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Geschichte der Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Solartechnik

Autoren
OldBo
04.09.2015

Wiehl (Redaktion) 15.04.2010
Vom Lagerfeuer zu modernsten Haustechnik-Innovationen
Vom Lagerfeuer zu modernsten Haustechnik-Innovationen

am Anfang

Das Feuer wurde früher nur als Überlebensmöglichkeit gegen die Kälte und zur Nahrungszubereitung am Lagerfeuer genutzt. Erst mit Beginn der Industrialisierung und mit der Nutzung von Holzkohle, Kohle und später mit Erdgas und Heizöl als Brennstoff wurde der Einsatzbereich des Feuers immer mehr verbreitet.

Bei der Menschheitsentwicklung könnte die Nutzung des Feuers eine bedeutende Rolle gespielt haben. Der Aufbau der Zellbaustoffe in den Genen kann für die Zellweiterentwicklung verantwortlich sein, denn der Zellaufbau wird unter anderem von der Ernährungsweise beeinflusst. Viele Wissenschaftler vermuten, dass die Nutzung von Feuer und den damit zusammenhängenden Zubereitungsprozess der Nahrung den Zugang zu Nährstoffen erheblich erweitert hat. Die Wertschätzung der Solarenergie reicht sehr weit zurück: In nahezu allen Kulturen, von den Ägyptern bis in die Neuzeit, wird ein mehr oder weniger ausgeprägter Sonnenkult gepflegt.

Erste Ansätze passiver Nutzung wurden in der Architektur der alten Ägypter, in Mesopotamien und den frühen südamerikanischen Hochkulturen entdeckt. Die aktive Nutzung der Sonnenenergie ist jedoch eine Errungenschaft der Neuzeit.

vor 790.000

Jahren

Schon in der Steinzeit wurde das Feuer kontrolliert genutzt.

Das offene Lagerfeuer war über Jahrtausende die herrschende Form der künstlichen Heizung. In der Antike galt das Feuer als eines der Elemente der klassischen Vier-Elemente-Lehre.

350 000 vor Chr.

Der Gebrauch des Feuers ist bekannt.

Brunnen sind die älteste Wasserbauleistung des Menschen. Sie traten fast zeitgleich mit der Entwicklung der Sesshaftigkeit auf.

4000 v. Chr.
Die ersten Wasserrohre (Tonröhren) wurden in der Stadt Habuba Kabira in Syrien zum Transport von Frischwasser eingesetzt.
ca. 3000 vor Chr.
Die Ägypter sind eines der ältesten Kulturvölker. Ihre hohe Kulturstufe zeigte sich auch in der Kleidung, kunstvollen Frisuren und in Körperpflege und Kosmetik. Es gab die ersten Badestuben.

2800 vor Chr.

Die ersten Abortanlagen sollen schon in Mesopotamien bestanden haben. Sie sind auch in kretisch-mykenischen Palästen vorhanden gewesen und hatten einen unmittelbaren Anschluß ans Meer, in das die Fäkalien fortspülten. Auf Kreta waren die sanitären Einrichtungen und die Kanalisation auch 2000 vor Chr. sehr hoch entwickelt. Der große Palast von Minos in Knossos enthielt ein gut durchdachtes Kanalisationssystem. Das Regenwasser wurde vom Dach aus durch eingemauerte Rohre bis in unterirdische Abflußkanäle geleitet, ebenfalls das Abwasser aus Badezimmern.
ca. 2650 vor Chr.
Das nachweislich erste Belüftungssystem ist in die Cheops Pyramide
eingebaut worden. (Und heute spricht man über 4600 Jahre danach noch von "Innovation")
2500 v. Chr.
In einer Tempelanlage bei Abusir in Ägypten wurde die älteste bekannte Metallrohrleitung aus rundgebogenen und in einem Gipsbett verlegten Kupferblechen gefunden. Diese Leitung war 400 m lang.
ca. 2000 v. Chr.

Anfänge der Klimatisierung
Klimatisierung war bereits in alten Kulturen wie der der Babylonier ein Thema. Die Oberschicht wies dafür ihre Sklaven an, am Abend Wasser im Haus zu verteilen, dessen Verdunstung die Räume kühlte. Auch im alten Indien machte man sich die Verdunstung zunutze: Matten aus Gras hingen vor den Fenstern, waren feucht und wurden mithilfe eines Wasserlaufes feucht gehalten; dieser Wasserlauf lag oberhalb der Fenster und Matten und besaß Löcher, durch die Wasser auf die Matten tropfte.

Und wer Vorbilder für technische Erfindungen gern in der Natur sucht, kann Jahrtausende zurückgehen und die Bauten afrikanischer und australischer Termiten oder Wespen- und Hornissennester anführen.

Auf Kreta waren die sanitären Einrichtungen und die Kanalisation sehr hoch entwickelt. Der große Palast von Minos in Knossos enthielt ein gut durchdachtes Kanalisationssystem. Das Regenwasser wurde vom Dach aus durch eingemauerte Rohre bis in unterirdische Abflußkanäle geleitet, ebenfalls das Abwasser aus Badezimmern.

1875 v. Chr.
Von den Babyloniern stammt das Wort „naptu“ (von nabatu = leuchten) für Erdöl, welches in der Bezeichnung „Naphtha“ gegenwärtig noch Bestand hat. Dieser Ausdruck deutet darauf hin, dass schon früh das Erdoel zu Beleuchtungszwecken diente. Die Babylonier waren es auch, die wichtige Strassen und Zufahrten zu Kultstätten mit einer dünnen Asphaltschicht abdeckten. Die Verwendung von Bitumen („Erdpech“) war im babylonischen Reich so allgegenwaertig, dass Hammurabi dem Stoff einige Kapitel in seinem Gesetzeswerk 1875 v. Chr. einräumte - die erste nachweisbare staatliche Regulierung von Erdöl.
1000 v. Chr.

Der einfache Brunnen wurde um 1000 vor Christus in Form einer unterirdischen Wasserleitung erweitert, weil nur so die Verdunstung vermindert werden konnte. Der sogenannte Kanat bestand aus mehreren in einer Linie liegenden Löchern, die zwischen Wasserquelle und Verbrauchsort angelegt wurden.

Archäologische Funde weisen Schöpfwerke (Becherwerke) sowohl in Ägypten als auch in China nach. Es handelte sich um ein Rad mit aufgesetzten Tontöpfen, die an ihrem oberen Scheitelpunkt das Wasser ausgossen. Das Rad wurde durch Menschen oder Tiere in Bewegung gesetzt.

Der Ursprung der Badestuben und kleineren Badeanlagen lag im alten Griechenland. Diese Räume wurden schon durch Lüftungsanlagen belüftet.

312 v. Chr. bis 226 n. Chr.

Die ersten Äquädukte wurde 312 v. Chr. gebaut. Diese sog. "Aqua Appia" hatte eine Länge von über 15 Kilometern und verlief meist unterirdisch. Bis 226 n. Chr. entstanden 12 weitere Wasserleitungen mit einigen hundert Kilometern Netzlänge und einer Leistung von bis über 200.000 Litern Frischwasser pro Stunde! Wie heute auch, waren diese Leitungssysteme teuer in der Wartung und fielen häufig aus, noch vor dem Untergang Roms waren viele davon wieder unbrauchbar geworden.

Das römische Badewesen

300 v. Chr.
Ktesibios lebte in der 1.Hälfte des 3.Jh. v.Chr. in Alexandria und entwickelt eine Regelung für eine Wasseruhr, mit der eine recht genaue Zeitanzeige möglich ist.
300 bis 200 v. Chr.

Eine der frühesten öffentlichen Badeanlagen der römischen Kultur ist die römische Therme "Stabiane" in Pompei.

Die Geschichte des antiken Badewesen

285 bis 212 .v. Chr.
Die Solartechnik, bzw. das Prinzip gibt es schon seit langer Zeit. Der griechische Erfinder Archimedes von Syrakus, erfand die Nutzungsmöglichkeit der Solarenergie.
250 v. Chr.
Archimedes (287-212 v. Chr.), der wohl größte Mathematiker und Wissenschaftler des Altertums, beschreibt um 250 v. Chr. die nach ihm benannte archimedische Schraube. Durch die Drehung einer Spirale/Schnecke in einem Rohr wird Wasser nach oben gehoben.
100 v. Chr.

Heron von Alexandria erfand der eine Maschine, die schon die Grundelemente des heutigen Automobilmotors enthielt. Heron nahm einen Zylinder, führte einen Kolben von oben ein und hielt diesen durch ein Gegengewicht in der Schwebe. Den Zylinder befüllte er schließlich mit Wasser. Dieses erwärmte er darunter mit einem Feuer. Aufgrund der Hitze entstand im Zylinder Dampf. Durch die Ausdehnung wurde der Kolben in die Höhe geschoben. Nach Abkühlen des Dampfes und Umwandlung in Wasser senkte sich der Kolben wieder. Das war die Geburtsstunde der Dampfmaschine.

Später nutzten andere Erfinder dieses Prinzip für Erfindungen wie die Kanone oder den Motor.

Heron ist somit der eigentliche Erfinder der Dampfmaschine und nicht, wie meist behauptet, James Watt.

25 v. Chr.
Der Architekt Marcus Vitruvius Pollio beschreibt erstmals eine verbindliche Normung für Bleirohre.

vor 2000

Jahren

Der römische Kaufmann Gaius Sergius Orata entwickelte schon vor 2000 Jahren mit der Hypokaustenheizung eine optimale, weil bereits sehr behagliche, Raumheizungstechnik (erhitzte Luft einer Heizkammer wurde über Zwischen-räume in Fußböden und Wänden geleitet und die darüber liegenden Räume erwärmt).

Die Temperatur im Hohlraum betrug 50 bis 70 °C, auf dem Fußboden 35 °C und im Raum 21 °C. Das Aufheizen eines Raumes dauerte mehre Tage. Einen Schornstein gab es in der Antike noch nicht. Die Abgase strömten über Rohre und Schächte in den Wänden nach außen.

Auch in vielen Religionen spielten Feuer, Flamme und Licht eine besondere Rolle: der griechische Prometheus, der persische Zarathustra, die römische Vesta und Christus als Licht der Welt etc. Schon bald wurde das Feuer auch für handwerkliche Tätigkeiten, zur Beleuchtung und vor allem für die Metallerzeugung aus Erzen genutzt.

Das Prinzip der Solarthermie wird seit langem angewandt: Brenn- und Hohlspiegel gab es schon in der Antike.

In zahlreichen Städten wurden Kanäle, so genannte Cloacae, angelegt, mit denen sumpfige Niederungen entwässert und Abwässer abgeführt wurden. Den Beginn machte dabei die Cloaca maxima, die vom Forum Romanum in Rom zum Tiber führte.

um 1100 n. Chr.

Die ältesten Ofenkacheln, die in Europa gefunden wurden, stammen aus der Zeit um 1100 n. Chr. Es waren zunächst bauchige, später becher- oder napfförmige Töpfe.
8. Jh.
Die offene Feuerstelle wurde im 8. Jahrhundert schließlich zunehmend vom gemauerten Herd verdrängt, der in der Mitte des Raumes in den Boden eingelassen wurde. Neben der höheren Brandsicherheit war auch die bessere Heizleistung von Vorteil: Wurde beim offenen Feuer nur max. 1/3 der Wärme genutzt, waren es beim Herd bereits etwa die Hälfte!

1000 bis 1500

Mittelalter

mittelalterliche Städte wurden überwiegend durch innerstädtisches Grund- und Quellwasser versorgt. Den größten Anteil hatten private Grundwasserbrunnen. Auf 300 Einwohner kam ein Brunnen (Ziehbrunnen, Schöp- und Laufbrunnen).

Vor allem für die Besitzer von Höhen- oder Felsenburgen war die Anlage einer Zisterne die einzige Möglichkeit, auf der Burg Wasser zu gewinnen.

In eng verbauten Gassen wurden erste Kanalanlagen errichtet, diese waren Rinnen mit Steinplattenabdeckung, der Entsorgungsstandard war in den einzelnen Stadtvierteln sehr unterschiedlich.

Badewesen im europäischen Mittelalter

10. und 12. Jh.

Aus der offenen Feuerstelle, die sich bis ins 10. Jahrhundert in aller Regel mitten im Raum befand, entwickelten sich im Laufe der Jahrhunderte die verschiedensten Öfen und Herde. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert kam im westlichen und südlichen Europa der Kamin auf – eine Heizungsart, bei der das Feuer seitlich und von hinten durch einen Rauchabzug umbaut wurde.
12. Jh.

Steinluftheizung: Im Mittelalter beheizte eine hypokausten-ähnliche Steinluft-heizung die Säle in Burgen oder Rathäusern, bevor sie von der Ofenheizung im 18.Jahrhundert abgelöst wurde.

14. Jh.

Die Wasserbeschaffung, die auf Grund der Erweiterung und dem Neubau von Manufakturen, nicht mehr ausreichte, erfanden die Menschen unter Ausnutzung des Luftdrucks die ersten Pumpen. Am Anfang mussten sie mit großen Anstrengungen von Mensch und Tier bewegt werden, und das Wasser floss spärlich.

im Alpenraum heizten Menschen mit Kachelöfen.

Es entstand das Klempnerhandwerk aus dem Beruf des Schwarzblechschmiedes. Der Klempner hat regional verschiedene Bezeichnungen.

1438
Der italienische Ingenieur Jacopo Mariano skizzierte einfache und doppelt-wirkende Saug- und Druckpumpen, die es ermöglichten, den Wasserspiegel beliebig hoch heben zu können. Dies bewährte sich besonders beim Bau von Kanälen und war bald bei der Beseitigung von Grubenwässern unentbehrlich geworden. Leonardo da Vinci verbesserte diese Pumpen um 1500.

15. Jh.

Gussplattenofen - auch Platten-, Aufsatz- und Rundofen: Das bedeutendste Ergebnis der Gusseisentechnik, die man seit Ende des 15. Jahrhunderts beherrschte, war der Bau von Kastenöfen.

Takenfeuerung: Als man Ende des 15. Jahrhunderts in der Lage war, Gusseisen und somit eiserne Platten herzustellen, erhielt die Heiztechnik neue Impulse. Zunächst fertigte man Kaminplatten an, welche die Wand hinter dem offenen Feuer nicht nur schützten, sondern auch gleichzeitig mehr Wärme durch Abstrahlung in den Raum schufen. Aus diesen Platten entstand mit der Takenfeuerung die erste Form einer Zweizimmerheizung: War diese gusseiserne Eisenplatte in unmittelbarer Nähe zur Feuerstelle in die Zwischenwand zu einem benachbarten Raum eingelassen, so übertrug die Take die Wärme dorthin.

Leonardo da Vinci, dem einfallsreichen Künstler und Universalgenie, wird nachgesagt, für die Herzogin d'Éste einen Vorläufer moderner Klimaanlagen geschaffen zu haben.

Im 15.Jh. wurde dann aus dem Donnerbalken das Plumpsklo, das meist mit einem Häuschen versehen außerhalb und weit weg vom Haus, wegen der Geruchsbelästigung, seinen Platz hatte. Vorher war das stille Örtchen auch als Nische oder Erker Teil des Wohnhauses.

1596

John Harrrington aus Stepney konstruierte das sog. Hebersystem, eine genial einfache Art der WC-Spülung mit ventillosem Auslauf, die auf dem Unterdruckprinzip basiert. Auf dem Kontinent hingegen, wo das WC zwei Jahrhunderte später quasi noch einmal erfunden wurde, dominiert seit jeher die Spülung mit dem Auslaufventil.

Mitte 16. Jh.

Eine Verbesserung der Brennstoffausnutzung erreichte man durch den Bau von Aufsatzöfen. Sie bestanden in der Regel aus einem Keramikoberteil und einem Eisenunterteil, so dass das schnelle Aufheizen des Eisenofens mit der beständigen Wärmeabgabe des Kachelofens kombiniert wurde.

16. Jh.

Das erste Wasserhebewerk in Europa entstand, was von den Machern auch als achtes Weltwunder angesehen wurde.

die Holländer bauen Gewächshäuser

17. Jh.
Rundöfen wurden zunehmend eingebaut.

14. bis 19. Jh.

Die Erfindung des Kachelofens datiert ins 14. Jahrhundert.

1681
erste Dampfmaschinen

bis ins 18. Jh.

war die Wasserversorgung Deutschlands durch verschiedenste Systeme geprägt. So könnte man den Schöpf- oder Ziehbrunnen als Archetypus der städtischen Grundwasserversorgung bezeichnen.

Als eine der ersten Städte stellte Frankfurt Ende des 17. Jahrhunderts seine Ziehbrunnen auf Pumpbrunnen um, die vielseitige Vorteile hatten. Ärmere Städte und ländliche Gebiete führten Pumpbrunnen erst viel später ein. Beide Brunnentypen dienten der Brauchwasserentnahme sowie der Gewinnung von Trinkwasser. Ein anderer Brunnentyp, der Röhren- und Laufbrunnen, wurde schon im Mittelalter eingesetzt, wenn die Grundwasserbrunnen nicht ausreichten. Hier wurde Quellwasser teilweise in Teichen gesammelt und in Röhren aus Ton oder Fichtenholz, die durch Metall und später mit Blei verbunden wurden, in die Ansiedlungen geleitet

Andere Wasserversorgungsanlagen waren seit dem 16. Jahrhundert Gravitationsleitungen (Freigefälledruckleitungen), die das natürliche Gefälle ausnutzten und die "Wasserkünste". "Wasserkünste" hoben das Wasser künstlich an und transportierten es auf zwei Arten. Entweder wurde das Wasser durch Wasserräder direkt aus dem Fluss geschöpft oder man förderte mit Wassertriebwerken (später mit Hilfe von maschinengetriebenen Pumpwerken).

Die Hygiene der deutschen, aber auch aller europäischen Städte unterschied sich bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts nicht von denen des Mittelalters. Die Einwohner der Städte gossen ihre Abwässer, Fäkalien und Küchenabfälle einfach in die Gossen.

Anfang 18. Jh.

Es wurden Luftheizapparate gebaut. Die Luft wurde in besonderen, meist im Keller gelegenen Heizkammern an eisernen Öfen (Calorifèren) erwärmt und den zu heizenden Räumen durch Kanäle zugeführt. Der Feuchtigkeitsgrad der Luft wurde durch die Verdampfung von Wasser erhöht, das in einem Gefäß auf dem Ofen platziert wurde.

1706
Denis Papin baut eine Dampfdruckpumpe für die Kasseler Springbrunnen
1709
Abraham Darby stellt Koks her
1716
baute der in England lebende Schwede Marten Trifvald die älteste bekannte Warmwasser-Zentralheizung für ein Treibhaus in Newcastle. Der Wunsch von Fürstenhäusern und Bürgertum, das Haus mit möglichst wenigen Feuerstellen optimal zu beheizen, führte im Verlauf des 18. Jahrhunderts zur Entwicklung der ersten Zentralheizungssysteme. Räume wurden zunehmend mit Warmluft, aber vor allem mit Dampf beheizt. Dennoch konnte sich die Zentralheizung bis in das erste Drittel des 19. Jahrhunderts nicht etablieren, allein schon aus Kostengründen. Haushalte fragten vor allem nach Einzelöfen. Neue Impulse für eine Weiterentwicklung der Zentralheizung im deutschen Raum brachten in den USA gefertigte Gußheizkessel und Radiatoren. Nach diesem Vorbild fertigte der Industrielle Körting 1875 den ersten Niederdruck-Dampfkessel mit liegend angeordneten Gußgliedern. Die ersten Füllschachtöfen - ebenfalls in den USA erfunden - erleichterten das Heizen weiter.
1724
Eine geniale Fortentwicklung eines Schöpfwerkes durch Jacob Leupold (1674 -1727), der gebogene Rohre in ein Rad einbaute. Durch die Drehung des Rades wurde das Wasser zwangsläufig zur Mittelachse des Rades gehoben. Das in einem Fluss strömende Wasser ist zugleich der Antrieb dieses Hebewerkes.
1740
Der britische Naturforscher S. Hales erfindet den Ventilator
1742
Benjamin Franklin konstruierte in Amerika einen holzsparenden Ofen
1745
W. Cook baut eine Dampfheizung
1755
William Culen bringt Wasser zum Gefrieren, indem er Äther bei Druckabsenkung verdampft.
1760
In der Stadt Edinburgh wird die erste Kanalisation in Betrieb genommen.
1763
Friedrich der Große von Preußen veranstaltete ein amtliches Preisausschreiben zu "einem Stubenofen, so am wenigsten Holz verzehret".

Den Preis gewann Johann Paul Baumer. Seine Erfindung wurde später als "Berliner Kachelofen" berühmt

1772

Antoine de Lavoisier bündelt die Sonnenstrahlen zum Schmelzen von Materialien (z.B. Diamanten), die nicht im Laborofen gescholzen werden können
1774

Der Engländer James Watt revolutionierte 1769 mit der Erfindung der Dampfmaschine die Industriegesellschaft. Fünf Jahre später beheizte der Pionier der Dampftechnik seine Fabrik- und Wohnräume in Birmingham mit Dampf. Die Dampfheizung hielt Einzug in die Wohnhäuser wohlhabender Bürger.

1780
Luis Clouet und Gaspard Monge verflüssigen erstmalig ein Gas (Schwefeldioxid), indem sie es verdichten und anschließend kühlen.
1781
J. Watt konstruiert den Dampfkessel. Die ersten Dampfheizkessel heizten mit Kohle, die Hochdruck-Dampf erzeugte. Dabei betrug der Wasserdampf-Betriebsdruck bis zu 2 bar und Temperaturen von 100 bis 150° C. Die Räume wurden direkt über Rohre und Öfen beheizt.
1786
Johann Wolfgang von Goethe entwarf selbst einen Ballonofen, der sein Arbeitszimmer beheizte

17. und 18. Jh.

In Island gab es nach der Brennholzkrise im Mittelalter eine Tradition der "Torfrasenbauweise". Das waren Passivhäuser, wenngleich ohne angemessene Fenster und ohne ausreichende Lüftung.

die Grundlagen der modernen Wissenschaften in der Solarenergie werden gelegt

18. Jh.

Die Häuser werden mit Ofen-Luftheizungen ausgestattet.

Der Naturforscher Horace-Bénédict de Saussure die Vorläufer der heutigen Solar-Kollektoren. Die günstigen Preise fossiler Energieträger und die verbreitete Skepsis bezüglich der Sonneneinstrahlung in Mitteleuropa waren bis in die 1970er Jahre Gründe für deren geringe Verbreitung.

Anfang 1800

Robert Delap aus Irland entwickelte eine Druckregelung. Delaps Regler hatte die Aufgabe den Druck in der Dampfleitung auf einem konstanten Wert zu halten, der durch die beiden Gewichte einzustellen war. Dazu benutzte Delap einen Zylinder, dessen Kolben den Druck misst und gleichzeitig, bei zu hohem Druck, über den Hebelmechanismus das Ventil schließt.

Bonnemain aus Paris erfindet eine Temperaturregelung eines Ofens. Sie beruht auf dem Prinzip, dass unterschiedliche Metalle verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen.

1816
Der schottische Pfarrer Robert Stirling ließ einen Heißluftmotor patentieren, dessen Antriebsenergie nicht wie beim Otto- oder Dieselmotor durch Verbrennung innerhalb des Arbeitszylinders erzeugt wird, sondern dem Wärme als Antriebsenergie von außen zugeführt wird.
1823
Michael Faraday baut ein Absorptionsgerät im Laboratoriumsmaßstab
1824
Sadi Carnot entdeckte die Grundlage für die Wärmepumpentechnologie und hat den 1. und den 2. Hauptsatz der Thermodynamik vorweggenommen.
1832
F. von Faber du Faure baut den Gasgenerator

1834

baute der Amerikaner Jacob Perkins die erste Kompressionskältemaschine und beschreibt in seiner Patentschrift eine Kaltdampfmaschine mit geschlossenem Kreislauf und Äthyläther als Kältemittel.

1839

Henry Becquerel, ein französischer Physiker, entdeckte 1839 den Photoeffekt und schuf so die Voraussetzungen für die Solarzellen von heute.

Physiker Sir William Robert Grove zeigt mit der Brennstoffzelle, dass sich aus Wasserstoff und Sauerstoff in einem galvanischen Element elektrischer Strom gewinnen lässt.

Die ersten bekannten Versuche zur Brennstoffzelle wurden jedoch durch Christian Friedrich Schönbein durchgeführt, indem er zwei Platindrähte in einer Elektrolytlösung (wahrscheinlich Schwefelsäure) mit Wasserstoff beziehungsweise Sauerstoff umspülte und zwischen den Drähten eine Spannung feststellte. Im Gegensatz zu Schönbein war Grove aber mehr Praktiker. Er entwarf zwischen 1842 und 1845 als erste Brennstoffzelle eine »Gasbatterie«.

1841
J. Whitworth entwickelt erstmals ein nach ihm benanntes einheitliches Gewindesystem
1842 bzw. 1850
die Ärzte Robert Mayer bzw. Clausius formulieren den 1. und 2. Hauptsatz der Thermodynamik
1849
In Hamburg entstand das erste Wasserwerk Deutschlands und ein Leitungsnetz wurde ausgebaut.
Mitte des 19. Jh's

Wassertürme entstanden in Deutschland in großer Zahl.

Die Wasserversorgung in den wachsenden Städten von Hausbrunnen auf Rohrnetze umgestellt, die Frischwasser in jede Wohnung leiteten. Damit der Wasserdruck auch in den obersten Wohnungen der oft noch ausreichend war, musste das Wasser noch höher als die obersten Wohnungen gespeichert werden. Dazu wurden Hochbehälter gebaut. Sie wurden auf kleinen Bergen oder im Flachland auf Türmen angelegt.

Die ersten zentralen Anlagen zur Abwasserableitung und –reinigung wurden 1842 in Hamburg und 1856 in Paris gebaut.

1850
John Gorrie, Arzt in Apalachicola, Florida, baut eine offene Kaltluftmaschine, bestehend aus einem Einzylinderverdichter (Kolbendurchmesser 20 cm, Enddruck 2 bar, Kühlung durch eingespritztes Wasser), einem Luftkühler (in Form eines Wasserbassins), einem Entspannungszylinder (in dem die Temperatur der eingespritzen Sole auf –7°C gesenkt werden konnte) und einem Solebehälter (in dem die Eisblöcke erzeugt wurden).
ab 1850
Es kommen Säulen- und Kaminöfen, Küchenherde aus Metall und Kachelöfen für feste Brennstoffe auf. 

1852

konnte Lord Kelvin nachweisen, dass Kältemaschinen auch zum Heizen verwendet werden können. Außerdem konnte er zeigen, dass zum Heizen mittels Wärmepumpe weniger Primärenergie benötigt wird als zum direkten Heizen, weil die von der Wärmepumpe aufgenommene Wärmeenergie aus der Umgebung (Luft, Wasser oder Erde) stammte und daher einen Energiegewinn brachte.
1852

Der kanadische Arzt und Geologe Abraham Gesner erwarb ein Patent auf die Herstellung eines relativ sauber brennenden, preisgünstigen Lampenbrennstoffes aus Roherdöl: das Petroleum. Das Wort Petroleum ist römischen Ursprungs: „oleum petrae“, deutsch: Stein- oder Felsöl. Dies geht auf Entdeckungen der Römer in Aegypten zurück, wo sie in einem Gebirgszug am Golf von Sues Erdöl aus dem Gebirge austreten sahen.

Die eigentliche Ausbeutung der Erdöllagerstätten begann aber erst im 19. Jahrhundert. Grund dafür war zunächst die Suche nach einem guten Lampenbrennstoff, denn Walöl war nur für die Reichen erschwinglich, Talgkerzen rochen unangenehm und Gasflammen gab es nur in wenigen, modernen Häusern. Verschiedene Wissenschaftler entwickelten daraufhin in der Mitte des 19. Jahrhunderts Verfahren zur kommerziellen Nutzung.

1855

Nach einem Entwurf von Peter Ritter von Rittinger wurde eine wirtschaftliche Soleverdampfung nach dem Funktionsprinzip eines Kühlschranks betrieben

Der Bunsenbrenner ist nach Robert Wilhelm Bunsen, der ihn jedoch nicht erfand. Die ursprüngliche Erfindung stammt von Michael Faraday und wurde von Peter Desaga, dem Laborassistenten Bunsens, 1855 in Heidelberg verbessert.

1855
Der amerikanische Chemiker Benjamin Silliman schlug vor, Erdöl mit Hilfe von Schwefelsäure zu reinigen, um es als Brennstoff zu verwenden.
1856
Die ersten Bohrungen nach Erdöl wurden in Dithmarschen von Ludwig Meyn und 1858 bei Wietze in Niedersachsen, nördlich von Hannover durchgeführt.
1858

Luftdichtheit hat Geschichte - Luftdichtheit ist kein neues Thema, sondern hat Geschichte zur Historie des Erhaltungssatzes der Energie

1859

Weltberühmt wurde jedoch die Bohrung nach Öl, die Edwin L. Drake am 27. August 1859 am Oil Creek in Pennsylvania durchführte. Drake bohrte im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Bissell und stieß in nur 21,2 Meter Tiefe auf die erste groessere Öllagerstätte.

Die älteste noch erhaltene Erölraffinerie wurde 1875 von Per August Åhlund auf der Insel Barroen im See Åmaenningen, auch Ölinsel genannt, erbaut.

1861

Der französische Mathematiklehrer Augustin Mouchot patentierte die erste Maschine, welche mittels der Sonneneinstrahlung Elektrizität erzeugen konnte. Mouchot füllte einen, mit einer Glasschicht umgebenen, Eimer aus Eisen mit Wasser. Die, zwischen dem Eisen und dem Glas, eingefangenen Sonnenstrahlen, liessen das Wasser verdampfen. Der entstandene Dampf trieb einen kleinen Motor an. Augustin Mouchot perfektionierte seine Maschine indem er grosse, schüsselähnliche Spiegel auf das Eisengefäss richtete. Die Spiegel sollten das Sonnenlicht bündeln und somit mehr Dampf erzeugen. Zudem führte Mouchot, um die Wärme zwischen dem Glas und dem Eisen stetig zu erhöhen, die Spiegel, mit Hilfe zweier Achsen, ständig der Sonne nach (Solche Spiegel werden heute in Kalifornien verwendet).
1862

Alexander C. Kirk (nicht James T. Kirk) baut eine Kaltluftmaschine mit geschlossenem Kreislauf.

Ferdinand Carré stellt eine kontinuierlich arbeitende Absorptionsmaschine aus.

Thomas Andrews erkennt nach seinen klassischen Versuchen mit CO2, dass Gase nur unter der kritischen Temperatur flüssig werden.

1865
Für das Parlament in London entwickelte der Ingenieur Dr. Perey eine Klimaanlage, die dem damaligen Stand der Technik entsprach: Sie arbeitete mit Eisblöcken und Ventilatoren. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts kühlte man viele Räume mit einer Mischung aus Eis und Salz. Die durch diese Mischung gekühlte Luft wurde ebenfalls durch Ventilatoren in die Räume getrieben.

1860–1870

wurden Kompressions- und Absorptionskältemaschinen intensiv erforscht. Zunächst dienten die gebauten Kältemaschinen der Eisherstellung. Erst später wurde mit den Kältemaschinen auch direkt gekühlt. Verwendung fanden die Kältemaschinen vor allem in Bier-Brauereien und anderen Lebensmittel-Industrien.
1869
Die Hafenstadt Danzig baute die erste Kanalisationsanlage in Deutschland. Berlin folgte 1873 mit der Inbetriebnahme seiner Kanalisation und nach und nach folgte das ganze Land.
1875

Neue Impulse für eine Weiterentwicklung der Zentralheizung im deutschen Raum brachten in den USA gefertigte Gußheizkessel und Radiatoren.

Nach diesem Vorbild fertigte der Industrielle Körting den ersten Niederdruck-Dampfkessel mit liegend angeordneten Gußgliedern.

Die ersten Füllschachtöfen - ebenfalls in den USA erfunden - erleichterten das Heizen weiter.

1876

C. von Linde baut die Ammoniak-Kältemaschine. Die 1. Kältemaschine erhielt am 1. März 1876 ihr Patent. Sie war ursprünglich zum Bierkühlen gedacht, die Ammoniak-Kältemaschine des deutschen Ingenieurs und Erfinders Carl von Linde (1842-1934). Denn sein Auftraggeber war eine Brauerei.

Erste Kunsteisbahn in Chelsea (England) mit kupfernen Rohren von elliptischem Querschnitt, Glyzerin als Kälteträger, SO2-Kältemaschine von Amé Pictet.

1878
Erster Schraubenverdichter für Luft.

1878

Die erste Niedrigdruck-Dampfheizung mit Dampftemperaturen um 100 °C. Ein Leitungssystem von horizontal geführten Verteilungsröhren mit einem Gefälle nach den Enden endete in Siphonschleifen zur Trennung von Kondenswasser und Dampf. Vertikale Röhren führten den Dampf danach zu den einzelnen Heizkörpern, in denen er kondensierte, um schließlich in einer separaten Kondensleitung zum Kessel zurückgeführt zu werden.
1788
James Watt führte gemeinsam mit Matthew Boulton eine Firma, in der Dampfmaschinen produziert wurden. Der Fliehkraftregler zur Regelung der Drehzahl der Dampfmaschinen eingeführt. Die rotierenden Gewichte werden aufgrund der Fliehkraft angehoben. Diese Lageänderung wird über geeignete Mechanismen auf die Drosselklappe der Dampfzuleitung der Dampfmaschine übertragen, so dass sich ein Gleichgewichtszustand von Dampfzufuhr und Drehzahl einstellt.

ca. 1880

Die Niederdruck-Dampfheizung (NDH) mit einem Betriebsdruck bis 1 bar und Dampftempe-raturen um 100 °C durch.
1881

Erste Kühlhäuser in London und Boston.

CO2-Maschine von Linde.

1884
C.Parsons baut die Dampfturbine; L. A. Pelton konstruiert die Partialturbine
1885
Das autogene Schweißen wird in der Praxis angewendet; die Brüder R. und M. Mannesmann erfinden ein Schrägwalzverfahren zur Herstellung nahtloser Rohre
1888
H. F. A. Haselwander stellt den Drehstromgenerator her
1889
N. Tesla konstruiert den Wechselstromgenerator
ab 1890
In Europa hält die Gasbeleuchtung ihren Einzug (z. B. Berlin).

1891

Das weltweit erste Patent für eine Solaranlage wurde an den Metallfabrikanten Clarence M. Kemp aus Baltimore vergeben. Hierbei handelte es sich um einen einfachen Wärmekollektor für Warmwasser.

Auer von Welsbach erfindet das Gasglühlicht

1892
Erteilung eines Patentes auf das Junkers-Kalorimeter.

1894

Hugo Junkers meldet seine Patentschrift zum "Flüssigkeitserhitzer" an und wies als Erster auf die Nutzung der Abgaswärme mittels Kondensation hin.

Das Junkers-Kalorimeter erweist sich als die Grundlage des Junkers-Gasbadeofens.

Johann Vaillant meldet den "Gas-Badeofen - geschlossenes System" zum Patent an.

1895
Verflüssigung von 3 l flüssiger Luft stündlich nach der Verdichtung auf 65 bar und der Drosselung auf 20 bar durch Linde.
Ende des 19. Jh's
baute Charles Fritts so genannte Vakuum-Fotozellen mit aufgedampfter Selen-Schicht. Diese wurden als Belichtungsmesser eingesetzt.
Anfang des 20. Jh's

Willis Haviland Carrier begann Klimageräte zu entwerfen, er gilt als Erfinder der Urform moderner Klimaanlagen.

Ab dem Jahr 1902 setzte die Sackett-Wilhelms Lithographing and Publishing Company eine von ihm entwickelte Maschine ein, um Temperatur und Feuchtigkeit in den Arbeitsräumen der Druckerei regulieren zu können. Wahrscheinlich wichtigstes Ziel war dabei, die Feuchtigkeit bei Hitze und Schwüle so zu senken, dass sich das zum Drucken verwendete Papier nicht verzog. Die eingesetzte Maschine wurde zum Erfolg, sodass Carrier seinen Weg konsequent weiterging: 1914 stieg er mit eigener Firma vollends in das kommerzielle Geschäft um die Klimatisierung ein.

An seiner Seite stand dabei der deutschstämmige Dr. Albert Klein. Der Erfindungsgeist der beiden trug schnell Früchte. In Chicago wurde 1919 ein Kino, in New York ein Kaufhaus mit der modernen Technik klimatisiert. 1928 erreichte die Erfindung der Klimaanlage erstmalig auch die Privathaushalte in größerem Umfang. Und das Unternehmen Packard Motors entwickelte ein Jahr später die erste Klimaanlage fürs Automobil: Dem Siegeszug der Anlagen stand fortan nichts mehr im Wege.

1901
E. Menna erfindet das autogene Schneiden
1902

Hugo Junkers baut den Gasbadeofen

1904
Der deutsche Physiker Philipp Lenard entdeckt, dass Lichtstrahlen beim Auftreffen auf bestimmte Metalle Elektronen aus deren Oberfläche herauslösen und lieferte damit die ersten Erklärungen für den Photoeffekt.

1905

Albert Einstein veröffentlicht seine These von der Quantennatur des Lichts. Er liefert damit die Grundlage für eine wissenschaftliche Erklärung der Photoelektrik, für die er 1921 den Nobelpreis erhält
1905
Der Stand-Gasbadeofen wird jetzt auch als Wandausführung geliefert und unter dem geschüzten Namen "Geyser" in allen Erdteilen bekannt. 1908 werden von Vaillant die ersten Geräte unter der Wortmarke "Auto-Geyser" hergestellt.
1908
Verflüssigung von Helium (bei 4,2 K)
1909
Freiluft-Eisbahn in Wien, Sole als Kälteträger mit einer CO2-Kältemaschine.
1910

Von Fritz Sauter wurde die Firma als Manufaktur für elektrische Zeitschaltuhren in Grindelwald, (CH) gegründet. Bauart und Präzision der Apparate erregten die Aufmerksamkeit der Fachwelt.

1910 Erfindung des Haushaltskühlschrankes

1911
Entdeckung der Supraleitfähigkeit
1916
W. Gaede erfindet die Diffusionspumpe
1920
Der Physiker Albert Betz weist nach, dass die Ausbeute von Windkraftanlagen aus physikalischen Gründen auf 59,3 Prozent (16/27) limitiert ist, “Betzsches Gesetz”.
1922

Absorbtionsmaschine von Platen und Munters mit Wasserstoff als Inertgas.

Carrier stellt erste Turbokältemaschine zur Komfortklimatisierung vor.

1924
Vaillant entwickelt einen neuen Zentralheizungskessel.
1925
Erstes Brodway-Theater wird klimatisiert und wirbt mit "cool comfort" der Klimatechnik.
1920-25

Die Brüder Buderus produzieren die ersten Pumpen-Warmwasserheizungen

Die ersten Etagenheizungen in Miethäuser entstehen! Die Nachfrage nach Warmwasser- und Niederdruckdampfheizungen stieg in dieser Zeit gewaltig. Es wurden immer leistungsstärkere Heizkessel, Heizkörper und Rohrleitungssysteme gewünscht.

Beginn der Einführung von Gasküchenherden in den USA.

1926
Turbokältemaschinen von BBC, Baden und Jäger, Leipzig.
1929
Einführung der Wärmebedarfsberechnung DIN 4701
1929

Weltwirtschaftskrise. Es wurde versucht, wirtschaftlich sehr rentable Anlagen zu errichten. Es gingen größere Wärmepumpenanlagen zur Beheizung von Gebäuden der Stadt Zürich in Betrieb.

Die Erfindung des ersten gekapselten Elektromotors durch den schwäbischen Ingenieur Gottlob Bauknecht ermöglichte seinen Einsatz bei einem Umlaufbeschleuniger (Krümmerpumpe). Dessen Freund, der westfälische Ingenieur Wilhelm Opländer, entwickelte eine solche Konstruktion, für die er ein Patent erhielt.

1930
Kältemittel R12, R22, R13, R11, R113 und R114  kommen auf den Markt.
1931
Erste Kapillarrohre als Drosselorgan von Servel, Evansville.
1932
Weishaupt gehört zu den Pionieren der Feuerungstechnik.
Der Firmengründer Max Weishaupt legte 1932 mit der Maschinenbauwerkstatt in Schwendi den Grundstein für sein Unternehmen. 1952 begann dort die Produktion des ersten Ölbrenners von Weishaupt.
1936
Albert Henne, Miterfinder der FCKW Kältemittel, synthetisiert das Kältemittel R-134a. In den achtziger Jahren wird dieses als bester Ersatz für die ozonzerstörenden FCKWs gepriesen.
1938
Erste Fensterklimaanlage mit Freon als Kältemittel auf dem Markt
1940
Erste funktionsfähige Computer von Zuse und Turing
1945
Die erste erdgekoppelte Wärmepumpe ging in den USA in Betrieb
1947
Industrielle Heliumverflüssigung
1949
In Kanada ist die erste erdgekoppelte Wärmepumpe in einem Versuchshaus der University of Toronto dokumentiert
1950er
Solarzellen aus Silizium sind noch recht neu: Sie wurden in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts von dem US-Konzerns Bell hergestellt und wiesen einen Wirkungsgrad von 6% auf. In den letzten Jahrzehnten wurde die Photovoltaik stetig weiterentwickelt, besonders im Umfeld der Raumfahrt-Technologie.
ab 1950
Bau von Umstell- und Wechselbrandkessel für feste und flüssige Brennstoffe; Einbindung der Warmwassererwärmung.
ab 1955
Pneumatische und elektronische Einheitsregler werden eingeführt.
1960
Ein Millionstel Kelvin (absoluter Nullpunkt) erreicht
1960
Vaillant produziert die ersten Elektro-Geyser.
ab 1960

Erste Verwendung der Warmwasser-Zentralheizung und der Gasheizkessel in Europa; Allgemeiner Trend: Komfortverbesserung durch automatische Heizungen für flüssige und gasförmige Brennstoffe.

Einsatz von Rechnern

1960er

Erdgekoppelte Wärmepumpen in der Form von Grundwasserwärmepumpen werden in Mitteleuropa gebaut.

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe mit horizontalem Erdwärmekollektor wird Ende des Jahrzehntes eingebaut.

1966

wurde das weltweit größte Projekt eines Gezeitenkraftwerks an der Mündung des französischen Flusses Rance bei Saint-Malo (Bretagne) gebaut. Bei diesem errichteten Kraftwerk wird der Tidenhub von 12 bis 18 Meter genutzt, um Wasser hinter einem Staudamm aufzustauen.
1967
Mit dem "Combi-Geyser VCW 20" gelingt es Vaillant, Heizungs- und Warmwasserversorgung kompakt in einem Gerät zu vereinen.
1968
Junkers führt als erster Hersteller die piezo-elektrische Zündung von Gasgeräten ein.
1970er

"Energiekrise"; Einführung von Öl-/Gas-Spezialheizkesseln: Der Energiespar-Trend in Europa beginnt ("autofreie Tage" usw.).

Seit der ersten Ölkrise entwickelt sich die solare Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung zum Standard umweltbewussten Bauens.

Öl-/Gas Niedertemperaturheizkessel werden angeboten.

1975

Aachen Energie-Experimentierhaus zum erstenmal werden Vakuumkollektoren verwendet
ab 1975
Einsatz von Mikrorechnern
1976
Freibad Wiehl, Versuchshaus Walldorf
1977
Grundsteinlegung für einen Pflanzenölkraftstoff-Motor, den so genannten ELSBETT-Motor, der erst für Dieselmotor und später für Pflanzenöl optimiert wurde.
Ende 1970er
Dominanz der Heizkessel-Units; die Wärmepumpe wird immer mehr eingesetzt
1980
Erdwärmesonden werden in Deutschland eingesetzt
1981
Turmkraftwerk Almeria
1982

erster DVGW-geprüfter Gas-Brennwertkessel mit atmosphärischem Brenner der Firma Atag kommt auf den deutschen Markt

erste DIN Normen Solarthermie

1983
Die Firma Geminox bringt das erste Gasbrennwertgerät auf den deutschen Markt
1984

insgesamt 200.000 m² Kollektorfläche in D

Großkraftwerk in Mojave- Wüste

1985

Richard Vetter bringt den ersten Ölbrennwertkessel "Veritherm" auf den Markt

Das erste Gasbrennwertgerät von Junkers kommt auf den Markt

ab 1985
Selbsteinstellende (adaptive) Regelungen
1987

Das Montreal-Protokoll dient als internationale Vereinbarung zur Verringerung der FCKW-Kältemittel, die unter Verdacht stehen, zur Zerstörung der die Erde schützenden, sich in grosser Höhe befindlichen Ozonschicht beizutragen.

Der weltweit erstes Gas-Wandheizkessel mit keramischen Flächenbrenner wird eingeführt

1988
Toronto-Empfehlung (CO2-Reduktion um 20 % bis 2005)
in den 90ern
Bis 1994 lief das 1000-Dächer-Programm sehr erfolgreich
ab 1990

Markteintritt der Erdgas- und Heizöl-Brennwertheizkessel und Mini-BHKW;

Öl- und Gas-Heizungstrend: Minimale Luftschadstoffemissionen

1992
Rio de Janeiro: UN-Konferenz über Umwelt und Entwicklung
1995
Tinox Absorber
ab 1995

Gas-Brennwertkessel wird immer mehr zum Neugeräte-Standard;

die Brennstoffzellen-Entwicklung  zu Heizzwecken nimmt einen neuen Anlauf.


Wichtigster Trend im Energiebereich: CO2-Emissionen mindern.

1996
insgesamt 1,8 Mio. m² Kollektorfläche in D installiert
1997

Konferenz von Kyoto: Österreich verpflichtet sich zur Treibhausgasreduktion von 13 % CO2 zwischen 1990 bis 2012.

Drain-Back-System

1999
Beginn des 5-jährigen 100.000-Dächer-Programm zur Förderung des Photovoltaikanlagenbaus
2000
25 Jahre Industriebverband für Solartechnik in D
Nov. 2000
ist ein vielversprechendes neues Wellenkraftwerk auf der schottischen Insel Islay in Betrieb gegangen. Limpet heißt dieses Anlagensystem, das für "Land Installed Marine Powered Energy Transformer" (Land installierte Meereskraft-Energieumwandler) steht.
2001
Mit Wasser eine Flamme entzünden! Bosch-Thermotechnik setzt als erster Anbieter der Welt einen hydrodynamischen Generator als Energiequelle für die Zündung des Brenners ein.
2002
Der Begriff VOB wurde in "Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen" umbenannt. Die VOB ist in drei Abschnitte untergliedert: Teil A regelt das Verfahren bei der Vergabe von Bauleistungen, Teil B enthält die allgemeinen Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen, Teil C befasst sich mit allgemeinen technischen Vorschriften. 2006 wurde die VOB erweitert und 2009 soll einer neue VOB erscheinen.
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) - Bilanzierung des Primärenergiebedarfs nach Monatsbilanzverfahren / Heizperiodenbilanzverfahren - ersetzt die Heizungsanlagen-Verordnung (HeizAnlV) und die Wärmeschutzverordnung (WärmeschutzV).
2008
Der Energieausweis wird verpflichtend eingeführt.
2010
1. BImSchV: Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen
Diese Verordnung tritt am 22. März 2010 in Kraft.
2012/13
Am 1. Januar 2013 soll EnEV 2012/2013 in Kraft treten und die EnEV 2009 ersetzen. Damit werden die Vorgaben der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) 2010 umgesetzt, die u.a. für Neubauten den Nullenergiestandard (Niedrigstenergiegebäude) fordert und schärfere Kontrollen für den Energieausweis vorschreibt. Auf die bei zurückliegenden EnEV-Novellierungen übliche 30%ige Senkung der Gebäudeenergieverbräuche wird der Gesetzgeber aus wirtschaftlichen Gründen voraussichtlich wohl nicht durchgegführt. Die Wärmeerzeugung soll sicherlichb auf einem Brennwertkessel mit einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung basieren.
2015

ErP-Heizungslabel - Systemlabel - Verbundlabel
Am 26.09.2015 tritt die ErP-Richtlinie (Energy related Products) für Raumheiz-/Kombiheizgeräte, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher in Kraft. Diese Richtlinie beschreibt und fordert die ressourcenschonende und energieeffiziente Gestaltung sowie das Labelling energieverbrauchsrelevanter Produkte. Hier sind bei dem 3-stufigen Vertriebsweg die Hersteller, der Großhandel und das Handwerk bzw. bei dem 2-stufigen Vertriebsweg die Hersteller und das Handwerk gefordert, für die individuellen Verbundanlagen ein passendes Verbundlabel bzw. Systemlabel zu erstellen. Hier besteht sicherlich noch ein erhöhter Beratungsbedarf.

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Stand: April 2010

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