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Hygiene in Trinkwasserinstallationen

Autoren
OldBo
24.07.2020
Immer wieder führen Bakterien (Pseudomonas aeruginosa, Legionella pneumophila) und Viren aus dem Trinkwasser zu Infektionen. Da sich die verschiedenen Bakterien im Trinkwasser bei bestimmten Temperaturen vermehren, sollte die Temperatur im Kaltwasser 25 °C nicht über- und im Warmwasser 55 °C nicht unterschreiten.

Immer wieder führen Bakterien (Pseudomonas aeruginosa, Legionella pneumophila) und Viren aus dem Trinkwasser zu Infektionen. Da sich die verschiedenen Bakterien im Trinkwasser bei bestimmten Temperaturen vermehren, sollte die Temperatur im Kaltwasser 25 °C nicht über- und im Warmwasser 55 °C nicht unterschreiten.

Die meisten Fehler entstehen schon bei der Wahl des richtigen Rohrleitungssystems und dessen Auslegung (Rohrweiten, Wärmedämmung). Auch in einem Einfamilienhaus sollte die Auslegung nicht "über den Daumen" gemacht werden. Weitere Mängel sind immer wieder bei der hygienischen Installation (Verschmutzung der Bauteile und Rohre auf der Baustelle) bzw. Inbetriebnahme (fehlende Spülung und Reinigung vor der Endmontage) festzustellen. Und dann kommen noch die Fehler bei dem Betrieb der Anlage (zu hohe bzw. zu niedrige Temperaturen, Stagnation) dazu.

Auch eine Biofilmbildung sollte vermieden werden.

Trinkwasser ist ein Lebensmittel - warum wird es nicht so behandelt?

Der von der Bundesregierung und den Bundesländern angeordnete Lockdown zur Eindämmung der Coronainfektionen erfordert vielerorts die Schließung der öffentlichen Gebäude. Aber auch Zweitwohnungen, Ferienwohnungen, Hotels, Gaststätten, usw. sind von dieser Vorgabe betroffen. Das wirkt sich häufig auch auf die Trinkwasserhygiene aus: Denn stehendes Wasser verkeimt schneller und birgt so eine mögliche Gesundheitsgefahr. Hier besonders eine mögliche Legionellenproblematik.

Coronakrise – Folgen des Lockdowns für die Trinkwasserhygiene

Corona-Krise: Leitungen nach Wiederinbetriebnahme spülen
Planung und Installation
Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
 Doppelwandscheibe (oben), Wandscheiben-T-Stück (links unten), Doppelwandscheibe (rechts unten)
Quelle: Viega GmbH
Leitungsanordnung im Installationsschacht<br />1 Heizungsvorlauf 2 Heizungsrücklauf 3 Trinkwasser (warm) 4 Trinkwasser-Inliner-Zirkulation 5 Schmutzwasser 6 Trinkwasser (kalt)
 Leitungsanordnung im Installationsschacht
1 Heizungsvorlauf 2 Heizungsrücklauf 3 Trinkwasser (warm) 4 Trinkwasser-Inliner-Zirkulation 5 Schmutzwasser 6 Trinkwasser (kalt)
Quelle: Viega GmbH
Bei der Planung und Installation von Trinkwasserinstallationen sollten folgende Punkte beachtet werden:
          • Werkstoffwahl nach DIN 1988, DIN 50930-6 und DIN EN 12502
          •  Einsatz von Produkten mit anerkannten Prüfzeichen (z. B. DIN-DVGW, DVGW- oder GS-Zeichen)
          •  Ermittlung minimaler Wasservolumen
          • Ring- oder Reihenleitungssystem planen
          •  Maximal möglichen Abstand von Trinkwasserleitungen (kalt) zu Wärmequellen planen
          •  In Schächten und abgehängten Decken für ausreichende Dämmung der Trinkwasserleitungen (kalt und warm) sorgen
          • Apparate zur Nachbehandlung von Trinkwasser (kalt) nicht in Räumen mit Temperaturen > 25 °C installieren
          •  Solltemperatur (> 55°C) in der Trinkwassererwärmung und -verteilung sicherstellen
          • Hydraulischen und thermischen Abgleich im Zirkulationssystem gewährleisten
          •  In öffentlichen Gebäuden und größeren Wohnbebäuden Probenahmeventile vorsehen
          • Automatische Spüleinrichtungen in Anlagen, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden (Schulen, Turnhallen, Kindergärten und Kitas während der Schulferien, Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Hotels in der Nebensaison, Krankenhäuser, Gewerbebetriebe während der Betriebsferien) vorsehen.
          • Einzelsicherungen wählen
          •  Wenn möglich, auf Membranausdehnungsgefäße in TWW-Anlagen verzichten
          •  Minimierung von Stagnation – z. B. Bypass-Strecken und Entleerleitungen vermeiden, keine Reserven einplanen
          •  Totstrecken von bestehenden Anlagen abtrennen
          • Feuerlöschleitungen von Trinkwasseranlagen trennen
          •  Trockene Dichtheitsprüfungen bevorzugen
    Bei der Auswahl der Materialien ist darauf zu achten, dass diese keine unerwünschten Nährstoffe in das Trinkwasser abgeben. Nach der Trinkwasser-Verordnung (TrinkwV 2001, ab Oktober 2011 - TrinkwV 2011) darf von Werkstoffen keine unzulässige Veränderung der Trinkwasser-Qualität ausgehen. Außerdem sind die ergänzenden Regelwerke DIN 50 930-6, die Anforderungen der Kommission Trinkwasser (KTW) und das DVGW-Arbeitsblatt W 270 - Einfluss werkstoffseitiger Parameter auf die Trinkwasser-Beschaffenheit, zu beachten.

    Die Rohrleitungen müssen so verlegt werden, dass jedes Rohr mit der vorgeschriebenen Dämmschichtdicke (Warmwasserleitungen nach EnEV 2009, Anlage 5 und Kaltwasser nach DIN 1988-2) fachgerecht gedämmt werden kann. Je nach der Dämmstoffart können diese Abstände verschieden groß sein. Diese Abstände bestimmen dann die Maße der Schächte, Kanäle und Wand- und Deckendurchführungen. Kaltwasserleitungen sollten nicht unter Fußbodenheizungen verlegt werden, weil hier auch mit ausreichender Dämmung das Wasser über 25 °C erwärmt werden kann.

    Schon bei der Herstellung, dem Transport, der Lagerung und Montage werden die Weichen für eine hygienische Trinkwasserinstrallation gestellt. So muss es selbstverständlich sein, dass alle mit dem Trinkwasser in Berührung kommenden Teile vor Verunreinigungen geschützt werden. Das erreicht man dadurch, dass man alle Schutzvorrichtungen (Schutzkappen auf den Rohrenden, Folienverpackungen der Fittings und Bauteile) erst unmittelbar vor der Montage entfernt werden.

    Eine Trinkwasserinstallation sollte eigentlich nur noch mit eiiner trockenen Dichtheitsprüfung auf Dichtheit geprüft werden. Vor allen Dingen dann, wenn zwischen der Dichtheitsprüfung und der Inbetriebnahme ein längerer Zeitraum oder die Prüfung während einer Frostperiode durchgeführt werden muss und nicht gefüllt bleiben kann. .Die nasse Dichtheitsprüfung mit Trinkwasser wird nur noch bei Anlagen empfohlen, die kurzfristig nach der Prüfung in Betrieb gehen, was in den meisten Einfamilienhäusern der Fall ist. Dem Betreiber der Anlage ist ein Protokoll der Dichtheitsprüfung und ein Inbetriebnahme- und Einweisungsprotokoll zu übergeben.
    Betrieb
    Bei dem Betrieb einer Trinkwasserinstallation muss der Betreiber seinen Pflichten nachkommen. So ist er gemäß der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001/2011) für die ordnungsgemäße Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Trinkwasserinstallation ab dem Hausanschluss (mit Ausnahme des Wasserzählers) inkl. einer regelmäßigen Wasserentnahme verantwortlich. Die Nichteinhaltung wesentlicher Parameter stellt einen Straftatbestand dar. Bei der Übergabe eines Objektes ist der Betreiber deshalb besonders darauf hinzuweisen, dass er ab diesem Zeitpunkt für einen regelmäßigen und vollständigen Austausch des Trinkwassers und den bestimmungsgemäßen Betrieb Sorge zu tragen hat, und zwar an allen Entnahmestellen.

    Anlagen, die einer erhöhten Hygienemaßnahmen erfordern (z. B. Lebensmittelbetriebe, Krankenhäuser, Seniorenpflegeheime), muss ein Hygieneplan mit dem Betreiber, einem Hygieniker, der zuständigen Gesundheitsbehörde und dem Wasserversorgungsunternehmen abgestimmt werden. Dieser Hygieneplan der Trinkwasserinstallation ist dabei nutzungs- und anlagenspezifisch zu erstellen und muss Angaben über den bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation bzw. bestimmungsgemäßen Verwendung der Bauteile enthalten. Grundsätzlich wird ein Inspektions- und Wartungsvertrag mit einem Fachbetrieb empfohlen. In Großanlagen können die Inspektions- und Wartungsarbeiten auch durch speziell ausgebildetes, eigenes Fachpersonal (Haustechniker) durchgeführt werden.
    Nutzungsbedingungen einer Trinkwasserinstallation
    So wie es keine gleichen Gebäude gibt sind auch die Nutzungsbedingungen unterschiedlich. Da aber Nutzungsunterbrechungen (Stagnation) möglichst kurz sein sollten, bleibt es nicht aus, dass ungenutzte Bereiche entweder abzusperren oder regelmäßig zu spülen sind. Nur so sind negative Einflüsse (z. B. Rückkeimung) auf andere Leitungsbereiche der Installation auszuschließen. Auf Grund der Art und Intensität der Nutzung kann man Anlagen in verschiedene Typen einteilen.
    • Typ 0: Nutzung kaum unterbrochen, z.B. voll genutztes Wohnhaus
    • Typ 1: Zimmer-/ Wohnungsweise Nutzungsunterbrechung, z.B. Hotels, Krankhäuser, Ferienwohnungen
    • Typ 2: Etagenweise Nutzungsunterbrechung, z.B. Geschäftshaus mit gemischter Nutzung, leerstehende Wohnungen
    • Typ 3: Gebäudeweise Nutzungsunterbrechung z.B. Schule, Saisonhotel, Ferienwohngen
    In Gebäuden mit dem Nutzungstyp 0 sollte es eigentlich keine hygienischen Probleme geben, wenn das richtige Leitungssystem ausgewählt wurde.

    In Gebäuden mit den Nutzungstypen 1 bis 3 sind bedarfs- und volumengesteuerte Maßnahmen des Wasseraustauschs sinnvoll. Hier kann bei Typ 1 die Ausstattung jedes Zimmers mit einer Betätigungsplatte, z. B. mit der Viega Hygiene+ Funktion, zu hygienischen Wasserverhältnissen sorgen. Diese Spülstation spült automatisch nach einem individuell einstellbaren Zeitintervall (z. B. 3 mal wöchentlich, ein Wasservolumen von 3 l).
    Bei Typ 2 werden die Stockwerksleitungen mit einer Betätigungsplatte, z. B. mit der Viega Hygiene+ Funktion, automatisch gespült (z. B. 3 mal wöchentlich ein Wasservolumen von 4 l).
    Bei Typ 3 werden die Stockwerksleitungen mit Betätigungsplatte mit Viega Hygiene+ Funktion und/oder Visign-Urinal-Spülsystem mit 24-h-Intervall-Spülung ausgestattet.
    eFlow® Hygienekonzept
    eFlow® Steuer- und Überwachungsset
     eFlow® Steuer- und Überwachungsset
    Quelle: ABA BEUL GmbH
    Das eFlow® Hygienekonzept bewirkt geplante vollautomatische Zwangsspülungen und stellt einen hygienekonformen Betrieb einer Trinkwasserinstallation sicher. Das System besteht aus einer Hygienesteuerung (Steuerzentrale), die die Steuer- und Überwachungssets (eControl, freier Auslauf und Temperatur- und Durchflusssensor) miteinander verbindet.

    Bis zu 8 Steuer- und Überwachungssets können gleichzeitig betrieben werden. Dabei können die Parameter (Temperatur, Spülzeitpunkt, Spülmenge) für Kalt- und Warmwasserstränge einzeln individuell konfiguriert und per Speichermedium dauerhaft protokolliert werden, so dass der hygienische Betrieb der Anlage jederzeit nachweisbar ist.

    Die Programmierung und Konfiguration findet über Ethernet (onboard) statt und die Kommunikation ist per Modbus IP oder BACnet IP zur Anbindung an Fremdsysteme oder übergeordnete Gebäudeleittechnik möglich. Die Ereignisse werden in der Benutzeroberfläche visuell und detailliert angezeigt. Zusätzlich kann eine Meldung per E-Mail eingerichtet werden. Eine historische Datenaufzeichnung (Temperaturverläufe, Spülzeiten, Spülvolumen) erfolgt auf einer integrierter SD-Karte.

    Folgende Spülszenarien können über die eFlow-Software per Datenkabel oder WLan über PC, Tablet-PC oder Smartphone konfiguriert werden:

    1. Spülen nach Zeitplan
    Spülung der Trinkwasserleitung in definierten Mengen und Zeitabständen
    2. Spülen nach Temperatur
    Spülung der Trinkwasserleitung bei Abweichungen definierter Temperaturen
    3. Spülen nach Plan und nutzungsverhalten
    Spülung der Trinkwasserleitung unter Berücksichtigung von Verbrauch und Zeitplan
    4. Spülen mit Automatik
    Spülung der Trinkwasserleitung unter Berücksichtigung von Verbrauch, Zeitplan und Temperatur
    Das Einbinden einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) kann sinnvoll sein, um bei bei einem Stromausfall den automatischen Schließvorgang evtl. geöffneter Ventile zuverlässig durchzuführen.

    Diese Sicherungseinrichtung erfüllt die in der Trinkwasserverordnung vorgeschriebene Maßnahmen zur Trinkwasserhygiene. Danach sind Einrichtungen zur Vermeidung von Kontaminationen des Trinkwassers durch Bakterien oder Viren vorgeschrieben.

    Diese können durch lange Stagnationszeiten des Trinkwassers in der Rohrinstallation auftreten, da stehendes Wasser einen idealer Nährboden für solche Erreger ist. Auch wenn das Wassersystem richtig geplant und installiert wurde gibt es Anlagen, die über einen längeren Zeitraum nicht genutzt werden (Schulen, Turnhallen, Kindergärten und Kitas während der Schulferien, Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Hotels in der Nebensaison, Krankenhäuser, Gewerbebetriebe während der Betriebsferien).
    Elektronisch gesteuerte Betätigungsplatte - Spülstation
     Betätigungsplatte - Programmierung durch Magnet-Schlüssel
     Betätigungsplatte - Programmierung durch Magnet-Schlüssel
    Quelle: Viega GmbH & Co. KG
    Spülstation im Reihen- und Ringleitungssystem
     Spülstation im Reihen- und Ringleitungssystem
    Quelle: Viega GmbH & Co. KG
    In öffentlichen und gewerblichen Gebäuden mit Nutzungsunterbrechungen (Krankenhäuser, Hotels, Schulen, Kindergärten, Kitas) sind die hygienische Anforderungen an die Trinkwasserinstallation besonders zu beachten. Hier kann die Stagnation in den Trinkwasserleitungen (Kalt- und Warmwasser) von Hand durch den Haustechniker bzw. Hausmeister (Facility Manager) unterbrochen werden. Da hier der Aufwand ziemlich groß ist, weil besonders bei verzweigter Leitungsführung (Einzelzuleitungen oder T-Stück-Installation) jede Auslaufarmatur betätigt werden muss.

    Der Einsatz einer elektronisch gesteuerten Betätigungsplatten mit einer Spülstation in Verbindung mit der Reihen- oder Ringleitungs-Installation ist die ideale Lösung, um die Trinkwassergüte an jeder Entnahmestelle sicherzustellen.

    Die Betätigungsplatte, die am Ende einer Reihen- oder Ringleitung montiert wird, gewährleistet den bestimmungsgemäßen Betrieb durch eine dezentrale, individuelle Auslöseautomatik, die den Wasseraustausch sowohl zeit- als auch volumenbezogen über eine spezielle Programmierung steuert. Alle Entnahmestellen werden dazu durch eine „eingeschleifte“ Trinkwasserrohrverlegung, z. B. mit Doppelwandscheiben von Armaturanschluss zu Armaturanschluss, installiert.

    Die in die Betätigungsplatte integrierte Steuerung registriert die ausbleibende Trinkwasserentnahme und stellt nach einem individuell programmierbaren Zeitraum den bestimmungsgemäßen Betrieb selbsttätig her. Verkeimungen durch Stagnation werden vermieden. Außerdem erfolgt der Wasseraustausch mengenorientiert, d. h. sie entspricht ausschließlich dem erforderlichen Volumen des zu spülenden Installationsabschnitts.

    Vorteile
    • kein unnötig erhöhter Wasserverbrauch
    • keine unnötig erhöhten Abwassergebühren
    • uneingeschränkte Stockwerks- und Nasszellenmöglichkeiten durch freie Wahl der Stockwerksleitungsführung (z. B. als Reihen- oder Ringleitungen)
    • hygienische Nutzung durch berührungslose, elektronische Betätigungsplatte „sensitive“ (die Programmierung erfolgt ohne Werkzeug über die Sensorfläche)
    • einstellbare Zeitintervalle: 1-mal, 2-mal, 3-mal wöchentlich, 2- oder 4-wöchentlich
    • einstellbare Spülvolumina [Liter]: 3 / 4 / 5 / 6 / 7 / 9
    • kombinierbar mit UP-Spülkästen mit 2-Mengen-Technik nachrüstbar, sofern 230V-Anschluss, Reihen-/ Ringleitungsinstallation und Leerrohr für Steuerleitung vorhanden sind
    MHS Vitalsystem
    Wasserkreislauf im Haushalt mit Vitalbox
     Wasserkreislauf im Haushalt mit Vitalbox
    Quelle: MHS Montagesysteme für Heizung und Sanitär GmbH
    UNIBOX
     UNIBOX
    Quelle: MHS Montagesysteme für Heizung und Sanitär GmbH

    Mit dem MHS-Vitalsystem wird das abgestandene Wasser (Stagnationswasser) aus den Kalt- und Warmwasserleitungen, die nach dem Reihenleitungssystem angeschlossen werden, zur WC-Spülung verwendet. Zuerst wird das stagnierte abgekühlte Warmwasser genutzt. Nachdem das Wasser erneuert wurde, schaltet ein Ventil um und nutzt das stagnierte Kaltwasser, das evtl. durch die Umgebungstemperatur erwärmt wurde, zur weiteren Spülung.

    Bei Geberit-WC-Spülkästen kann die Betätigungs-Drückergarnitur mit einer WIM-TEC-Steuerung ausgestattet werden. Diese löst nach einstellbaren Zeitabständen automatische Spülungen aus. Auch länger unbenutzte Sanitäreinrichtungen während längerer Urlaubszeiten, in Wochenendhäusern, Hotelzimmern, Gewerbebetrieben oder Gästebädern können in Verbindung mit dem MHS-Vitalboxsystem so aktiv gehalten werden.

    Quellen
    Viega GmbH, ABA BEUL GmbH, MHS GmbH
    Weitere Funktionen
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