel
Aerogele
 Aerogele
Quelle: AGITEC AG
Immer häufiger wird das diffusionsdurchlässige und wasserdichte Aerogel bei Temperaturen von -200 °C bis +650 °C im Hausbau (Transparente Wärmedämmung) und der Haustechnik eingesetzt. Die Dämmmatten haben einen 2x bis 8x besseren Dämmwert (Wärmeleitwert ab 0.013 W/mK) gegenüber den üblichen Dämmaterialien. Das Material ist flexibel, rollbar, schneidbar, klebbar, diffusionsdurchlässig, wasserabweisend und die Klassifizierung des Brandverhaltens nach DIN EN 13501-1 ist je nach Aerogeltyp die Klasse A1, A2, B oder E.

Die Einsatzbereich sind
  • Kälte- und Wärmedämmung: Die Aerogelprodukte Spaceloft und Cryogel sind bis -200 °C im Kältebereich und bis +200 °C im Wärmebereich in den Materialstärken von 3 mm bis 10 mm bestens einsetzbar.
  • Industriedämmung: Für die Industrie kommt das Produkt Pyrogel 250 bis +385 °C zur Anwendung
  • Hochtemperaturdämmung: Das Aerogelprodukt Pyrogel XT ist für den Hochtemperaturbereich bis +650 °C einsetzbar. Durch die A1-Brandklassifizierung nach DIN EN ist das Produkt Pyrogel XT auch für den Brandschutz geeignet. Quelle: AGITEC AG
Dämmung mit Schaumstoffen
fachgerecht gedämmter Verteiler
 fachgerecht gedämmter Verteiler
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
optimal gedämmte Leitungen
 optimal gedämmte Leitungen
Quelle: Bosy-online
Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
 Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch - baustellengeeignet
 Dämmschlauch - baustellengeeignet
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
 Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
Quelle: Armacell GmbH
Dämmschlauch für alle Einsätze
 Dämmschlauch für alle Einsätze
Quelle: Armacell GmbH
Zur Verminderung der Energieverluste und Verhinderung von Tauwasser müssen bei der Planung kältetechnischer Anlagen unbedingt größere als die in der EnEV geforderte Dämmdicke von 6 mm ausgeschrieben werden.
 Zur Verminderung der Energieverluste und Verhinderung von Tauwasser müssen bei der Planung kältetechnischer Anlagen unbedingt größere als die in der EnEV geforderte Dämmdicke von 6 mm ausgeschrieben werden.
Quelle: Armacell GmbH

Ungedämmte Rohrleitungen, Armaturen und Speicheranschlüsse können erhebliche Wärmemengen abgeben.

Wärmeabgabe von ungedämmten Rohrleitungen bei mittleren Temperaturdifferenzen (mittlere Heizmitteltemperatur und Umgebungstemperatur)
60 K
50 K
40 K

DN 10

42 W/m
32 W/m
20 W/m

DN 15

58 W/m
44 W/m
33 W/m

DN 20

68 W/m
53 W/m
38 W/m

DN 25

82 W/m
64 W/m
46 W/m
DN 32
100 W/m
78 W/m
57 W/m
DN 40
105 W/m
81 W/m
59 W/m
DN 50
130 W/m
100 W/m
73 W/m
Ungedämmte Armaturen und Speicheranschlüsse können, je nach Konstruktion bzw. Oberfläche, die Wärmemenge von 2 bis 4 m Rohr abgeben

Rohrleitungen werden hauptsächlich gegen Wärmverlust und/oder Wärmeaufnahme gedämmt. Aber auch gegen Korrosion und Schallübertragung kann eine Dämmung notwendig werden. Dämmstoffe müssen für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sein (BGB § 633 und VOB/C DIN 18299 Abs. 2.1.3).

Jeder Dämmstoffhersteller gibt dem Verbraucher eine detaillierte Verarbeitungsanleitung bzw. ein Anwendungshandbuch in die Hand. So werden z. B. flexible Dämmstoffe oft mit Klebeband statt mit dem zu dem verwendeten Dämmmaterial passenden Kleber verbunden. Die Folge ist, dass es nicht nur bescheiden aussieht, sondern auch das Eindringen von Wasserdampf nicht verhindert. Nur wenn die jeweiligen Dämmstoffe fachgerecht verarbeitet werden, wird eine saubere bestimmungsgemäße Arbeit abgeliefert.

Ungeschützte Schaumstoffe sind den rauhen Anforderungen des Baustellenbetriebs nicht geeignet. Sie sind oft schon beschädigt und zerrissen, wenn die Estrichleger,  Maurer und Zimmerleute mit ihren Arbeiten weitermachen. Deswegen wegen Dämmschläuche mit einer robusten Umhüllung angeboten. Auch soll der Dämmstoff geschlossenzellig sein.

Hohlprofile aus offenzelligen Schaumstoffen werden  über Sonderangebote in den Markt geschleust und häufig in Unkenntnis der Haftungsrisiken von Verarbeitern verwendet. Manche Schaumstoffe reißen wie Papier, sind außerordentlich empfindlich und saugen sich mit Wasser voll. Sie sind für Baustellen ungeeignet. Körperschallbrücken und die Verschlechterung der Trittschalldämmung sind die Folgen. Dies kann Wertminderung oder Schadenersatz nach sich ziehen. Minderungsbeträge von 10 % – in Einzelfällen auch weit mehr –, bezogen auf den Verkehrswert der Wohnung oder des betreffenden Gebäudes, sind gängige Gerichtspraxis.

Dämmstoffe mit Baustelleneignung nach den anerkannten Regeln der Technik, so z.B. Missel-Systemdämmungen, haben als Rohstoff einen geschlossenzelligen Polyethylenschaum. Dieser Schaum ist zur bauseitigen mechanisch-dynamischen Beanspruchung durch eine Faser-Polsterlage aus fest miteinander vernadelten Fasern und zusätzlich noch mit einer reißfesten Gittergewebefolie verstärkt, deren Gittergewebe an den Kreuzungspunkten verknotet ist. Gittergewebefolie und Polsterlage verhindern das Durchdrücken von Bauteilunebenheiten und Steinchen und gewährleisten, dass Körperschallbrücken zuverlässig vermieden werden.

Forderungen von Estrichlegern
Estrichleger haben wiederholt Bedenken angemeldet, wenn gedämmte Rohrleitungen im Fußbodenaufbau nicht nach DIN 18560-2 geplant und ausgeführt wurden. Estrichleger haben sich jedoch davon überzeugt, dass es eine seit Jahren in der Praxis bewährte Lösung gibt, die in statischer und akustischer Hinsicht der DIN 18560-2 gleichwertig ist.

Grundsätzlich sind nicht nur die Rohrleitungen, sondern auch alle Armaturen und Rohrbefestigungen vollständig in der jeweils von der EnEV (Anlage 5 Tabelle 1 (zu § 14 Abs. 5) vorgeschriebenen Dämmschichtdicke mitzudämmen.

Die eingesetzten Dämmstoffe müssen auch für die jeweiligen Temperaturen der Einsatzgebiete geignet sein.

Dämmung mit Schaumstoffen
fachgerecht gedämmter Verteiler
 fachgerecht gedämmter Verteiler
Quelle: Saint-Gobain Isover G+H AG
optimal gedämmte Leitungen
 optimal gedämmte Leitungen
Quelle: Bosy-online
Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
 Dämmhülse für Rohrleitungen auf dem Rohfußboden
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch - baustellengeeignet
 Dämmschlauch - baustellengeeignet
Quelle: Kolektor Missel Schwab GmbH
Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
 Dämmschlauch zur nachträglichen Anbringung
Quelle: Armacell GmbH
Dämmschlauch für alle Einsätze
 Dämmschlauch für alle Einsätze
Quelle: Armacell GmbH
Zur Verminderung der Energieverluste und Verhinderung von Tauwasser müssen bei der Planung kältetechnischer Anlagen unbedingt größere als die in der EnEV geforderte Dämmdicke von 6 mm ausgeschrieben werden.
 Zur Verminderung der Energieverluste und Verhinderung von Tauwasser müssen bei der Planung kältetechnischer Anlagen unbedingt größere als die in der EnEV geforderte Dämmdicke von 6 mm ausgeschrieben werden.
Quelle: Armacell GmbH

Ungedämmte Rohrleitungen, Armaturen und Speicheranschlüsse können erhebliche Wärmemengen abgeben.

Wärmeabgabe von ungedämmten Rohrleitungen bei mittleren Temperaturdifferenzen (mittlere Heizmitteltemperatur und Umgebungstemperatur)
60 K
50 K
40 K

DN 10

42 W/m
32 W/m
20 W/m

DN 15

58 W/m
44 W/m
33 W/m

DN 20

68 W/m
53 W/m
38 W/m

DN 25

82 W/m
64 W/m
46 W/m
DN 32
100 W/m
78 W/m
57 W/m
DN 40
105 W/m
81 W/m
59 W/m
DN 50
130 W/m
100 W/m
73 W/m
Ungedämmte Armaturen und Speicheranschlüsse können, je nach Konstruktion bzw. Oberfläche, die Wärmemenge von 2 bis 4 m Rohr abgeben

Rohrleitungen werden hauptsächlich gegen Wärmverlust und/oder Wärmeaufnahme gedämmt. Aber auch gegen Korrosion und Schallübertragung kann eine Dämmung notwendig werden. Dämmstoffe müssen für den jeweiligen Verwendungszweck geeignet sein (BGB § 633 und VOB/C DIN 18299 Abs. 2.1.3).

Jeder Dämmstoffhersteller gibt dem Verbraucher eine detaillierte Verarbeitungsanleitung bzw. ein Anwendungshandbuch in die Hand. So werden z. B. flexible Dämmstoffe oft mit Klebeband statt mit dem zu dem verwendeten Dämmmaterial passenden Kleber verbunden. Die Folge ist, dass es nicht nur bescheiden aussieht, sondern auch das Eindringen von Wasserdampf nicht verhindert. Nur wenn die jeweiligen Dämmstoffe fachgerecht verarbeitet werden, wird eine saubere bestimmungsgemäße Arbeit abgeliefert.

Ungeschützte Schaumstoffe sind den rauhen Anforderungen des Baustellenbetriebs nicht geeignet. Sie sind oft schon beschädigt und zerrissen, wenn die Estrichleger,  Maurer und Zimmerleute mit ihren Arbeiten weitermachen. Deswegen wegen Dämmschläuche mit einer robusten Umhüllung angeboten. Auch soll der Dämmstoff geschlossenzellig sein.

Hohlprofile aus offenzelligen Schaumstoffen werden  über Sonderangebote in den Markt geschleust und häufig in Unkenntnis der Haftungsrisiken von Verarbeitern verwendet. Manche Schaumstoffe reißen wie Papier, sind außerordentlich empfindlich und saugen sich mit Wasser voll. Sie sind für Baustellen ungeeignet. Körperschallbrücken und die Verschlechterung der Trittschalldämmung sind die Folgen. Dies kann Wertminderung oder Schadenersatz nach sich ziehen. Minderungsbeträge von 10 % – in Einzelfällen auch weit mehr –, bezogen auf den Verkehrswert der Wohnung oder des betreffenden Gebäudes, sind gängige Gerichtspraxis.

Dämmstoffe mit Baustelleneignung nach den anerkannten Regeln der Technik, so z.B. Missel-Systemdämmungen, haben als Rohstoff einen geschlossenzelligen Polyethylenschaum. Dieser Schaum ist zur bauseitigen mechanisch-dynamischen Beanspruchung durch eine Faser-Polsterlage aus fest miteinander vernadelten Fasern und zusätzlich noch mit einer reißfesten Gittergewebefolie verstärkt, deren Gittergewebe an den Kreuzungspunkten verknotet ist. Gittergewebefolie und Polsterlage verhindern das Durchdrücken von Bauteilunebenheiten und Steinchen und gewährleisten, dass Körperschallbrücken zuverlässig vermieden werden.

Forderungen von Estrichlegern
Estrichleger haben wiederholt Bedenken angemeldet, wenn gedämmte Rohrleitungen im Fußbodenaufbau nicht nach DIN 18560-2 geplant und ausgeführt wurden. Estrichleger haben sich jedoch davon überzeugt, dass es eine seit Jahren in der Praxis bewährte Lösung gibt, die in statischer und akustischer Hinsicht der DIN 18560-2 gleichwertig ist.

Grundsätzlich sind nicht nur die Rohrleitungen, sondern auch alle Armaturen und Rohrbefestigungen vollständig in der jeweils von der EnEV (Anlage 5 Tabelle 1 (zu § 14 Abs. 5) vorgeschriebenen Dämmschichtdicke mitzudämmen.

Die eingesetzten Dämmstoffe müssen auch für die jeweiligen Temperaturen der Einsatzgebiete geignet sein.

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Gebäudetechniker SHK (m/w/d)
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