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Autoren
OldBo
10.03.2018
Kunststoffrohr-Systeme verlangen eine Systemtrennung der Wärmeerzeuger von den Flächenheizkreisen oder Kaltwassererzeuger von den Kühlkreisen durch eine Wärmetauschereinheit.
WILO-Safe-Systemtrennung
 WILO-Safe-Systemtrennung
Quelle: Wilo SE
CLlMATT®-Systemtrennung
 CLlMATT®-Systemtrennung
Quelle: PMS Systemtechnik
Quelle: OVENTROP GmbH & Co. KG
Kunststoffrohr-Systeme können eine Systemtrennung der Wärmeerzeuger von den Flächenheizkreisen oder Kaltwassererzeuger von den Kühlkreisen durch eine Wärmetauschereinheit     (Trennstationen) verlangen. Da alle Systembauteile im Sekundärkreislauf aus korrosionsfreien Werkstoffen gefertigt sind, kann eine Sauerstoffdiffusion durch Armaturen oder auch die Kunststoffbauteile keinerlei Schaden anrichten. Der Einsatz von Inhibitoren wird unnötig, eine Systemverschlammung ist dadurch ausgeschlossen. Gleichzeitig wird damit im Sekundärkreislauf ein in sich geschlossenes System geschaffen. Im Falle einer Undichtigkeit ist die maximal austretende Wassermenge auf ein Minimum begrenzt, da nur so viel Wasser austreten kann, bis der Druck im System abgebaut ist.

Besonders in metallischen Systemen werden häufig im Kreislauf Armaturen aus unlegiertem Stahl oder GG eingesetzt, da davon ausgegangen wird, dass aufgrund der Diffusionsdichtheit der Rohre kein Sauerstoffeintrag in das System erfolgt. Hierbei handelt es sich um ein Irrtum, da tatsächlich doch ein Sauerstoffeintrag durch Dichtungen und O-Ringe der Armaturen erfolgt. Wenn dann noch automatische Be- und Entlüftungsarmaturen in Aktion sind, dann sind auch solche Anlagen nicht sauerstoffdicht.

Bei einem Platten- oder Rohrwärmetauscher muss der Sekundärkreis genauso abgesichert werden wie der Wärmeerzeugerkreislauf selbst, er muss mit einem Membrandruckausdehnungsgefäß, einem Sicherheitsventil, Manometer und mit einem Füll- und Entleerungshahn ausgerüstet werden. Hier bieten sich auch die Multifunktionshähne an.

Mit dem Wärmeübertrager (Wärmetauscher) der "Regufloor HX" Regelstation erfolgt eine Systemtrennung in einen Primärkreis und einen Sekundärkreis. Der Primärkreis ist das Heizungssystem, der Sekundärkreis der Flächenheizungskreis. Damit lassen sich z. B. Flächenheizkreise mit diffusionsdurchlässigen Rohren anschließen, wie sie z. B. bei Altanlagen vorliegen, oder systembedingt bei neueren Rohren. Durch die Trennung wird ein Sauerstoffeintrag aus dem Flächenheizkreis in den Kesselkreis verhindert. Umgekehrt wird ein Eindringen von möglichen Korrosionsprodukten aus dem Kesselkreis in den Flächenheizkreis verhindert, und damit eine Verschlammung der Rohre.
Das Regulierventil auf der Primärseite regelt die eingestellte Vorlauftemperatur auf der Sekundärseite. Die Temperaturerfassung erfolgt mittels Tauchfühler auf der Sekundärseite.
Die Pumpe Grundfos „Alpha“ regelt die Pumpenleistung elektronisch nach dem aktuellen Heizwasserbedarf. Durch die Gehäuseausführung in Rotguss ist die Pumpe korrosionsbeständig. Quelle: OVENTROP GmbH & Co. KG

Bei einer richtigen Heizungswasseraufbereitung / Anlagenaufbereitung kann auf eine Systemtrennung verzichtet werden, was den Aufwand erheblich verringert.
Ist eine Systemtrennung wirklich notwendig?
Ob eine Systemtrennung überhaupt notwendig ist, das soll nicht weiter angesprochen werden. Ich meine, dass in den meisten Fällen eine Systemtrennung nicht notwendig ist, wenn man eine Anlage richtig aufbereitet. Hier streitet sich die Fachwelt. Wenn es dann noch Kesselhersteller gibt, die eine Aufbereitung verbieten, dann bleibt wirklich nur eine Trennung vom Kesselkreis übrig.

Der abgetrennte Kreis muss dann aber vollständig aus korrosionsbeständigem Material hergestellt werden. Schon eine Graugusspumpe oder eine Stahlheizfläche würden den Sinn einer Systemtrennung zunichte machen. Wenn man sich dann noch das nicht aufbereitete Heizungsfüllwasser ansieht, müsste man eigentlich für eine Aufbereitung sein.

Außerdem gibt es andere Hersteller, die eine Systemtrennung in ihren technischen Unterlagen zwingend vorschreiben, damit keine Garantie- oder Gewährleistungsansprüche verlorengehen.

An einer Meinung über dieses Thema ist der Autor über den Button "Nachricht an die Autoren" immer interessiert.
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Mastermind1 schrieb: Wie wäre es mit loctite 55 oder tangit unilock. Ich meine mein HB hat bei mir tangit genommen, da er viel im Krankenhaus Umfeld unterwegs ist. Hanf ist da wohl nicht mehr gewünscht/zugelassen.... Auch...
micha_el schrieb: Bei der aktuellen T-Cap mit R410 brauchst du die jährliche Dichtheitspüfung :-( Da sie mit 2,8 kg über der 2,4 kg Grenze liegt. Wenn du wartest bis die das neu Modell mit R32 in Deutschland erhältlich...
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