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Datenschutzhinweise

Hilfe bei FBH-Auslegung?
Verfasser:
jw
Zeit: 07.11.2016 23:23:48
0
2429308
Hallo allerseits,

ich bräuchte mal Unterstützung bei der Auslegung einer FBH mit folgenden Eckpunkten:
- keine BKA (gab zu viel Stress mit dem Statiker :-/)
- Luft-Wasser-WP. Die kleine Geisha ist aber wohl zu schwach für die 7kW Heizlast. Evtl für die kalten Tage wassergeführten Holzkamin (2kW Luft, 6kW Wasser) hinzunehmen?

Mir wurde für eine FBH eine Heizlastberechnung nach DIN 12831 erstellt.

So richtig glücklich war ich damit allerdings nicht:
- Auslegung VL=35 RL=26 RT=20
- Durchfluss teilweise 0.2 bis 0.3 l/min (wie bitte will man das einstellen?)
- Stark unterschiedliche Rohrlängen (längster Kreis 110m, kürzester 27m)

Darauf hin wurde die Berechnung neu gemacht, mit 32°C Vorlauf.

Legende:
QM = Quadratmeter
RT = Raumtemperatur
HL = Heizlast
HLB = Heizlast bereinigt
VA = Verlegeabstand
RL = Rohrlänge
DF = Durchfluss

Verteiler Erdgeschoss:
qm RT HL HLB VA RL DF Raum
19.3 20.0 643 590 16.5 87.7 1.8 Küche
33.3 20.0 610 498 27.2 109.8 1.2 Wohnen-Essen
15.8 20.0 458 405 27.2 52.1 1.4 Büro
14.6 20.0 391 342 27.2 48.3 1.0 Gästezimmer
5.1 24.0 218 202 5.5 61.3 1.0 Dusche-WC
18.3 20.0 631 587 16.5 37.2 1.4 Treppenhaus/Diele
11.7 20.0 139 122 33.0 14.0 0.4 Hauswirtschaftsraum
14.3 20.0 396 366 16.5 50.3 1.3 Werkstatt

Verteiler Obergeschoss:
qm RT HL HLB VA RL DF Raum
34.7 20.0 557 557 27.2 114.4 0.9 Kinderzimmer 1
9.4 22.0 236 231 27.2 31.1 1.2 Ankleide
20.6 20.0 397 397 27.2 68.1 0.7 Schlafzimmer
22.7 20.0 513 513 22.0 61.8 2.5 Empore
26.7 20.0 460 460 27.2 88.1 0.8 Kinderzimmer 2
8.3 24.0 260 250 5.5 119.6 1.2 Badezimmer
8.3 24.0 260 250 5.5 119.6 1.2 Badezimmer

Verteiler Dachgeschoss:
qm RT HL HLB VA RL DF Raum
31.5 20.0 574 574 27.2 104.1 1.0 Zimmer 1
12.2 20.0 134 134 27.2 27.1 0.2 Treppenhaus
26.3 20.0 507 511 27.2 86.9 0.9 Zimmer 2
3.0 24.0 148 145 5.5 50.3 0.7 Dusche


Das sieht mal halbwegs brauchbar aus. Allerdings bin ich damit auch noch nicht so ganz glücklich:

- Längster Kreis 120m (Bad), kürzester 14m (Hauswirtschaftsraum). Das ist Faktor 9! FBH im Hauswirtschaftsraum komplett weglassen? Da werden evtl schon die inneren Gewinne reichen? (Gefrierschrank, Server)

- VA 27cm. Da merkt man doch den Temperaturunterschied?

- VA 5.5cm in den Bädern. Kann man sowas überhaupt verlegen?

- 0.2 l/min im Dachgeschoss-Treppenhaus? evtl weglassen und stattdessen mehr Rohr im Erdegeschoss-Treppenhaus? Wärme steigt ja nach oben...

- Ankleide OG: mehr Rohr, dafür Durchfluss verringern?

- Das Badezimmer im OG auf 3*80 aufteilen um Rohrlängen weiter anzugleichen?

- Vorlauf weiter senken? Auf 30°C? Gibt evtl kalte Füsse auf den Bodenfliessen?

Machen diese Massnahmen Sinn?

Welche Verbesserungen kann ich noch einbringen?

Verfasser:
Becker3
Zeit: 07.11.2016 23:37:03
2
2429310
Habe meine Berechnungen von Skyme (hier aus dem Forum) machen lassen.
Frag den mal

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 07.11.2016 23:56:54
1
2429312
Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 08.11.2016 00:07:28
1
2429313
Verfasser:
lowenergy
Zeit: 08.11.2016 06:28:05
0
2429330
Zitat von jw Beitrag anzeigen
... Luft-Wasser-WP. Die kleine Geisha ist aber wohl zu schwach für die 7kW Heizlast. Evtl für die kalten Tage wassergeführten Holzkamin (2kW Luft, 6kW Wasser) hinzunehmen?
Das würde ich aber nochmal knirsch betrachten ... die Geisha kann bei bis zu -15°C zwischen 180 und 185 thermische kWh's über den Tag ins Haus liefern!

Ein wasserführender Holzkamin ist m. M. absolute Geldvernichtung!

Bei welcher Außentemperatur soll denn die rechnerische Heizlast von 7 kW unter welchen Bedingungen erforderlich sein?
... die Heizlast des Gebäudes. Das ist die Leistung, die durchgängig in das Haus gesteckt werden muss, um die Wärmeverluste bei einer Normaussentemperatur auszugleichen.
Dieser "höchste" Wärmebedarf tritt aber nur an den meist wenigen kältesten Tagen (etwa 1% der Heizzeit im Jahr) auf, wenn zusätzlich keinerlei "innere" Wärmegewinne durch z.b. anwesende Personen, durch Nutzung elektrischer Geräte oder auch durch solaren Energieeintrag (Sonnenstrahlen durch Fenster) gegeben ist.
Die Heizlast des Hauses setzt sich aus dem Transmissionswärmeverlust und dem Lüftungswärmeverlust zusammen. Die Transmissionswärme wird durch die Isolierung der Wände und des Daches, dem U-Wert der Fenster etc. beeinflusst. Der Lüftungswärmeverlust ist zwar auch vom korrekten Lüftungsverhalten der Bewohner abhängig ...

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 08:17:07
0
2429360
Die oben genannten Fäden (und noch viele weitere) habe ich alle gelesen. Daher kommen auch die Verbesserungsmöglichkeiten, die ich im Ausgangspost aufgelistet habe. Allerdings bin ich nun kein Fachmann auf dem Gebiet, und hätte auf einige Kommentare gehofft, ob das, was ich mir da zusammengereimt habe auch stimmig ist.

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 08:24:50
0
2429362
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Bei welcher Außentemperatur soll denn die rechnerische Heizlast von 7 kW unter welchen Bedingungen erforderlich sein?

Normaussentemperatur -12°C.

Die HL von 5kW wird bei ca. -3°C überschritten.

Die Geischa hat ja auch den Heizstab mit 3kW. Wir haben ca. 15 Tage im Jahr unterhalb -3°C, wofür wir insgesamt 440kWh Wärmemenge benötigen würden. Das wären dann (derzeit) ca. 150 Euro pro Jahr für den Heizstab.

Kann ich das so deiten, dass die Geisha doch reichen könnte?

Verfasser:
skyme
Zeit: 08.11.2016 08:46:06
1
2429373
Zitat von jw Beitrag anzeigen
Kann ich das so deiten, dass die Geisha doch reichen könnte?


Rechnerisch schon, praktikabel ist das aber aufgrund der wenig gelungenen Ansteuerung des Heizstabes nicht. Dieser schaltet sich nämlich erst dann automatisch dazu, wenn die errechnete Vorlauftemperatur um 8K unterschritten wird. Bei einer FBH Auslegung wie deiner wird das nie passieren. Das bedeutet: Wenn es zu kalt wird, musst du an der Fernbedienung die Solltemperatur hochdrehen, damit die 8K Differenz erreicht werden und der HS zuschaltet. Wird es wieder wärmer, musst du wieder zurück stellen.

Das geht zwar, wäre mir aber für die Planung eines Neubaus zu unbequem.

Zu den anderen Punkten schreibe ich später etwas, muss nun erstmal arbeiten.

Beste Grüße, skyme

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 13:17:58
0
2429516
Schon mal vorab danke!

Habe nun auch die Pläne aufgearbeitet:

Grundriss Erdgeschoss
Grundriss Obergeschoss
Grundriss Spitzboden

Ansicht SuedOst Strasse
Ansicht NordWest Garten
Ansicht SuedWest KuecheGarage
Ansicht NordOst Grenzwand

Schnitt SuedOst Strasse
Schnitt SuedWest KuecheGarage

Erläuterungen:
- Auf der Nord-Ost-Seite ist Grenzbebauung vorgeschrieben, folglich auch ohne Fenster.
- Die Diele im EG ist mit dem OG durch einen Luftraum verbunden.Die Empore im OG ist also sozusagen ein Balkon.
- Heizkreisverteiler im EG soll unter die Treppe an die Wand zum HSW (Hauswirtschaftsraum)
- Heizkreisverteiler im OG soll unter die Treppe an die Wand zur Ankleide
- Position für HKV im Spitzboden steht noch nicht fest, verm,utlich an eine der Wände zum Abstellraum.
- Im EG an das kleine Wandstück zwischen die zwei grossen Schiebefenster auf der Terrassenseite ist ein Holzofen vorgesehen.

Verfasser:
skyme
Zeit: 08.11.2016 17:17:41
2
2429643
So, hallo nochmal!

Ich fange mal ein bischen an:

Zitat von jw Beitrag anzeigen

- Längster Kreis 120m (Bad), kürzester 14m (Hauswirtschaftsraum). Das ist Faktor 9! FBH im Hauswirtschaftsraum komplett weglassen? Da werden evtl schon die inneren Gewinne reichen? (Gefrierschrank, Server)


Wo steht denn die Wärmepumpe und der Warmwasserspeicher? Auch im HWR? Dann würde ich die FBH evtl. weglassen. Ansonsten: Gefrierschrank macht etwa 30W im Durchschnitt, Server hängt davon ab....50?
Zitat:


- VA 27cm. Da merkt man doch den Temperaturunterschied?


Ich würde nicht über 20cm gehen, bzw. 22cm bei dem zu Grunde gelegten System im 5,5cm Raster.
Zitat:

- VA 5.5cm in den Bädern. Kann man sowas überhaupt verlegen?


Ja, mit dem richtigen FBH System geht das. Wurde geschrieben welches System zum Einsatz kommen soll? 5,5cm sind schon mal sehr gut, zusätzliche Wandheizung wäre noch besser.

Zitat:

- 0.2 l/min im Dachgeschoss-Treppenhaus? evtl weglassen und stattdessen mehr Rohr im Erdegeschoss-Treppenhaus? Wärme steigt ja nach oben...


Ja, das wird häufig so gemacht, hängt ein wenig davon ab, ob man oben im Treppenhaus viel barfuß rumrennt, das kann dann unangenehm werden.
Zitat:

- Ankleide OG: mehr Rohr, dafür Durchfluss verringern?


Mehr Rohr ändert per se erstmal nichts an der benötigten Durchflussmenge. Die ergibt sich rein aus der Spreizung, die man haben will, und der in dem Raum benötigten Leistung. In der Ankleide wurde aber nur mit einer Spreizung von 2,75K gerechnet, da ist also noch Luft für weniger Durchfluss, wenn die Flächenleistung durch kleineren Verlegeabstand erhöht wird. Also: Ja.
Jetzt wird es aber mit den verfügbaren Daten sehr schwer, weil hier teils mit absurden Spreizungen gerechnet wurde. Im Kinderzimmer 2 liegt die Spreizung zum Beispiel bei über 8K - unrealistisch.
Um das alles beurteilen zu können, fehlt mindestens noch die Angabe zum Bodenbelag, denn der beeinflusst die Leistung der FBH mindestens ebenso stark wie der Verlegeabstand.

Zitat:

- Das Badezimmer im OG auf 3*80 aufteilen um Rohrlängen weiter anzugleichen?

Auf jeden Fall! Beim Wohnzimmer zum Beispiel auch 2 Kreise mit geringerem Verlegeabstand...
Zitat:

- Vorlauf weiter senken? Auf 30°C? Gibt evtl kalte Füsse auf den Bodenfliessen?

Dafür gibt es ja Socken ;-) Nein, im Ernst: Die 32°C hast du ja eh nur bei -12°C AT, den Großteil des Winters bist du deutlich darunter. "Warm" ist der Boden damit sowieso nicht.
Zitat:


Machen diese Massnahmen Sinn?

Welche Verbesserungen kann ich noch einbringen?



Das ist leider schwer zu sagen. Erstens fehlen die Bodenbeläge und die Deckung in Prozent, also: Zu wieviel Prozent wird denn die Heizlast des Raumes durch die geplante FBH erbracht - das kann ja auch mehr als 100% sein. Sonst kann man nicht sagen, wie sich eine Änderung auswirkt.
Um die FBH wirklich optimal auszulegen ist eine Menge Fleißarbeit nötig. Und genau deswegen hast du eine Standard-Auslegung bekommen, bei der für jeden Raum der größtmögliche Verlegeabstand gewählt wird, mit dem sich die Heizleistung aufbringen lässt. Dass dabei sehr unrealistische Spreizungen herauskommen, bewertet die Software nicht.

Wenn du selbst Hand anlegen willst: Von HFrik hier im Forum gibt es eine Tabelle zum Rechnen, kostet aber sicherlich etwas Einarbeitungszeit.

Soweit erstmal, muss jetzt leider los...

Beste Grüße, skyme

Verfasser:
dyarne
Zeit: 08.11.2016 19:53:57
1
2429718
brilliante Analyse, skyme ... ;-)

Verfasser:
skyme
Zeit: 08.11.2016 20:33:47
1
2429746
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen
brilliante Analyse, skyme ... ;-)

Ohne einen passenden Gesichtsausdruck dazu ist es schwer zu erkennen, ob das ironisch gemeint war :)

Verfasser:
dyarne
Zeit: 08.11.2016 20:44:02
2
2429755
Ich scherze nie... ;-)

Nein, im Ernst, finde du hast das ganz hervorragend erklärt und ich habe viel Respekt davor wie du den Level der Haustechnik hebst...

Das ist ja einigen hier ein gemeinsames Anliegen...

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 21:23:40
0
2429777
Vielen Dank erstmal!

Zitat von skyme Beitrag anzeigen
Wo steht denn die Wärmepumpe und der Warmwasserspeicher? Auch im HWR? Dann würde ich die FBH evtl. weglassen. Ansonsten: Gefrierschrank macht etwa 30W im Durchschnitt, Server hängt davon ab....50?

WP/Speicher kommen in eigenen Technikraum (in der Garage)

Server/Router/Switche/multiswitch/Gefrierschrank/Getränkekühlschrank. Die 140W sind da schnell beisammen...

Zitat:

Ich würde nicht über 20cm gehen, bzw. 22cm bei dem zu Grunde gelegten System im 5,5cm Raster.

OK.

Zitat:
Zitat:
- VA 5.5cm in den Bädern. Kann man sowas überhaupt verlegen?

Ja, mit dem richtigen FBH System geht das. Wurde geschrieben welches System zum Einsatz kommen soll?

x-net C12 Tackerrolle PE-Xc 16x2 -- was auch immer das heisst. Ob der Heizie das auch verwendet, weiss ich aber nicht.

Zitat:
5,5cm sind schon mal sehr gut, zusätzliche Wandheizung wäre noch besser.

WH wird schwierig:
- im EG würde das Gästezimmer mitgeheizt werden
- im OG würde es Einschränkungen für Bohrlöcher für den Badezimmerschrank geben.
- WH an der Dachschräge dürfte konstruktiv schwierig werden

Zitat:
Zitat:

- 0.2 l/min im Dachgeschoss-Treppenhaus? evtl weglassen und stattdessen mehr Rohr im Erdegeschoss-Treppenhaus? Wärme steigt ja nach oben...

Ja, das wird häufig so gemacht, hängt ein wenig davon ab, ob man oben im Treppenhaus viel barfuß rumrennt, das kann dann unangenehm werden.

Treppe ist Systemtreppe (also ohne die senkrechten Teile). Da kann man keine Rohre verlegen.
Unter der Treppe wird nicht gelaufen. Könnte aber evtl als zusätzliche Heizfläche verwendet werden?

Zitat:

Mehr Rohr ändert per se erstmal nichts an der benötigten Durchflussmenge. Die ergibt sich rein aus der Spreizung, die man haben will, und der in dem Raum benötigten Leistung. In der Ankleide wurde aber nur mit einer Spreizung von 2,75K gerechnet, da ist also noch Luft für weniger Durchfluss, wenn die Flächenleistung durch kleineren Verlegeabstand erhöht wird. Also: Ja.

Huch? Woher kennst Du die Spreizung? Aus Heizlast und Durchfluss berechnet?

In der Brechnung steht 3.6K. Das passt dann wohl auch nicht zu Heizlast/Durchfluss?

Zitat:
Jetzt wird es aber mit den verfügbaren Daten sehr schwer, weil hier teils mit absurden Spreizungen gerechnet wurde. Im Kinderzimmer 2 liegt die Spreizung zum Beispiel bei über 8K - unrealistisch.

Laut Berechnung 9.9K =:-().

Zitat:
Um das alles beurteilen zu können, fehlt mindestens noch die Angabe zum Bodenbelag, denn der beeinflusst die Leistung der FBH mindestens ebenso stark wie der Verlegeabstand.


Im EG überall Fliesen, lediglich Büro und Gäste-WC werden Laminat/Vinyl.
In den anderen Stockwerken nur in Bad/Dusche Fliessen. Sonst Laminat/Vinyl.

Zitat:
Zitat:

- Das Badezimmer im OG auf 3*80 aufteilen um Rohrlängen weiter anzugleichen?

Auf jeden Fall! Beim Wohnzimmer zum Beispiel auch 2 Kreise mit geringerem Verlegeabstand...

OK.

Zitat:
Zitat:

- Vorlauf weiter senken? Auf 30°C? Gibt evtl kalte Füsse auf den Bodenfliessen?

Dafür gibt es ja Socken ;-) Nein, im Ernst: Die 32°C hast du ja eh nur bei -12°C AT, den Großteil des Winters bist du deutlich darunter. "Warm" ist der Boden damit sowieso nicht.

Ich versuche ja schon länger, meiner Frau die Fliesen auszureden. Aber sie will nicht auf mich hören...

Zitat:
Zu wieviel Prozent wird denn die Heizlast des Raumes durch die geplante FBH erbracht - das kann ja auch mehr als 100% sein.

Huch? Mehr als 100%? Ist der dann überhitzt?

Zitat:
Um die FBH wirklich optimal auszulegen ist eine Menge Fleißarbeit nötig. Und genau deswegen hast du eine Standard-Auslegung bekommen, bei der für jeden Raum der größtmögliche Verlegeabstand gewählt wird, mit dem sich die Heizleistung aufbringen lässt. Dass dabei sehr unrealistische Spreizungen herauskommen, bewertet die Software nicht.

Das hatte ich befürchtet..

Also sollte ich eine maximale Spreizung vorgeben? 5K? 4K?

Im Übrigen scheint mir da noch mehr nicht zu stimmen: Die Dachschrägen scheinen überhaupt nicht berücksichtigt zu sein...

Zitat:
Wenn du selbst Hand anlegen willst: Von HFrik hier im Forum gibt es eine Tabelle zum Rechnen, kostet aber sicherlich etwas Einarbeitungszeit.

Die Tabelle habe ich gefunden. Leider funktioniert es aber nicht unter Linux.

Verfasser:
skyme
Zeit: 08.11.2016 21:42:18
1
2429786
Oh, vielen Dank! Das Kompliment kann ich nur zurück geben...
Wo wir dabei sind: Wann findet denn nun die Nibe-Schulung in Hamburg statt, bei der crink und ich uns daneben benehmen können? ;-)

Nochmal kurz back to topic:
jw, ich muss das fragen: Geht eventuell noch etwas an der Dämmung zu drehen, damit du mit der Heizlast etwas runter kommst? Wenn LWWP gesetzt ist, ist die Geisha vom Preis-/Leistungsverhältnis top.
Wenn du noch einen Ofen einplanst, ist eine leichte Unterdimensionierung ja kein Problem, aber 5 zu 7kW + WW sind etwas dolle. Für das Geld, was du an der Wärmepumpe sparst, kannst du mit Sicherheit zum Beispiel beim Dach noch eine Schippe Dämmung drauflegen (ohne jetzt deinen Aufbau zu kennen, das Dach ist halt meistens ohne große Mehrarbeit verbesserbar, nur Materialkosten).

Zitat:
Evtl für die kalten Tage wassergeführten Holzkamin (2kW Luft, 6kW Wasser) hinzunehmen?


Aus eigener Erfahrung: Keinen wasserführenden. Bei mir im Altbau kann ich mir das gerade noch schönreden, im Neubau klappt das nicht. Erstens wird die gesamte Hydraulik und Regelung um Faktoren komplizierter, und zweitens:
Der erste Abbrand macht den Ofen und die Wassertasche warm, da ist noch nichts in den Speicher geflossen. Das Wohnzimmer ist aber eigentlich schon zu warm. Dann musst du mindestens noch zwei mal nachlegen, damit sich das lohnt - im Wohnzimmer sind es mittlerweile muckelige 28 Grad ;-)

Einen kleinen, feinen Luftofen finde ich dagegen immer eine prima Idee: Die Atmosphäre ist einfach unschlagbar, und man hat eine echte Notheizung für Stromausfall. Die WP kann man damit ja trotzdem unterstützen.

Beste Grüße, skyme

EDIT: Hatte deinen Beitrag noch nicht gesehen, jw. Lese den jetzt...

Verfasser:
skyme
Zeit: 08.11.2016 22:23:01
0
2429819
Ok, nur ganz schnell ein paar Punkte, muss bald ins Bett:

WW-Speicher in Garage: Stop! Geht's nicht anders? Die Garage ist doch außerhalb der thermischen Hülle, oder? Das ist garnicht gut.

>> x-net C12 Tackerrolle PE-Xc 16x2

Muss ich erstmal googeln. Aber 16x2 Rohr ist für 120m Länge schon eine Ansage. Soll heißen: Zu lang / zu dünn. max. 100m bei 17x2 ist ok, gerne auch nur 80-90m.

Zu den Wandheizungen später mehr, vielleicht schreibt Motzi auch was :)

>>In der Brechnung steht 3.6K. Das passt dann wohl auch nicht zu Heizlast/Durchfluss?

Stehen die 3,6K für diesen Raum, oder für den ganzen Verteiler? Kannst du die Berechnung hochladen?

Es gilt: Leistung = Spreizung * Durchfluss (in l/h) * 1,16

Also Spreizung für die Ankleide: 231 / 72 / 1,16 = ca. 2,75K

Soweit erstmal, Gute Nacht,

skyme

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 23:10:22
0
2429834
Zitat von skyme Beitrag anzeigen
jw, ich muss das fragen: Geht eventuell noch etwas an der Dämmung zu drehen, damit du mit der Heizlast etwas runter kommst?

Habe ich schon versucht, mit bescheidenem Erfolg:

- Dach-Dämmung 20MF035 auf 24MF32 hat U-Wert von 0.183 auf 0.177 gesenkt. Kaum der Rede wert...

- Wand 17.5KS16PS035 auf 17.5KS16PS032 hat U-Wert von 0.20 auf 0.18 gesenkt. Bringt gerade mal 100 Watt HL.

- Gegen Glasschaumschotter unter die Bodenplatte hat sich der Statiker mit Händen und Füssen gewehrt :-/

- Fenster in die Dämmebene bei 16cm Dämmung wollen die Fensterbauer nur dann machen, wenn die Rolladenkästen aus dem Putz herausschauen. Das will wiederum die Gattin nicht

Es sind nunmal 300qm.

Eine nennenswerte Verbesserung (zumindest rechnerisch) erhalte ich hingegen durch:

- Pauschalen Wärmebrückenzuschlag von 0.1 auf 0.05 senkt die HL um 1kW

- Normaussentemperatur von -12°C auf -9°C senken unter der Annahme, dass der Kalksandstein ein guter Wärmespeicher ist senkt die HL um weitere 500 Watt

Damit wäre ich bei etwa 5.5kW. Aber soll ich mich das wirklich trauen? Was, wenns dann doch eng wird?

Was Du oben mit den 8K beim Heizstab schreibst muss ich erst in einer ruhigen Minute durchdenken, insbesondere auch die Konsequenzen. Theoretisch wäre es denkbar, den HS durch eine zusätzliche Ansteuerung zwangsweise zu aktivieren. Man müsste nur wissen, wann das zu erfolgen hat.

Zitat:
Wenn LWWP gesetzt ist, ist die Geisha vom Preis-/Leistungsverhältnis top.

Eben. Aber die Geisha hat doch auch noch Schwestern? Die grösseren Monoblöcke können leider nicht kühlen. Im Moment liebäugele ich mit den 7kW und 9kW als Split. Panasonic bietet ja Kältemittelinbetriebnahme als Dienstleistung an. Die Frage ist, ob ich das als Privatperson bei einem importierten Gerät in Anspruch nehmen kann.

Zitat:

Der erste Abbrand macht den Ofen und die Wassertasche warm, da ist noch nichts in den Speicher geflossen. Das Wohnzimmer ist aber eigentlich schon zu warm. Dann musst du mindestens noch zwei mal nachlegen, damit sich das lohnt - im Wohnzimmer sind es mittlerweile muckelige 28 Grad ;-)

Ich hätte da die Hoffnung, dass die KWL die Wärme zumindest teilweise in das restliche Haus befördern würde. Funktioniert das nicht?

Die Wassertasche hätte den Vorteil, dass sie die hohen WW-Temperaturen bereiten könnte. Das ist ja immer die Achilles-Ferse bei Wärmepumpen.

Verfasser:
jw
Zeit: 08.11.2016 23:19:56
0
2429838
Zitat von skyme Beitrag anzeigen
WW-Speicher in Garage: Stop! Geht's nicht anders?

Leider nicht. Wir haben keinen Keller.

Zitat:
Die Garage ist doch außerhalb der thermischen Hülle, oder?

Jein.

Garage wird gedämmt (wenn auch nicht so gut wie der Rest des Hauses).

Der Technikraum bekommt zusätzliche Dämmung.

Zitat:
>>In der Brechnung steht 3.6K. Das passt dann wohl auch nicht zu Heizlast/Durchfluss?
Stehen die 3,6K für diesen Raum, oder für den ganzen Verteiler?

Für den Raum.

Zitat:
Kannst du die Berechnung hochladen?

Mach ich.

Verfasser:
jw
Zeit: 09.11.2016 00:13:17
0
2429850
Hier nun die Heizlastberechnungen:

Die erste, umfangreiche, 58 Seiten

Nachdem ich gemeckert habe (VL=35, Durchfluss teilweise 0.2, stark unterschiedliche Rohrlängen) wurde eine zweite mit VL=32 angefertigt:

Die zweite, gekürzte, 8 Seiten

Verfasser:
jw
Zeit: 09.11.2016 13:08:39
0
2430006
Ich hab jetzt mal

1. die Daten des deutschen Wetterdienstes (nächste Grosstädte Karlsruhe+Mannheim, jeweils 100 Jahre) ausgewertet
2. für die jeweiligen Temperaturen die Heizlast errechnet
3. die Daten der Kompakt-Geisha (kW/COP) interpoliert
4. die obigen Daten in einen grossen Mixer geworfen

Betrachtet habe ich dabei nur Oktober bis März

Das ist dabei herausgekommen:

Legende:

Temp: Temperatur
cnt: Anzahl Tage pro Jahr mit dieser Temperatur
cum: Anzahl Tage pro Jahr mit Temperatur niedriger oder gleich
hl: Heizlast bei dieser Tempertur
hlv: Heizlast, die der Verdichter bei dieser Temperatur erbringen kann
hlhs: Heizlast, die der Heizstab bei dieser Temperatur beisteuern muss
WM: Wärmemenge, die im gesamten Jahr bei dieser Temperatur bereitet werden muss
wmCum: Wärmemenge, die im gesamten Jahr bei dieser Temperatur oder niedriger bereitet werden muss
wmhsCum: Wärmemenge, die im gesamten Jahr bei dieser Temperatur oder niedriger durch den Heizstab bereitet werden muss
cop: COP bei dieser Temperatur
kWh: Strombedarf bei dieser Temperatur

Temp cnt cum hl hlv hlhs WM wmCum wmhsCum cop kWh
-18°C: 0.01 0.015 8.411 4.791 3.620 2 2 1 2.1 2
-17°C: 0.01 0.030 8.212 4.817 3.394 2 5 2 2.2 1
-16°C: 0.03 0.059 8.013 4.844 3.169 5 11 4 2.3 3
-15°C: 0.07 0.129 7.814 4.870 2.944 12 24 9 2.5 8
-14°C: 0.10 0.228 7.615 4.896 2.719 18 42 16 2.6 10
-13°C: 0.11 0.337 7.415 4.923 2.492 19 62 22 2.7 11
-12°C: 0.17 0.505 7.216 4.949 2.267 29 91 31 2.8 16
-11°C: 0.38 0.881 7.017 4.975 2.042 63 154 50 2.9 33
-10°C: 0.61 1.495 6.818 5.001 1.817 100 255 76 3.0 51
-9°C: 0.63 2.124 6.619 5.027 1.591 99 354 101 3.1 48
-8°C: 0.87 2.990 6.419 5.054 1.365 133 488 129 3.3 60
-7°C: 1.10 4.094 6.220 5.080 1.140 164 653 159 3.4 70
-6°C: 1.59 5.683 6.021 5.043 0.978 229 882 196 3.4 93
-5°C: 2.06 7.743 5.822 5.007 0.815 287 1170 237 3.5 111
-4°C: 3.27 11.015 5.623 4.970 0.653 441 1612 288 3.5 161
-3°C: 3.67 14.688 5.424 4.933 0.491 478 2090 331 3.6 163
-2°C: 5.61 20.302 5.224 4.897 0.327 703 2794 375 3.7 224
-1°C: 6.74 27.040 5.025 4.860 0.165 812 3606 402 3.7 238
0°C: 10.34 37.376 4.826 4.823 0.003 1197 4804 403 3.8 318
1°C: 10.66 48.040 4.627 4.627 0.000 1184 5988 403 3.8 309
2°C: 13.15 61.188 4.428 4.428 0.000 1397 7385 403 3.9 360
3°C: 12.13 73.317 4.228 4.228 0.000 1230 8616 403 4.1 297
4°C: 15.14 88.455 4.029 4.029 0.000 1463 10080 403 4.4 332
5°C: 12.65 101.104 3.830 3.830 0.000 1162 11242 403 4.7 249
6°C: 14.83 115.931 3.631 3.631 0.000 1292 12534 403 4.9 263
7°C: 12.02 127.955 3.432 3.432 0.000 990 13525 403 5.2 191
8°C: 13.07 141.030 3.233 3.233 0.000 1014 14539 403 5.4 186
9°C: 10.17 151.203 3.033 3.033 0.000 740 15280 403 5.7 130
10°C: 9.83 161.030 2.834 2.834 0.000 668 15948 403 5.9 112
11°C: 6.33 167.356 2.635 2.635 0.000 400 16348 403 6.2 64
12°C: 5.87 173.223 2.436 2.436 0.000 342 16691 403 6.5 53
13°C: 3.82 177.040 2.237 2.237 0.000 204 16896 403 6.7 30
14°C: 2.94 179.980 2.037 2.037 0.000 143 17040 403 7.0 20
15°C: 1.75 181.728 1.838 1.838 0.000 77 17117 403 7.2 10
16°C: 1.20 182.931 1.639 1.639 0.000 47 17164 403 7.5 6
17°C: 0.51 183.446 1.440 1.440 0.000 17 17182 403 7.8 2
18°C: 0.30 183.748 1.241 1.241 0.000 8 17191 403 8.0 1
19°C: 0.10 183.847 1.042 1.042 0.000 2 17193 403 8.3 0
20°C: 0.06 183.906 0.000 0.000 0.000 0 17193 403 8.5 0
Tage: 183
WM-Summe: 17193 kWh
Strom-Summe: 4252 kWh
COP: 4.04
Kosten: 1275.73



Hier sieht man nun schön, dass...

1. bei kälter als -3°C lediglich 10% des Gesamtwärmebedarfes benötigt wird
2. bei Normaussentemperatur oder kälter gerade einmal 0.5% (= 91/17193) der Gesamtwärmemenge benötigt wird
3. der Heizstab über das gesamte Jahr in der Summe 403kWh beiträgt. Das sind derzeit 10 Euro pro Monat
4. ab -16°C werden die 3kW für den Heizstab überschritten, und es wird eng. Das ist durchschnittlich an 0.05 Tagen (oder 1.2 Stunden) pro Jahr der Fall.

Das scheint mir vom Risiko her überschaubar zu sein. Die Frage ist, ob ich mich auf die U-Werte aus der EnEV verlassen kann.

PS: Die Tabelle ist wie immer schlecht lesbar. Kennt denn niemand einen Trick, wie man hier im Forum eine nicht-proportional-Schrift einzustellen?

Verfasser:
Motzi1968
Zeit: 09.11.2016 18:39:44
0
2430152
OG

Schnitt

Würde eine WH unters Fenster und daneben platzieren, da ist keine Technik in/an der Wand, trifft die Dusche (sehr behaglich) und ums Fenster rum hat das Bad ja eine etwas höhere Punktheizlast.
Bei 1,855 BH geht da ja einiges an Rohr unters Fenster, daneben halt nur bis zur Schrägen.
Die schätze ich mal ganz grob auf 6-7m².

Wenn Du 17x2er Rohr als FBH nimmst und die Kreise sind alle 85m lang, dann würde man die WH mit 60m 16x2er Rohr dimensionieren.
Kannst hier auf gleichen DV im Zweifel immer nachrechnen lassen. Auf ein mbar kommt es nicht...
http://www.druckverlust.de/Online-Rechner/
(laufen hier ab 1,5l/min übrigens turbulent... da holste noch einen Schnaps mehr Leistung/m² aus den beheizten Flächen. ;-)

Sagen wir mal 2*5m Anbindung bis zum HKV im OG, dann blieben von 60m 50m für die WH.
Das ergibt dann einen schönen VA von ca. 15.
Ist die Wand größer machst Du halt zwei Reihen 20 (oder so) und ist sie kleiner, halt ein paar Reihen 10er.
Halt passend machen.
Wichtig ist, dass vollflächig bwelegt wird. Erschlossende Fläche ist wertvoller als der VA.


Links stellst Du Dir die Schräge vor und rechts oben das Fenster. Vorlauf nach oben.


Sollen noch weitere "Komfortzonen" mit WH bedacht werden?
EG/DG WC?
Büro/Arbeiten?


Grüße
Motzi1968

Verfasser:
jw
Zeit: 09.11.2016 21:13:39
0
2430233
Zitat von Motzi1968 Beitrag anzeigen

Würde eine WH unters Fenster und daneben platzieren, da ist keine Technik in/an der Wand, trifft die Dusche (sehr behaglich) und ums Fenster rum hat das Bad ja eine etwas höhere Punktheizlast.

Gute Idee! An der Aussenwand macht eine WH ja auch am meisten Sinn, oder? In der Dusche muss aber die Armatur an die Aussenwand. Stört die?

Zitat:
Sollen noch weitere "Komfortzonen" mit WH bedacht werden?
EG/DG WC?
Büro/Arbeiten?

Ja, das wären gute Kandidaten.

WH an der Aussenwand in EG-WC/Dusche wäre komplett in der Duschkabine. Wären aber lediglich 2qm. Macht das so Sinn?

WH in der Dusche im Dachgeschoss wird wohl ebenfalls nur etwa 2qm abdecken. Bringt das was?

Eine WH in der Wand zwischen Wohnzimmer und Arbeitszimmer würde in beide Räume Wärme bringen. Wäre also ideal. Allerdings wird der Wohnzimmerschrank an diese Wand geschraubt(!), und würde wohl auch den Wärmefluss Richtung WZ dämmen. An der Sitzgruppe wird wohl kaum noch was ankommen.

Ausserdem hat der EG-Verteiler jetzt schon 10 Kreise, wenn ich den Überblick noch nicht verloren habe. Ab dem dreizehnten muss ein zweiter Verteiler her?

Im Wohnzimmer habe ich noch Bedenken wegen der zwei grossen Schiebetüren zur Terrasse mit insgesamt 14qm Fläche. Da wäre vielleicht auch eine Randzone sinnvoll. WH wird da wohl nicht gehen.

Verfasser:
jw
Zeit: 11.11.2016 08:13:46
0
2430768
Zitat von skyme Beitrag anzeigen
Der erste Abbrand macht den Ofen und die Wassertasche warm, da ist noch nichts in den Speicher geflossen. Das Wohnzimmer ist aber eigentlich schon zu warm. Dann musst du mindestens noch zwei mal nachlegen, damit sich das lohnt - im Wohnzimmer sind es mittlerweile muckelige 28 Grad ;-)

Stimmt das denn so?

WZ+Essecke+Küche sind ja ein grosser Raum. Mit einer HL von insgesamt von 1.25kW. Der Holzofen liefert nun 2kW in diesen Raum, der Rest geht ins WW. Ein Teil dieser Energie wird durch die KWL abtransportiert. Der Energieeintrag durch die FBH sollte durch den Selbstregeleffekt zurückgehen.

Die Überhitzung sollte sich doch in Grenzen halten?

Ist das zu naiv gedacht?

Verfasser:
skyme
Zeit: 11.11.2016 09:10:36
1
2430790
Moin!

Die KWL ist sicherlich ein Pluspunkt, den ich bei mir zu Hause nicht habe. Das kann ich daher leider aus der Praxis nicht beurteilen. Wobei: Wenn das so gut mit dem Verteilen klappt, dann braucht man ja keinen wasserführenden Ofen, oder? WW-Bereitung ist natürlich ein Punkt, da hilft dir der Ofen aber mehr in Richtung Effizienz der Wärmepumpe (was du mit teurem Holz bezahlst), aber nicht so sehr bei der fehlenden Heizlast von 2kW. Will heißen: Dadurch, dass du der Geisha die eine Stunde WW-Bereitung abnimmst, bekommt sie ja nicht 24h * 2kW = 48kWh mehr Wärmeenergie ins Haus (die dir von 5 zu 7 kW fehlen). Sondern 5.

Was ist das denn für ein Ofen? Ich habe schon recht viel Geld ausgegeben, um einen mit 3kW Luft / 5kW Wasser zu ergattern (war teurer als die Geisha, Olsberg Nevado Aqua) . Und trotzdem halte ich die 3/5 für reine Laborwerte. Wenn ich an einem Abend 10 kg Holz verbrenne (was rechnerisch ca. 45kWh sind), dann packe ich damit knapp 10kWh ins Wasser. Der Rest geht in die Raumluft.
2 zu 6kW kann ich mir kaum vorstellen.

Zu deinen Zahlen: Naja, die angegebene Heizlast von 1,25kW hast du ja nur, wenn draußen -12°C sind, also für ein Delta drinnen/draußen von ca. 32K. Lassen wir die KWL mal außen vor und sagen, dein Ofen produziert die ganze Zeit 2kW Luft und die FBH ist komplett aus: Dann reicht "das bischen" Mehrleistung schon für ein Delta von 51K, also für 39°C Raumtemperatur, wenn es draußen -12°C hat. :-) Nur zur Veranschaulichung, sind natürlich völlig unrealistische Annahmen.

Aber: Selbst in meinem Bau von 1978 reichen 5 anwesende Erwachsene im offenen Wohnzimmer, um die Raumtemperatur innerhalb von 4 Stunden um 2K zu heben.

Weiterer Punkt: Einen Luftofen kannst du auch mal auf "kleiner Flamme" brennen lassen. Beim wasserführenden ist das nicht angesagt, da dann der Wärmetauscher sehr schnell verdreckt. Dieser möchte übrigens gerne regelmäßig sauber gemacht werden, was im Wohnzimmer eine nicht zu unterschätzende Sauerei ist.

Also: Luftofen mit KWL und unterdimensionierter LWWP finde ich gut, das wasserführende würde ich mir schenken.

Beste Grüße, skyme

Verfasser:
jw
Zeit: 11.11.2016 10:44:38
0
2430842
Zitat von skyme Beitrag anzeigen

Die KWL ist sicherlich ein Pluspunkt, den ich bei mir zu Hause nicht habe. Das kann ich daher leider aus der Praxis nicht beurteilen. Wobei: Wenn das so gut mit dem Verteilen klappt, dann braucht man ja keinen wasserführenden Ofen, oder?

Naja, es ist wohl ein Unterschied, ob man 500 Watt zu verteilen hat oder 5kW, denke ich. Ersteres dürfte noch über Luft ganz gut funktionieren. Letzteres nicht mehr.

Zitat:

Was ist das denn für ein Ofen? Ich habe schon recht viel Geld ausgegeben, um einen mit 3kW Luft / 5kW Wasser zu ergattern (war teurer als die Geisha, Olsberg Nevado Aqua).

billig ist der nicht. Mit KWL ist halt raumluftunabhängig mit DIBT-Zulassung angesagt. Da schnellt der Preis in die Höhe...

Angeblich macht der 70% ins Wasser. Ob das in der Praxis funktioniert weiss ich nicht

Zitat:

Weiterer Punkt: Einen Luftofen kannst du auch mal auf "kleiner Flamme" brennen lassen. Beim wasserführenden ist das nicht angesagt, da dann der Wärmetauscher sehr schnell verdreckt. Dieser möchte übrigens gerne regelmäßig sauber gemacht werden, was im Wohnzimmer eine nicht zu unterschätzende Sauerei ist.

Das sind allerdings kräftige Argumente...

Zitat:
Also: Luftofen mit KWL und unterdimensionierter LWWP finde ich gut, das wasserführende würde ich mir schenken.

Drüben im anderen Thread scheint sich abzuzeichnen, dass man der Geisha noch etwas zusätzliche Leistung abringen könnte. Das wäre dann wohl der bessere Weg.

Nochmal zur FBH: gibt es da noch Verbesserungspotential? Insbesondere das grosses Wohnzimmer mit den grossen Fensterflächen macht mir da ein wenig Sorgen..

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Hilfe bei FBH-Auslegung?
Verfasser:
jw
Zeit: 11.11.2016 10:44:38
0
2430842
Zitat:
...

Die KWL ist sicherlich ein Pluspunkt, den ich bei mir zu Hause nicht habe. Das kann ich daher leider aus der Praxis nicht beurteilen. Wobei: Wenn das so gut mit dem Verteilen klappt, dann braucht man ja keinen wasserführenden Ofen, oder?
Naja, es ist wohl ein Unterschied, ob man 500 Watt zu verteilen hat oder 5kW, denke ich. Ersteres dürfte noch über Luft ganz gut funktionieren. Letzteres nicht mehr.

Zitat:
...

Was ist das denn für ein Ofen? Ich habe schon recht viel Geld ausgegeben, um einen mit 3kW Luft / 5kW Wasser zu ergattern (war teurer als die Geisha, Olsberg Nevado Aqua).
billig ist der nicht. Mit KWL ist halt raumluftunabhängig mit DIBT-Zulassung angesagt. Da schnellt der Preis in die Höhe...

Angeblich macht der 70% ins Wasser. Ob das in der Praxis funktioniert weiss ich nicht

Zitat:
...

Weiterer Punkt: Einen Luftofen kannst du auch mal auf "kleiner Flamme" brennen lassen. Beim wasserführenden ist das nicht angesagt, da dann der Wärmetauscher sehr schnell verdreckt. Dieser möchte übrigens gerne regelmäßig sauber gemacht werden, was im Wohnzimmer eine nicht zu unterschätzende Sauerei ist.

Das sind allerdings kräftige Argumente...

Zitat:
...
Also: Luftofen mit KWL und unterdimensionierter LWWP finde ich gut, das wasserführende würde ich mir schenken.

Drüben im anderen Thread scheint sich abzuzeichnen, dass man der Geisha noch etwas zusätzliche Leistung abringen könnte. Das wäre dann wohl der bessere Weg.

Nochmal zur FBH: gibt es da noch Verbesserungspotential? Insbesondere das grosses Wohnzimmer mit den grossen Fensterflächen macht mir da ein wenig Sorgen..
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