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Autoren
OldBo
14.11.2021
Kontrollierte Wohnungslüftungen können in zentraler oder dezentraler Bauart ausgeführt werden. Welche Bauart in dem jeweiligen Gebäude eingesetzt wird, müssen der Planer und der Bauherr nach Abwägung der örtlichen Gegebenheiten und dem Vergleich der beiden Systeme entscheiden
Das Herz der Anlage
 Das Herz der Anlage
Quelle: Vallox GmbH
Plattenwärmetauscher
 Plattenwärmetauscher
Quelle: Hoval Gesellschaft mbH
Rotations-wärmetauscher
 Rotations-wärmetauscher
Quelle: Hoval Gesellschaft mbH
Plattenwärmetauscher-Prinzip
 Plattenwärmetauscher-Prinzip
Quelle: Bosy
Kontrollierte Wohnungslüftungen können in zentraler oder dezentraler Bauart ausgeführt werden. Welche Bauart in dem jeweiligen Gebäude eingesetzt wird, müssen der Planer und der Bauherr nach Abwägung der örtlichen Gegebenheiten und dem Vergleich der beiden Systeme entscheiden.

Dichte Gebäude sind eine Voraussetzung für eine kontrollierte Wohnungslüftung (KWL).

Da die Räume eines Gebäudes ein Bestandteil (Kanal zwische Zu- und Abluftdurchlass) einer funktionierenden raumlufttechnischen Anlage sind, ist es auch bei der Gebäudehülle genauso wichtig wie bei den Lüftungskanälen bzw. Luftleitungen, die Dichtheit zu prüfen. Viele, auch Fachleute, können sich nur schwer vorstellen, welche großen Luftmengen bei geringen Druckunterschieden durch schmale Spalte oder Fugen strömen können. So können bei einem Druckunterschied von 50 Pascal (Winddruck bei Windstärke 4 bis 5 Bft) durch die Fugen einer Dampfbremsfolie im Dachbereich, deren Stöße nur überlappt und nicht verklebt sind, runde 80 m³ je m² Dachfläche und Stunde durchkommen. Aber auch Tür- und Fensterfugen führen zu unkontrollierten Luftströmungen, die dann Probleme bereiten, so z. B. Schimmel, Bauschäden, bei starkem Wind unbehagliche Zugerscheinungen und "Kaltluftseen“, die das Gefühl von Fußkälte verursachen.

Die Dichtheit eines Gebäudes mit dem Blower-Door-Messverfahren nach der DIN 13829 - 2001-02 (Verfahren A - Gebäude im Nutzungszustand oder Verfahren B - Prüfung der Gebäudehülle) festgestellt.

Das Herzstück einer kontrollierten Wohnungslüftung ist das Lüftungsgerät (Zentralgerät). Diese besteht ausVentilatoren für Fort- und Außenluft und Wärmerückgewinnung (Kreuz-Gegenstrom- oder Rotationswärmetauscher), Filtereinheiten, einem Steuergerät (Regelung) und den Anschlussstutzen für Außen-, Fort-, Zu- und Abluft.

Bei den meisten kontrollierten Wohnungslüftungen wird eine Wärmerückgewinnung eingesetzt, mit dem die Zu- und Abluft im Lüftungsgerät, getrennt von hauchdünnen Blechen oder Kunststofffolien, im Wärmetauscher aneinander vorbei strömen. Bei etwa quadratischen Plattenwärmetauscher (Kreuzstrom-Wärmetauscher) lassen sich dabei etwa 60 % und bei langgezogen (Kreuzgegenstrom-Wärmetauscher) über 80 % der in der Abluft enthaltenen Wärme auf die Zuluft übertragen. Wichtig ist, dass die kalten Teile des Kanalsystems zwischen dem Lüftungsgerät und der Außenwand möglichst kurz und gut gedämmt sind. Sonst entstehen Schwitzwasser und unnötige Wärmeverluste.

Diese Anlagen sind die einfachste Art einer zentralen raumlufttechnischen Anlage.

Noch einen Schritt weiter geht das so genannte "Kompaktaggregat", das für die Wärmeversorgung von Passivhäusern eingesetzt werden kann. Die Abluft, die den Wärmetauscher verlässt, wird durch eine Kleinstwärmepumpe noch weiter heruntergekühlt. Die dabei gewonnene Wärme wird zur Beheizung des Gebäudes und zur Erwärmung des Trinkwassers eingesetzt.

Der Einsatz dieser Technik zur Raumheizung ergibt jedoch nur Sinn, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

• Der Wärmebedarf des Gebäudes muss durch optimale Dämmung, Einsatz von Dreischeibenglas und die Ausnutzung solarer Gewinne minimiert sein (Passivhaus bzw. KfW-40-Haus).
• Die Temperatur der von der Anlage angesaugten Luft sollte durch einen Erdwärmetauscher oder Luftbrunnen angehoben werden. Anderfalls könnte die Wärmepumpe bei Frost vereisen.
• Um die von der Wärmepumpe aufzubringenden Energiemenge möglichst klein zu halten, sollte zumindest für die Warmwasserbereitung eine thermische Solaranlage installiert sein. Besser ist eine Solaranlage mit größerer Kollektorfläche, die auch die Heizung mit unterstützt.

Neben dem Zentralgerät mit Ventilatoren für Fort- und Außenluft und Wärmerückgewinnung (Gegenstrom- oder Rotationswärmetauscher besteht eine zentrale Anlage außerdem aus

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