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Autoren
OldBo
26.04.2016
Im Gegensatz zur Nennlebensdauer der sicherheitsrelevanten Bauteile gibt die technische Lebensdauer den Zeitraum an, in dem die Bauteile physisch zur Verfügung stehen und den geforderten Eigenschaften ohne Einschränkungen entsprechen.

Im Gegensatz zur Nennlebensdauer der sicherheitsrelevanten Bauteile gibt die technische Lebensdauer den Zeitraum an, in dem die Bauteile physisch zur Verfügung stehen und den geforderten Eigenschaften ohne Einschränkungen entsprechen, also wenn die Nutzbarkeit und die vorgesehene Funktion eines Bauteils nicht mehr erfüllt werden kann und die Kosten für eine Bestandserhaltung höher sind als die Kosten zur Herstellung des jeweiligen Bauteils.

Die technische Lebensdauer stimmt mit der wirtschaftlichen Lebensdauer  (Nutzungsdauer) von Bauteilen nicht überein. Die Zeitunterschiede können erheblich sein.

Die technische Lebensdauer der Bauteile eines Gebäudes bzw. des gesamten Gebäudes ist von verschieden Einflüssen bzw. Faktoren abhängig.

Technische Lebensdauer von Bauteilen und Anlagen (Sanitär-Heizung-Klima)
(Richtwerte, die von Einzelfällen zum Teil weit abweichen können)

Anlagen

Bauteile

Statische Auswertung
Umfrage - BTE^ (Mittelwerte)
Zeit [a]

Empfehlungen
BTE^- Arbeitsgruppe
Zeit [a]

Feststoffbrennkessel (Koks, Kohle, Holz)
15- 25
15 - 25
Holzpellet-Heizkessel
15 -20
15 - 20
Gasheizkessel
18- 24
18
Gasheizthermen
19
20
Gasleitungen
34 - 56
40 - 60
Heizrohrleitungen
40
40
Pumpen; Motore
16
15
Brenner
17
20
Ölheizkessel
15 - 20
15 - 20
Heizölbehälter (Keller / Unterirdisch)
45 / 52
45
Schornstein (Edelstahl)
48
50
Schornstein (Formsteine)
59
60
Schornstein (Mauerwerk)
66
60
Blockheizkraftwerk, Kleinanlage
12- 18
12- 18
Fernwärmeübergabe
15- 18
15- 18
Wärmepumpenanlagen
18 -25
18- 25
Stahlradiatoren
38
40
Plattenheizkörper
30
40
Gussradiatoren
64
65
Flächenheizsysteme
46
50
Trinkwasserleitungen (kalt/warm) - verz. Stahlrohr
38
35
Trinkwasserleitungen (kalt/warm) - Kupfer
46
45
Trinkwasserleitungen (kalt/warm) - C-Stahl, Kunststoff- und Verbundrohre
-
50
Wasseraufbereitung
17
15
Sanitärobjekte
36
30
Duschabtrennungen (Alu / Kunststoff)
-
10 - 15
Duschabtrennungen (Glas)
-
15 - 20
Warmwasseranlage
-
20
Zentraler Trinkwasserwärmer
23
20
Durchlauferhitzer / Gas / Elektro
19
20
Thermische Solaranlage
22
20
RLT-Anlage
-
30
RLT-Anlage - Abluftanlagen
33
30
RLT-Anlage - Wärmetauscher
32
30
RLT-Anlage - Wärmerückgewinnung
26
30
RLT-Anlage - Lüftungsleitungen
32
30
Abwasserleitungen (PVC-, PP-Rohre)
51
70
Abwasserleitungen (Steinzeug)
68
60
Abwasserleitungen (Gussrohre)
50
50
Hebeanlagen
23
25
Dachentwässerung (Zinkblech)
33
30
Dachentwässerung (Kupferblech)
53
50
Dachentwässerung (Kunststoff)
26
20
Schneefänge (Zink)
33
30
Schneefänge (Stahl)
38
30
Photovoltaik-Anlagen (Regler)
10 - 15
10 - 15
Photovoltaik-Anlagen (PV-Zellen)
25
25
^ Bund Technischer Experten e.V.
Inspektionen zum Werterhalt eines Hauses
Jedes Haus wird im Laufe der Jahre aufgrund der Nutzung und Umwelteinflüsse altern und Verschleißerscheinungen zeigen. Ein Hausbesitzer sollte ein Interesse daran haben, den Wert des Hauses zu erhalten. Er sollte auch ohne fachliche Unterstützung sein Haus auf Sichtmängel durch regelmäßige Inspektionsgänge untersuchen. Dabei wird das gesamte Gebäude vom Keller bis zum Dach auf offensichtliche Mängel überprüft. Die Inspektionsgänge sollten systematisch vorgenommen werden, um den Instandsetzungsbedarf rechtzeitig festzustellen.

Bei den technischen Einrichtungen sollte der Hausbesitzer einen Fachmann hinzuziehen, der die Substanzschäden und Mängel beurteilen kann. Der Fachmann sollte ein unabhängiger Sachverständiger sein, der auf Honorarbasis arbeitet. Dieser wird die geeigneten Reparaturmaßnahmen anders beurteilen als ein ortsansässiger Handwerksbetriebe, da er keine finanzielle Eigeninteressen hat.

Eine regelmäßige Pflege lohnt sich, was für den Autobeitzer selbstverständlich ist, sollte dem Hausbesitzer verinnerlicht werden. Hier helfen Checklisten helfen, die die Schwachpunkte des Gebäudes auflisten und die Inspektionsintervalle empfehlen und die durchschnittliche Lebensdauer der einzelnen Bauteile bzw.Einrichtungen angeben.
Checkliste für 1/2- und 1-jährliche Inspektionen
Gebäudeteil

mittlere
Lebens-
dauer
a

1/2
jährlich

1
jährlich

Kunststoff-Dachbahnen
20/30
X
Dachanschlüsse
15/20
X
15/25
X
15/20
X
Holzanstrich außen
3/5
X
Metallanstr. außen
3/5
X
Heizungs—Kessel
15/40
X
— Ventile, Regelanlagen
30/40
X
— Heizöltank
15/30
X
— Brenner
10/15
X
10/30
X
Trinkwassererwärmer
10/20
X
10/15
X
Sicherungen
5/10
X
Elektrogeräte
15/20
X
Klingel- und Rufanlage
10/20
X
40/80
X
Antennenanlage
5/20
X
Fernsprechanlage
10/30
X
5/20
X
Holzzaun
20/30
X
Kiesbeläge
15/30
X
offene Holzkonstruktionen
10/15
X
Checkliste für 3- und 5-jährliche Inspektionen
Gebäudeteil

mittlere
Lebens-
dauer
a

3
jährlich

5
jährlich

Außentreppen
50/70
X
Schornsteinköpfe
25/30
X
Dachkonstruktion
80
X
Gebrannte Ziegel
80
X
Dachpfannen aus Beton
50/80
X
Asbest-, Faserzement
50/70
X
Zinkblechdeckung
10/40
X
Kiespreßdach
15/25
X
Pappdach
20/30
X
Schneefanggitter
20
X
Außenputz
40/80
X
Verfugung
25/50
X
Keramikplatten
40/60
X
Metallverkleidung
40/60
X
Weichholz-Fenster/Türen
30/35
X
Hartholz-Fenster/Türen
40/60
X
Kunststoff-Fenster/Türen
40/50
X
Metall-Fenster/Türen
40/60
X
Normal-Glas + Falz
40/60
X
Isolier-Glas + Falz
20/40
X
Holz- Rolladen
20/30
X
Kunststoff-Rolladen
20/30
X
Fenster-Beschläge
30/50
X
Linoleum
30/40
X
Textilbeläge
5/15
X
PVC-Beläge
25/40
X
Holz-Türen
50/70
X
Kunststoff-Türen
40/60
X
Glastüren
50/60
X
Treppenbelag Textil
5/10
X
Außenanstrich
5/15
X
Fassadenimprägnierung
5/25
X
Holzanstrich innen
15/20
X
Heizkörper-Lack
6/10
X
Tapeten normal
5/8
X
Tapeten gute Qualität
10/20
X
Kalkfarbe innen
3/5
X
Kaseinfarbe innen
8/15
X
Binderfarbe innen
5/8
X
Ölfarbe innen
15/20
X
Heizkörper
20/50
X
Abwasserleitungen
50/60
X
Armaturen
15/25
X
Checkliste für 10- und 30-jährliche Inspektionen
Gebäudeteil

mittlere
Lebens-
dauer
a

10
jährlich

30
jährlich

Fundamente
80
X
Abwasserkanäle
70/80
X
Kellerwände
80
X
Lichtschächte
40/60
X
Außenwände
80
X
Innenwände
80
X
Schornsteine
60
X
Massive Treppen
80
X
Geschoßdecken
80
X
Kupferblechdeckung
80
X
Werkstein
80
X
Innenputz
80
X
Leichtwände
65/80
X
Verbundestrich
80
X
Schwimmender Estrich
30/40
X
Hobeldielen
40/80
X
Parkett
40/80
X
Fliesen-Keramik
80
X
Naturstein
80
X
Kunststein
80
X
Holztreppen
50/80
X
Treppenbelag massiv
80
X
Vertäfelungen
80
X
Einbaumöbel
50/80
X
Heizungs.-Rohrleitungen
35/50
X
Wasserleitungen
30/50
X
Gasleitungen
40/50
X
Sanitär-Objekte
40/60
X
Hauseinlässe
80
X
Meßgeräte
10/30
X
Elektroleitungen
40/60
X
Einfried. Mauerwerk
30/60
X
Unterbeton Gehweg
30/80
X



Obsoleszenz
Jedes technische bzw. elektronische Gerät hat eine technische Lebensdauer, die durch die Obsoleszenz (Abnutzung, Veralterung) begrenzt ist. Es wird aber zunehmend darüber berichtet, dass die Hersteller die technische Lebensdauer von Geräten durch den Einbau bestimmter Bauelemente herabsetzen. Die Produkte funktionieren dadurch nach Ablauf der gesetzlichen Gewährleistungs- bzw. gewährten Garantiefrist nicht mehr. Ein anderer Hintergrund kann auch die "zu lange" Lebensdauer der Produkte sein.

Ein Beispiel ist das Windows Betriebssystem XP (XP Ende – geplante Obsoleszenz?!?). Der Support für die Sicherheitsupdates läuft am 8.4.2014 aus. Das bedeutete das Ende für einen Großteil der etwa 1,5 Milliarden Rechner weltweit.

Diese geplante Obsoleszenz* (terminierter Produkttod) wäre eine vom Hersteller geplante, absichtliche Verringerung der Lebensdauer von Produkten. In den meisten Fällen handelt es sich um Verdachtsfälle, weil eine Absicht nur schwer nachweisbar ist. Oft werden die sogenannten "Sollbruchstellen" als sicherheitstechnische Maßnahme angegeben.
* Strategien und Vorgehensweisen der Hersteller und des Handels, um durch eine Verkürzung der Nutzungszyklen den Neukauf von Produkten zu beschleunigen.

Aber auch die Konstruktion von Produkten, die absichtlich so gebaut werden, dass eine Reparatur erschwert wird oder nur noch in Fachgeschäften bzw. gar nicht möglich ist, ist ein Ärgernis. Dies können z. B. iPhone oder Smartphone sein, bei denen die Akkus fest eingebaut oder z. B. nach 500 Ladeanzyklen nicht mehr aufzuladen sind. Auch durch das Verkleben der Gehäuse von Elektrogeräten oder die Verwendung von Sicherheitsschrauben gegen unbefugtes Öffnen führen dazu, dass die Geräte nicht mehr repariert werden können. Ebenso können hohe Reparaturkostenpauschalen oder teure Ersatzteile dafür sorgen, dass sich eine Instandsetzung selbst bei kleinen Schäden nicht mehr lohnt.
Return on Investment (RoI)

Der Begriff "Return on Investment" (RoI > Investmentrendite) oder auch "Kapitalrendite" ist eine Kennzahl zur Analyse der Rentabilität des Kapitaleinsatzes bzw. zur Beurteilung der Ertragslage eines Unternehmens. Hier gibt er das Verhältnis des gesamten investierten Kapitals und des Umsatzes zum Gewinn an.

Der ROI (RoI) wird auch als vereinfachte Beurteilungs- und Entscheidungsgrundlage für Investitionsgüter (z. B. Hocheffizienzpumpen, Brennwertgeräte, Wärmepumpen, thermische Solaranlagen, Wärmedämmungen) herangezogen. Der sog. "primäre ROI" in Jahren wird berechnet, indem die Investitionskosten (Materialkosten, Installation, Wartung) durch die Einsparungen durch die Investition pro Jahr geteilt werden.

Diese Berechnung erleichtert die Entscheidung für oder gegen eine Investition. Bei diese Berechnung wird in der Regel nur Material- und Installationskosten herangezogen. Die Wartungs- und Kapitalkosten für die Investitionsentscheidung werden meistens nicht berücksichtigt, was ein großer Fehler sein kann.

Wenn man diese Berechnung bei vielen Vorgaben von Verordnungen (z. B. EnEV, Trinkwasserverordnung mit den entsprechenden DIN-Normen) durchführt, wird man feststellen, dass sich viele vorgeschriebene Vorgaben (z. B. Hocheffizienzpumpen, ERR bei Fußbodenheizung) nicht "lohnen" bzw. amortisieren, weil sie schon vor dem Ablauf des POI's ausgetauscht werden müssen. Der Gründe können der Ablauf der technischen Lebensdauer oder ein Fehler bei der Installation (z. B. falsches Heizungswasser) oder der Bedienung bzw. fehlende Wartung sein.

Beiträge im HaustechnikDialogForum
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